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Rudern: Tim Ole Naske überrascht bei seinem WM-Debüt

Zwei Rennen, zwei Siege – Tim Ole Naske gehört zu den positiven Überraschungen der Ruder-WM in Florida. Der erst 21 Jahre alte WM-Debütant aus Hamburg geht mit viel Selbstbewusstsein in das Einer-Halbfinale.
Auf Erfolgskurs: Tim Ole Naske. Foto: Laci Perenyi (imago sportfotodienst) Auf Erfolgskurs: Tim Ole Naske.
Sarasota. 

Jung, unbekümmert, selbstbewusst – Tim Ole Naske ist auf gutem Weg in die internationale Skiff-Elite. Der bemerkenswerte Sieg des Hamburgers im Einer-Viertelfinale der Ruder-Weltmeisterschaften in Florida erinnerte an die frühen Jahre seines langjährigen Vorgängers Marcel Hacker. Die Auslosung der beiden Halbfinalläufe nur wenige Stunden später besserte die Laune des erst 21 Jahre alten WM-Debütanten zusätzlich auf: „Das ist keine unlösbare Aufgabe.“

Der Traum vom Finale ist für Naske zum Greifen nahe. Mit einem ähnlich starken Auftritt wie in den ersten beiden siegreichen Rennen auf der Regattastrecke im Nathan Benderson Park von Sarasota könnte er in die Fußstapfen seines Vorbildes Hacker treten. Bis auf den Silbermedaillengewinner Damir Martin (Kroatien) ist im seinem Rennen am Freitag kein Teilnehmer des olympischen Endlaufs von Rio 2016 dabei. „Wenn ich unter die besten Sechs komme, kann man nicht mehr von einer Einer-Hoffnung sprechen“, kommentierte Naske.

Es erfüllt den deutschen Meister mit Stolz, der jüngste noch im WM-Rennen verbliebene Einer-Fahrer zu sein. Selbst eine Niederlage im Halbfinale wäre deshalb verschmerzbar. „Ich bewege mich mit meinen 21 Jahren in so einem Topfeld und habe noch sehr viele Möglichkeiten, mich zu verbessern.“ Überraschend kommt der bisher starke WM-Auftritt nicht: 2014 wurde Naske in Hamburg Junioren-Weltmeister und holte bei den Olympischen Jugendspielen in China Gold. 2016 ruderte er bei der U 23-WM in Rotterdam zum Sieg.

Der unorthodoxe Auftritt seines Schützlings im Viertelfinale imponierte auch seinem Trainer Dirk Brockmann. Noch bei der 1500-Meter-Marke schien Naske nach verlorener Führung die Puste auszugehen. Doch mit einem überraschenden Konter fuhr er wieder an dem verdutzten Niederländer Stefan Broenink vorbei. „Tim Ole ist mental sehr stark. Er gibt nicht auf und versucht immer, eine bessere Platzierung rauszuholen“, lobte Brockmann.“ Diese mentale Stärke hilft nach Einschätzung von Brockmann in so mancher Rennsituation über physische Nachteile hinweg. „Er ist körperlich nicht der größte, aber er kann die gleiche Schlaglänge fahren wie die anderen.“ Außerdem macht sich das gute Gefühl für den Bootslauf bezahlt. „Er kann sich schnell bewegen,“, sagte der Coach. Vergleiche zwischen Naske und Vorgänger Hacker scheinen naheliegend. Der Magdeburger belegte bei seiner ersten WM 1999 in Kanada als 22-Jähriger den zehnten Platz. Wenig später gewann er bei den Olympischen Spielen von Sydney (2000) Bronze und der WM in Sevilla (2002) Gold.

Pless ausgeschieden

Ausgeschieden ist die Frankfurterin Leonie Pless. Die Ruderin von der FRG Germania belegte mit ihrer Partnerin Fini Sturm aus Brandenburg im Leichtgewichts-Doppelzweier im Halbfinale nur den sechsten Rang.

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