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Kickers Offenbach: Trainer Oliver Reck spricht über die Saisonvorbereitung und Pläne für die kommende Spielzeit

Oliver Reck wirkt im Interview locker, ruhig, ausgeglichen, zufrieden. Die Saison-Vorbereitung des Fußball-Regionallisten Kickers Offenbach stellt den Trainer bislang sehr zufrieden. „Ich habe vollstes Vertrauen in meine Mannschaft“, erzählt er FNP-Mitarbeiter Michael Löffler.
Möchte mit seiner Mannschaft mehr Punkte holen als vergangene Saison: Der ehemalige Bundesliga-Torwart Oliver Reck, Trainer der Offenbacher Kickers. Foto: Kevin Kurek (dpa) Möchte mit seiner Mannschaft mehr Punkte holen als vergangene Saison: Der ehemalige Bundesliga-Torwart Oliver Reck, Trainer der Offenbacher Kickers.

Hand aufs Herz, als es in der vergangenen Saison eng wurde, was überwog bei Ihnen? Die Angst vor dem Abstieg oder das Vertrauen in ihre Elf?

OLIVER RECK: Ich hatte immer ein gutes Gefühl. Weil ich stets gespürt hatte, dass alle mitziehen und sie es auch ins Spiel reinbringen. Daher war ich immer guten Mutes. Aber ich hoffe, nie wieder in eine solche Situation zu kommen.

Jetzt haben zwei hessische Liga-Konkurrenten Probleme. Ist die Lage vergleichbar?

RECK: Nein. Hessen Kassel startet zwar auch mit einem Minus von neun Punkten, aber im Gegensatz zu uns vor einem Jahr mit einer eingespielten Mannschaft. Der FSV Frankfurt muss eine neue Mannschaft formen, startet aber dafür bei Null.

Beschäftigen wir uns mit der Zukunft ihrer Mannschaft: Wo sehen Sie den OFC in der kommenden Punktrunde, die Ende Juli beginnt?

RECK: Ich gebe grundsätzlich keine Tipps ab, sage aber, dass ich gern besser als 2017 abschneiden würde. Da denke ich an die tatsächlichen Punkte, nicht an den Tabellenstand nach dem Punkteabzug.

Wer sind Ihre Favoriten?

RECK: Vorne erwarte ich die üblichen Verdächtigen: Mannheim, Elversberg, Saarbrücken. Stark schätze ich die beiden Stuttgarter Teams ein. Abwarten muss man, wie gut die Drittliga-Absteiger sind. Wir können jedenfalls jedem Konkurrenten kräftig auf die Füße treten. Das meine ich nicht körperlich. Wichtig wird sein, dass wir gegen die sogenannten kleinen Teams die Punkte holen. Gegen solche haben wir 2016/17 vor allem auswärts nicht immer so gepunktet, wie wir uns das vorgestellt hatten.

14 Spieler gehalten

Was löst bei Ihnen Optimismus aus?

RECK: Wir haben 14 Spieler gehalten. Das merkte ich schon in den ersten Trainingseinheiten. Die Spielzüge klappten auf Anhieb blind. Die Abläufe sind klar, die Spieler wissen, wie das Trainerteam tickt, was von ihnen erwartet wird.

Mit den Innenverteidigern Bryan Gaul und Aaron Frey, den Torhütern Alexander Sebald und Levent Vanli sowie den Stürmern Matthew Taylor, Robin Scheu und Konstantinos Neofytos haben sieben Spieler den Verein verlassen. Wie beurteilen Sie das?

RECK: Die größte Fluktuation herrscht im Sturm. Mit Varol Akgöz, Niklas Hecht-Zirpel und Florian Treske kamen drei Angreifer, die vom Niveau her unseren Vorstellungen entsprechen und die auch charakterlich ins Team passen. Alle drei sind prädestiniert, viele Tore zu schießen. Sie haben den nötigen Killerinstinkt. Verteidiger Stefano Maier, der bis auf ein Spiel 2017 nie zur Verfügung stand, hat fast alle Trainingseinheiten mitgemacht. Jetzt wird der Ernstfall geprobt, ob er schmerzfrei durchspielen kann. Der im Mai operierte Mittelfeldspieler Marco Rapp macht eine Mischung aus Reha und Mannschaftstraining. Er muss noch Kraft tanken, Stabilität gewinnen. Sie sind wie Neuzugänge – und sehr wichtig. Beide sind Leader, in der Mannschaft anerkannt, bei den Fans sehr beliebt. Fürs Tor haben wir mit Sebastian Brune vom TSV Steinbach und Eigengewächs Bilai Jomaa Zabadne aus der eigenen U19 zwei junge Keeper geholt, denen ich zutraue, Daniel Endres gut zu vertreten. „Eckes“ verspürte im Training wieder Schmerzen im Knie, musste aufhören. Wir müssen abwarten, was die Ärzte und Physiotherapeuten sagen.

Als früherer Bundesliga-Torwart können Sie das neue Duo gut beurteilen. Was sind ihre Stärken?

RECK: Zabadne hat schon während der Rückrunde mit uns trainiert. Er ist ein guter Fußballer, hat tolle Reflexe, kennt die Abläufe. Brune bekam in Bochum, Dortmund und Leipzig eine sehr gute Ausbildung. Er wirkt für seine 23 Jahre sehr abgeklärt, ruhig, ist stark im Eins-gegen-Eins, verfügt über gute Spieleröffnung.

Ist die personelle Planung damit abgeschlossen?

RECK: Wir können und wollen nicht mehr Geld als vor einem Jahr ausgeben. Der Verein muss sich konsolidieren, dazu trage ich meinen Teil bei. Wir verzichten aus finanziellen Gründen auf ein Trainingslager und werden es durch teambildende Maßnahmen wie Wasserski, Kletterwand oder Grillen ersetzen. Dennoch halten wir stets Ausschau. Wenn wir jemanden entdecken, der uns langfristig hilft und finanzierbar ist, würden wir zuschlagen. Wir haben Eigengewächs Marco Ferukoski aus der U19 hochgezogen, der könnte noch einen Vertrag bekommen.

Es ist auffallend, dass bei Ihnen junge Spieler gute Chancen haben. Zufall?

RECK: Die Ausbildung von Talenten ist mir sehr wichtig.

Ihr Ziel für die Saison?

RECK: Gegen Ende der Saison haben uns unsere treuen Fans sehr geholfen. Das war toll – ist aber kein Selbstläufer. Das Publikum verzeiht weder eine lasche Einstellung noch schlechte Leistungen. Wir müssen es schaffen, mit harter Arbeit und Enthusiasmus, die Zuschauer wieder auf unsere Seite zu ziehen.

1:0 im Testspiel gegen den FC Homburg

In einem Testspiel zeigten sich die Kickers gestern in guter Frühform. Die Offenbacher besiegten in Heusenstamm den in die Oberliga Rheinland-Pfalz abgestiegenen FC Homburg 1:0.

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