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Fußball-Bundesliga: Taumelnder HSV muss jetzt auch noch Adler ersetzen

Hamburgs Trainer Markus Gisdol kehrt zu seinem Ex-Club zurück. Foto: Axel Heimken Hamburgs Trainer Markus Gisdol kehrt zu seinem Ex-Club zurück. Foto: Axel Heimken
Hamburg. 

Sportliche Dauerkrise, peinliche Pannen bei der Sportchefsuche, ein rasierter Kapitän mitten in der Saison und nun auch noch ein verletzter René Adler: Der taumelnde HSV kommt nicht zur Ruhe. Die „Hütte brennt lichterloh“, sagte Aufsichtsrats-Chef Karl Gernandt dem Hamburger Abendblatt. Und nun könnte auch noch Investor Klaus-Michael Kühne den Geldhahn beim Tabellenletzten zudrehen.

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Wenn Markus Gisdol am Sonntag um kurz vor halb vier den Rasen der Rhein-Neckar-Arena unweit der A 6 betreten wird, steht für den Fußball-Lehrer ein ganz besonderes Bundesligaspiel an.

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„Ja“, sagte Gernandt, es sei ein schwieriges Unterfangen, Kühne neu für den HSV zu motivieren. Aber der 56-Jährige will trotzdem weiter daran glauben, dass Kühne im Winter weitere Millionen für die so dringend benötigten Verstärkungen locker macht. „Aktuell ja“, sagte Gernandt, im Hauptberuf Verwaltungsrats-Präsident des Logistik-Unternehmens Kühne + Nagel und damit enger Vertrauter des Milliardärs.

Der HSV sei Kühnes „emotionale Heimat“, sagte Gernandt: „Diese Verbindung hat uns in die Lage versetzt, uns in diesen schwierigen Zeiten zu stabilisieren und auf dem Transfermarkt Möglichkeiten zu eröffnen“. Das Ziel müsse sein, dass „uns Herr Kühne in seiner generösen Unterstützung für den HSV nicht abhandenkommt.“ Doch die Kühne-Millionen müssen auch sinnvoll ausgegeben werden, und bei dieser Aufgabe schien Clubchef und Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer in seiner Doppelfunktion zuletzt überfordert. Umso dringender suchen die noch sieglosen Hanseaten einen neuen Chefeinkäufer. „Die Sanduhr hat deutlich weniger Körner oben als unten. Wir sind uns der Dringlichkeit bewusst“, sagte Gernandt: „Wir brauchen dringend einen Sportdirektor, der die Manpower in der Zusammenarbeit zwischen der Mannschaft und dem Trainer intensiv und 24 Stunden am Tag abdeckt.“

Und in dieser turbulenten Gemengelage soll der Mannschaft der Weg aus der Krise gelingen. Trainer Markus Gisdol setzte vor der Partie in Hoffenheim ein Zeichen und sägte Kapitän Johan Djourou ab. Der Japaner Gotoku Sakai ist der neue Chef des Teams. Nun soll ausgerechnet in Hoffenheim, wo Gisdol auf seinen einstigen Co-Trainer Julian Nagelsmann trifft, die Wende gelingen. „Das wird eine richtig schwere Aufgabe“, sagte Gisdol, der für den Rest der Hinrunde auf Stammtorwart Adler (OP nach Schleimbeutelentzündung im Ellenbogen) verzichten muss, vor dem Duell: „Wir als HSV müssen es schaffen, Hoffenheim wehzutun.“ Sonst stürzt die brennende Hütte bald ein.

(sid)
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