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Todt soll als HSV-Sportdirektor im Abstiegskampf helfen

Jens Todt soll es richten. Der frühere Bundesligaspieler erhält vom Karlsruher SC die Freigabe für den Hamburger SV. Dort muss er als Sportchef die Winter-Transfers abwickeln.
Der HSV holt Jens Todt als neuen Sportdirektor. Foto: Uli Deck Der HSV holt Jens Todt als neuen Sportdirektor. Foto: Uli Deck
Hamburg. 

Die pannenreiche Suche nach einem neuen Manager steht kurz vor dem Ende. Jens Todt soll als neuer Sportchef den kriselnden Hamburger SV mit den entscheidenden Transfers im Abstiegskampf retten.

HSV-Boss Heribert Bruchhagen dementierte zwar eine Einigung, aber Karlsruhes Präsident Ingo Wellenreuther bestätigte bereits, dass der Fußball-Zweitligist den 46-Jährigen für den Hamburger Erstligisten freigeben wird.

„Wir werden das morgen fixieren. Dann erklären wir die Freigabe”, sagte der Chef des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC der Deutschen Presse-Agentur. Er habe gemeinsam mit dem neuen Hamburger Vorstandschef Bruchhagen die Vereinbarung getroffen.

Der HSV-Chef sagte hingegen wenige Stunden später: „Wir führen derzeit viele Gespräche, unter anderem auch mit dem KSC bezüglich Jens Todt. Das bedeutet allerdings nicht, dass es hier schon eine Einigung gibt.” Mehrere Medien hatte zuvor bereits über die bevorstehende Einigung berichtet.

Auf Todt wartet beim Drittletzten der Tabelle eine schwere Aufgabe. Nach den missglückten Transfers im Sommer für geschätzte 30 Millionen Euro muss der Hamburger SV für den Kampf um den Klassenerhalt verstärkt werden. Vor allem für die Defensive muss der frühere Bundesligaprofi neue Spieler suchen und die Fehler von Peter Knäbel und Dietmar Beiersdorfer korrigieren.

Für Todt wird es eine Rückkehr. Der Ex-Profi hatte nach seiner aktiven Karriere verschiedene Jobs, unter anderem leitete er kurzzeitig die Nachwuchsabteilung des Hamburger SV. Über den VfL Bochum kam er schließlich zum KSC, der ihn am 24. November freistellte.

Nun spart der Club das Gehalt der letzten Monate bis zum Vertragsende. Zudem soll der Club die Einnahmen aus einem Testspiel gegen den HSV erhalten. Wellenreuther wollte das nicht kommentieren. Über mögliche Modalitäten könne er „natürlich nichts verraten”, sagte sein HSV-Kollege Bruchhagen: „Außer so viel, dass die von einigen Medien kolportierten Vereinbarungen über Ablösesummen im sechsstelligen Bereich vollkommen absurd sind”.

Der KSC nannte Ende November Todts Weigerung für ein gemeinsames Gespräch über die weitere Zusammenarbeit als Grund für die zum damaligen Zeitpunkt überraschende Freistellung. Sein Nachfolger wurde Oliver Kreuzer, der ebenfalls von Karlsruhe nach Hamburg gewechselt war und am 25. November als Spordirektor zurückkehrte.

Beim HSV soll Todt die Nachfolge von Beiersdorfer antreten, der seit der Trennung von Knäbel zunächst als Vorstandschef und als Sportdirektor tätig war. Beiersdorfer war im Dezember als HSV-Boss beurlaubt und als Vorstandschef durch Heribert Bruchhagen ersetzt worden. Die Offerte, weiter als Sportdirektor für den HSV zu arbeiten, lehnte Beiersdorfer ab.

Mit Todts Verpflichtung endet die bereits unter Beiersdorfer begonnene Suche nach einem Sportdirektor. Mehrere Kandidaten sagten ab oder wurden von ihren Clubs nicht freigegeben. Für Aufsehen hatte vor allem der missglückte Abwerbe-Versuche von Nico-Jan Hoogma beim niederländischen Erstligisten Heracles Almelo und Christian Hochstätter beim Zweitligisten VfL Bochum gesorgt.

(Von Michael Rossmann und Kristina Puck, dpa)
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