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Eiskunstlaufen: Von den Vorbildern lernen

Von Für die Besten des Landes geht es heute und morgen in der Eissporthalle am Ratsweg um die Olympiatickets für Pyeongchang.
Aliona Savchenko und Bruno Massot. Foto: dpa Foto: Koji Sasahara (AP) Aliona Savchenko und Bruno Massot. Foto: dpa
Frankfurt. 

Hessische Teilnehmer sucht man vergebens, wenn die besten deutschen Eiskunstläufer heute und am morgigen Samstag in der Halle am Ratsweg Pirouetten drehen. Der hiesige Landesverband baut die Sparte gerade neu auf. Die Zeiten, als Sportlerinnen und Sportler aus Frankfurt in der Weltspitze nicht nur mittanzten und -sprangen, sondern sie sogar mit dominierten, sind längst vergangen.

1962 machten die Titelkämpfe zum bislang letzten Mal Station am Main. Damals noch nicht unterm Dach, sondern auf einer Freifläche in der Nähe des ehemaligen Waldstadions. Im Paarlauf gab es bei dieser Meisterschaft ein brisantes Duell: Die Lokalmatadorin Marika Kilius maß sich mit ihrem neuen Partner Hans-Jürgen Bäumler mit dessen Vorgänger Franz Ningel, auch ein Mann aus der Mainstadt, und dessen Begleiterin auf dem glatten Parkett, Margret Göbl. Das Traumpaar unterlag, sollte aber in den beiden Jahren danach bei Weltmeisterschaften ganz oben stehen.

Olympiagold blieb Kilius/Bäumler versagt. Ihren Landsleuten Aljona Savchenko und Bruno Massot traut die zweimalige Silbermedaillengewinnerin diesen Erfolg aber durchaus zu, wie die mittlerweile 74-Jährige diese Woche im Hessischen Rundfunk verlauten ließ.

Beim Saisonfinale der Grand-Prix-Serie vor einer Woche im japanischen Nagoya präsentierten sich die Zweiten der Europa- und Weltmeisterschaften in bestechender Form, verdienten sich sowohl mit dem kurzfristig wiederbelebten Kurzprogramm der vergangenen Saison als auch mit der von Bolero-Star Christopher Dean kreierten neuen Kür Bestnoten. Das lässt hoffen für den großen Auftritt bei den Winterspielen im Februar im südkoreanischen Pyeongchang, wo sich die 33-jährige Savchenko endlich den goldenen Traum erfüllen will, der ihr mit ihrem vorherigen, mittlerweile als Trainer arbeitenden Partner Robin Szolkowy versagt blieb.

Der Zeitplan der deutschen Meisterschaften

Freitag, 15. Dezember 15.00 Uhr: Kurzprogramm Damen 16.15 Uhr: Kurzprogramm Paare 17.00 Uhr: Kurzprogramm Herren 17.45 Uhr: Kurztanz Eistänzer

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Die Tickets nach Asien haben die beiden deutschen Hoffnungsträger längst gelöst. Und auch ihre Begleiter in der eigenen Disziplin stehen schon so gut wie fest. Die Berliner Annika Hocke und Ruben Blommaert sollten gemeinsam mit den Leistungsträgern, die sich die DM-Teilnahme nicht nehmen lassen wollen, ins Flugzeug steigen.

Andere Entscheidungen versprechen mehr Spannung. So geht es vor allem bei den Herren, wo es wie in fast allen Disziplinen nur einen Startplatz für die Deutsche Eislauf-Union (DEU) gibt, noch recht eng zu. Gerne würde Peter Liebers zum Ende seiner Karriere und nach langer Verletzungspause seinen zweiten Olympiastart nach Rang acht 2014 in Sotschi klarmachen. Doch sein Stadtrivale und Titelverteidiger Paul Fentz ist dem Berliner dicht auf den Fersen.

Bei den Frauen könnte die Essenerin Nicole Schott schon mal anfangen, die Koffer zu packen. Ihr Vorsprung auf Konkurrentin Lea-Jonna Dastich ist beruhigend groß, und Titelverteidigerin Nathalie Weinzierl aus Mannheim musste verletzungsbedingt passen.

Auch im Eistanz stehen die letzten und entscheidenden Schritte Richtung Olympia noch aus. Die Oberstdorfer Kavita Lorenz und Joti Polizoakis sicherten der DEU zwar im September den Startplatz, müssen diesen aber noch gegen die Dortmunder Katharina Müller und Tim Dieck verteidigen.

Die hessischen Athleten sollen ihren Vorbildern dabei genau über die Schulter schauen. Zu diesem Zweck, quasi zum Lernen und zur Motivation, haben die Vertreter aus zehn Vereinen die Titelkämpfe gemeinsam nach Frankfurt geholt.

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