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Volleyball: United Volleys haben im Showdown weniger zu verlieren als Berlin

Gelingt den Rhein-Main-Volleyballern heute im entscheidenden dritten Play-off-Halbfinale in Berlin die große Überraschung?
Michael Warm Foto: Huebner/Bremes (imago sportfotodienst) Michael Warm
Frankfurt. 

Berlin muss etwas Magisches haben. Bereits zum vierten Mal in dieser Saison reisen die United Volleys Rhein-Main in die Hauptstadt. Freilich aus sportlichen Gründen. In der Bundesliga, im DVV-Pokal und im ersten Play-off-Halbfinale waren sie jeweils chancenlos. Und heute? Im entscheidenden Spiel um den Einzug ins Meisterschafts-Finale (19.30 Uhr) soll die Serie enden. „Mit dem Triumph gegen Berlin am Ostersonntag haben wir nun alle deutsche Teams mindestens einmal geschlagen. In der Fremde haben wir bis auf Berlin auch schon bei jedem gesiegt. Da wird es höchste Zeit, auch die Max-Schmeling-Halle zu stürmen“, sagt Trainer Michael Warm forsch.

Angst verspürten die Hessen beim gestrigen Abflug nicht, Respekt freilich umso mehr. „Wenn der Titelverteidiger bei hundert Prozent ist, werden wir kaum eine Chance haben. Aber wenn Berlin wie zuletzt in Frankfurt 90 Prozent zeigt und bei uns alles funktioniert, wollen wir die Chance nutzen“, sagt Team-Kapitän Christian Dünnes.

Nach dem Match wird es auf alle Fälle eine Verabschiedung geben. Entweder für den 32-jährigen Dünnes oder für das zwei Jahre ältere Berliner Urgestein Felix Fischer. Beide haben angekündigt, ihre Karriere nach dieser Saison zu beenden, Fischer nach 17 Jahren Volleyball auf höchstem Niveau. Beide hoffen auf den krönenden Abschluss.

Einen wird es jedoch heute treffen. Der andere darf noch im Finale gegen den VfB Friedrichshafen mitmischen. Sollten es die Frankfurter sein, in einer „Best-of-Five“-Serie. Die Berliner würden hingegen wegen des anstehenden Champions-League-Finalturniers in Rom nur „Best-of-Three“ spielen. Friedrichshafen kann sich in Ruhe auf das Finale vorbereiten. In der Champions League ist das Team vom Bodensee längt ausgeschieden. Die Schützlinge von Trainer Vital Heynen können „in aller Ruhe Energie tanken und am Bildschirm sehen, wie ihr Gegner Körner verliert“, weist Warm auf die Vorteile der Rekordmeisters hin.

Der 49-Jährige wirkte gestern trotz der Bedeutung der Partie sehr locker. „Ich habe den Berlinern angeboten, aktuell ein Spiel in Moskau zu organisieren und mich sogar an den Flugkosten zu beteiligen. Sie haben das lukrative Angebot abgelehnt. Verstehe ich nicht“, flachste der Coach, auf die Müdigkeit anspielend, die die Berliner wegen des Champions-League-Trips nach Moskau in Frankfurt verspürt hatten. Die Niederlage dürfte die Berliner angestachelt haben. „Das erschwert unsere Aufgabe“, glaubt Warm. Eine Woche vor dem Final-Four-Turnier in Rom stehen die Berliner unter Druck. Bei einer heutigen Niederlage würden sie kommende Saison vermutlich nur im CEV Pokal spielen statt in der Champions League – es sei denn, sie gewinnen die „Königsklasse“. Warm: „Sie müssen gegen uns gewinnen. Wir wollen.“

(löf)
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