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Universe bürstet die Wildkatzen ab

Von Mit 38:7 besiegt Frankfurt Universe die Gäste aus Kirchdorf. Die haben nun bis Samstag Zeit, sich neue Mittel zu überlegen.
Leichtes Spiel: Justin Rodney (links) und der Universe hatte Kirchdorf wenig entgegenzusetzen. Foto: Roskaritz /Eibner-Pressefoto (imago sportfotodienst) Leichtes Spiel: Justin Rodney (links) und der Universe hatte Kirchdorf wenig entgegenzusetzen.
Frankfurt. 

Die wenigen Zuschauer auf der Gegentribüne hatten sich auf die Schattenplätze zurückgezogen. Zu heiß hatte die Sonne auf sie niedergebrannt. Doch selbst hier oben, in den hinteren Reihen des Stadions am Bornheimer Hang, bewiesen die Fans nicht mehr Energie. Was auf dem Rasen zu sehen war, war zu klar und eindeutig, um bei Temperaturen von fast 30 Grad von den 1400 Besuchern noch lautstark begleitet zu werden.

Die Reaktion antizipieren

Mit 38:7 bürsteten die gastgebenden Universe-Footballer die Wildkatzen aus Kirchdorf ab und schickten sie in ihre bayerische Heimat zurück, wo sie nun bis Samstag Zeit haben, sich auf den Gegenbesuch vorzubereiten. Eine Situation, die dem Frankfurter Coach Brian Caler trotz der Dominanz seines Teams, für das Running Back Justin Rodney und Wide Receiver Timothy Thomas je zwei Touchdowns erzielten, überhaupt nicht schmeckt. Er und sein Trainerteam müssten sich jetzt überlegen, was die Gegner ändern könnten, um nicht noch einmal so hart getroffen vom Platz zu marschieren, und quasi antizipierend darauf reagieren.

Die Vorbesprechung auf dem Feld für die nächste Einheit nach dem freien Montag fiel denn auch erstaunlich lange aus. Dabei hatte der Headcoach bei der Analyse der Begegnung kaum etwas zu meckern. „Nur Kleinigkeiten“ wurden von dem Amerikaner moniert, etwa das an der einen oder anderen Stelle mangelnde Spielverständnis. Oder das Kommunikationsproblem in der eigenen, eigentlich stark agierenden Defense, dem die Gäste kurz vor dem Ende der Partie noch ihren einzigen Touchdown verdankten. Receiver Clemens Erlsbacher hatte sich dabei überraschend durchgesetzt.

Die hergeschenkten Punkte ärgerten den ehrgeizigen Coach. Auch wenn sie kaum einen Schaden anrichteten. Doch im Spiel mit stärkeren Gegnern dürfe man sich derartige Missverständnisse nicht erlauben. Und die kommen bald.

Denn der zweite Vorrundenplatz in der Süd-Gruppe der GFL und damit das Heimrecht in den Play-offs ist den „Men in Purple“ bei sechs Punkten Vorsprung auf den Dritten und letzten Heimspielgegner Allgäu Cornets und noch drei ausstehenden Duellen so gut wie sicher. Caler bleibt allerdings vorsichtig. Aufgrund der finanziellen Misere, die zum laufenden Insolvenzverfahren führte, könne man ja nicht wissen, ob der Verband, der AFVD, nicht doch noch einen Punktabzug erwägt. Er selbst könne dazu aber nichts sagen und wolle sich mit seiner Mannschaft nur auf das Sportliche konzentrieren.

Auf dem Prüfstand

Die Lizenzkommission der German Football League prüft nach Angaben des AFVD aktuell, ob der Verein Risiken der Betriebsgesellschaft der Profis während des Lizenzierungsverfahrens anders hätte bewerten und mitteilen müssen. Eventuelle Folgen eines positiven Ergebnisses sind noch unklar. Zudem soll das Ligastatut für die Saison 2019 überarbeitet werden, um die Wahrscheinlichkeit ähnlicher Vorkommnisse zu reduzieren.

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