Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 9°C

Volleyball: Volleys siegen zum Saisonauftakt

Von Volleys-Trainer Michael Warm zeigte sich glücklich über den Auftakt-Erfolg in Bühl. Für viel Aufsehen sorgten zwei Japaner.
Bühl. 

So gut war eine Pressekonferenz nach einem Bundesligaspiel der Volleyball Bisons Bühl wohl noch nie besucht. 35 Journalisten, darunter mehr als zwei Drittel aus Japan (wegen des Bühlers Masahiro Yanagida und des Frankfurters Issei Otake), drängten sich in dem kleinen Raum. Der einzige, der dabei richtig strahlte, war Michael Warm, Trainer der United Volleys Rhein-Main, dem die Zufriedenheit nach dem schnellen 3:0 (25:19, 25:19, 25:14) deutlich anzusehen war. „Wir sind sehr glücklich über diesen Erfolg und über die starke Leistung. Die Anspannung vorab war doch ziemlich groß“, sagte Warm.

Diese Anspannung sei zum einen durch die starken Vorstellungen der Bühler in der Vorbereitung bedingt gewesen, zum anderen durch den Ausfall seines besten Annahmespielers Sebastian Schwarz, sowie der „Wand“, Tobias Krick, den er mit seinen 2,11 Metern gerade gegen die bekannt starke Bühler Mitte gern auf dem Feld gesehen hätte.

Doch die Ausfälle wurden gut kompensiert. Die Annahme war zwar nicht exzellent, aber immerhin mit 55 Prozent in Position und nur vier direkten gegnerischen Punkten durch Angaben schon sehr ordentlich. Dass nach einer guten Attacke 71 Prozent der Angriffe zu Punkten führten, lag neben den Schmetterkünsten der Gäste am starken Steller Patrick Steuerwald. Auf dieser Position haben sich die United Volleys nach der Abwanderungvon von Nationalspieler Jan Zimmermann mit Sicherheit noch verbessert. Steuerwald, trotz nur 1,80 Metern Körpergröße für seine Blockstärke gefürchtet, packte zwei Mal erfolgreich zu, machte insgesamt vier Punkte. In erster Linie lieferte der Routinier aber das, wofür ihn sein ehemaliger Junioren-Coach Warm geholt hatte: Variantenreich spielte er seine Angreifer ein ums andere Mal blockfrei.

Gepunktet wurde von überall her. Der australische Diagonalspieler William Lincoln besorgte mit seiner linken „Klatsche“ 15 Punkte, mit Schnellangriffen über die Mitte wurden neun Zähler erzielt, von außen packte Adrian Aciobanitei zu. Sehr oft gespielt wurden zentrale Hinterfeldangriffe von Moritz Karlitzek, der auf 15 Punkte kam und zum wertvollsten Spieler der Partie gewählt wurde. „Unser Schlüssel zum Erfolg waren aber die gefährlichen Angaben, mit denen wir den Gegner unter Druck gesetzt haben und die ein kreatives Angriffsspiel der Bühler verhinderten“, sagte Warm.

Ob die katastrophale gegnerische Annahme nur auf die harten Hammer-Aufschläge von Lincoln und Aciobanitei sowie die listigen von Karlitek zurückzuführen sei, oder ob sie in erster Linie ein Produkt der gegnerischen Schwäche war, werden erst die nächsten Spiele offenbaren. „Die Angaben werden sicher unsere Stärke sein. Da sehe ich sogar noch Reserven“, meint Warm, der in dem überraschenden 3:0-Triumph von SWD Düren über Titelverteidiger Berlin weniger ein Schwächeln des Favoriten, als die Bestätigung der Qualität des Konkurrenten Düren sah.

Zur Startseite Mehr aus Sport

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse