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Neues Format für 2021: Turnfest vor dem Umbruch

Von Verbandschef Alfons Hölzl zieht ein positives Fazit der Turnfestwoche von Berlin. Für 2021 wird aber ein neues Format erarbeitet.
Alfons Hölzl Foto: Rainer Jensen (dpa) Alfons Hölzl
Berlin. 

Turner sind offenbar auch nicht mehr das, was sie mal waren. In Berlin, wo am Wochenende das 43. Deutsche Turnfest zu Ende ging, sah man sie in den S-Bahnen oft auf dem Boden sitzen, statt dass sie wie gewohnt jede Stange zum Klimmzug und jeden Sitz zu einem Balanceakt nutzten. Doch das war in der Hauptstadt sicher auch den langen Wegen geschuldet.

Bei der nächsten Auflage wird das anders werden. Leipzig, vom 12. bis 16. Mai 2021 Ausrichter des Familientreffens der Nachfahren von Turnvater Jahn, lockt mit einer kompakten Veranstaltung mit kurzen Wegen. Allerdings auch mit einem verkürzten und nicht mehr am Pfingstwochenende startenden, sondern über Christi Himmelfahrt führenden Programm.

Alfons Hölzl
Neues Format für 2021 Turnfest vor dem Umbruch

Verbandschef Alfons Hölzl zieht ein positives Fazit der Turnfestwoche von Berlin. Für 2021 wird aber ein neues Format erarbeitet.

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Grund dafür sind laut Alfons Hölzl, dem Präsidenten des Deutschen Turner-Bundes (DTB), die Ergebnisse der Evaluierungen vergangener Turnfeste. Sie zeigten auf, dass es wohl nicht mehr zeitgemäß ist, die Teilnehmer für eine ganze Woche aus ihren Schulen und von ihren Arbeitsplätzen wegzulocken. 2013 in der Rhein-Neckar-Region hatten so aufgrund sinkender Zahlen am Ende 200 000 Euro gefehlt, um die Ausgaben zu decken. Nach Berlin waren zwar nach wiederholter Verlegung des Meldeschlusses 80 000 Turnbrüder und -schwestern gekommen, doch die Hauptstadt hat sich stets als besonderes gut funktionierender Magnet hervorgetan.

Die Herausforderung wird nun sein, die Vielfalt unter dem DTB-Dach, die Hölzl auch in seinem Abschlussstatement rühmte, so neu zu strukturieren, dass sie in das in Zukunft nur noch fünftägige Programm passt, ohne das „Erfolgskonzept“ zu gefährden. Für unverzichtbar hält der 48-Jährige dabei die Begegnung von Spitzen- und Breitensport, die in Berlin zu ansonsten bei Meisterschaften nicht erreichten Zuschauerzahlen von jeweils 6000 bei den Kunstturn-Finals führten. Auch die zahlreichen Workshops, die das Turnfest laut dem DTB-Chef zur „weltweit größten Fortbildungsveranstaltung“ machen und einmal mehr aufzeigten, dass die Turner „Trendsetter“ und „der Motor der Sportentwicklung in Deutschland“ seien, dürften kaum wegzudenken sein. Ebenso der Dauerbrenner Wahlwettkampf, der auch diejenigen noch mal an die Geräte treibt, die sonst keine Zeit mehr dafür erübrigen können.

„Wir werden ein neues Format haben, aber die Details sind noch ungeklärt“, so Hölzl. Vieles hängt von der Auswertung des Treffens an der Spree ab. Auf den ersten Blick gab es dabei überwiegend Positives zu berichten, bewegten die Turner nicht nur sich selbst, sondern auch die Bürger der Stadt. 150 000 Berliner beteiligten sich an den Mitmachangeboten. Zudem blieb es überall friedlich. Etwas, was bei Turnern zwar üblich, aber in diesen Zeiten nicht selbstverständlich ist.

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