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20 Jahre Flasche leer: Trapattoni, Daum, Völler: Die heftigsten Wutreden der Fußball-Trainer

Von "Ich habe fertig!" Am 10. März 1998 hielt der damalige Bayern-München-Coach Giovanni Trapattoni seine legendäre Wutrede. Zum 20. Jahrestag der Pressekonferenz erinnern wir an die größten Ausraster der Fußball-Trainer - mit besonderem Fokus auf Frankfurter Lokalgrößen.
"Was erlauben Strunz?", "Schwach wie eine Flasche leer!", "Ich habe fertig!": Die Sätze von Giovanni Trapattoni von der emotionalen Pressekonferenz gingen in die Fußballgeschichte ein. Foto: Imago. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) "Was erlauben Strunz?", "Schwach wie eine Flasche leer!", "Ich habe fertig!": Die Sätze von Giovanni Trapattoni von der emotionalen Pressekonferenz gingen in die Fußballgeschichte ein. Foto: Imago.

Die Mutter aller Wutreden: In einer höchst emotionalen, dreieinhalbminütigen Ansprache redete Giovanni Trapattoni vor den versammelten Journalisten am 10. März 1998 Tacheles. Der Italiener kritisierte die Einstellung einiger Bayern-Spieler, fuhr dabei richtig aus der Haut. Satzkonstruktionen wie "Schwach wie eine Flasche leer!" oder "Was erlauben Struuunz?" gingen in die Fußball-Geschichte ein. Und natürlich auch: "Ich habe fertig!"

Auch Rudi Völler ist für seine Ausraster bekannt. Der gebürtige Hanauer teilt immer wieder gerne vor laufenden Kameras aus. Denkt man aber an Völler und Wutreden, kommt dem Fußball-Fan aber zuerst das ARD-Interview mit Waldemar Hartmann in den Sinn. Dort reagierte der damalige Teamchef der deutschen Nationalmannschaft nach dem mageren 0:0 im EM-Qualifikationsspiel am 6. September 2003 bei Island - damals höchstens europäisches Mittelmaß - äußerst emotional auf die Kritik der Moderatoren Gerhard Delling und Günter Netzer. Auch Hartmann musste Prügel einstecken: "Hast du drei Weizenbier getrunken?" fragte er eingeschnappt. Damit bescherte er Hartmann einen Werbevertrag für Weißbier und den Spitznamen "Weizen-Waldi".

Aufgrund seiner ungewöhnlichen Trainingsmethoden und der Kokain-Affäre gilt Christoph Daum als äußerst schräger Vogel. In der Saison 2010/11 wurde er nach Frankfurt geholt, um die Eintracht vor dem Abstieg in die zweite Liga zu bewahren. Sogleich glänzte er mit skurrilen Weisheiten wie "Wenn der Kopf richtig funktioniert, dann ist er das dritte Bein". Seine Mission blieb ohne Happy End, die Eintracht konnte die Klasse nicht halten. Der Druck während des Abstiegskampfes ging auch an Daum nicht spurlos vorbei. Hier zeigen wir seinen Ausraster vom 11. Mai 2011, als er Journalisten des "Hessischen Rundfunks" verbal attackierte.

Auch als Trainer des 1. FC Köln hielt sich Daum nicht zurück, wie diese Pressekonferenz am 14. März 1988 vor der Bundesligapartie gegen den SC Freiburg zeigt.

Zuletzt war Daum als Trainer der rumänischen Nationalmannschaft aktiv, konnte mit seinem Team jedoch nicht in die WM-Endrunde 2018 einziehen. Während der mäßig verlaufenden Qualifikation musste er sich deshalb kritischen Nachfragen der Journalisten stellen.

Ex-Eintracht-Spieler Thomas Doll konnte sein Engagement als Trainer bei Borussia Dortmund nicht zu den erfolgreichsten zählen. Zwar zog er mit dem BVB ins DFB-Pokal-Finale ein, doch die Bundesligasaison verlief sehr ernüchternd. Dementsprechend angespannt war die Lage in Dortmund, als der Klopp-Vorgänger am 23. April 2008 seinen Frust freien Lauf gab.

Thorsten Legat stand zuletzt häufiger im Mittelpunkt des Medieninteresses. Immer wieder war der ehemalige Eintracht-Spieler (1994-95) in Fernsehshows zu sehen, beispielsweise in der zehnten Staffel von "Dschungelcamp". Im September 2015 übernahm Legat als Trainer den Amateurverein FC Remscheid und machte am 19. Dezember deutlich, was er von der Einstellung einiger seiner Spieler hält.

Am 18. August 2017 platzte auch Eintracht-Braunschweig-Trainer Torsten Lieberknecht der Kragen. Ausschlaggebend war jedoch nicht die Leistung der Spieler oder die Fragen der Journalisten, sondern das Verhalten der eigenen Fans, die seine Mannschaft beim 1:1 gegen Erzgebirge Aua ausgepfiffen hatten.

Stuttgart-Trainer Bruno Labbadia rastete nach dem 2:2 gegen Bayern Leverkusen aus. "Die Trainer sind nicht die Mülleimer für andere Menschen", schimpfte er am 7. Oktober 2012 vor den Journalisten.

Auch Freiburg-Coach Christian Streich spricht sich hin und wieder vor laufenden Kameras den Frust von der Seele, wie hier am 26. August 2013.

 

 


 

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