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Kickers Offenbach: Von der Schulbank auf die Trainerbank:der neue OFC-Trainer Daniel Steuernagel

Was seit Wochen die Spatzen von den Dächern pfiffen, ist seit gestern offiziell: Der neue Trainer des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach heißt Daniel Steuernagel.
Der Neue für den Kultverein: Daniel Steuernagel ist jetzt Cheftrainer von Kickers Offenbach. Foto: Jan Huebner/Scheiber (imago sportfotodienst) Der Neue für den Kultverein: Daniel Steuernagel ist jetzt Cheftrainer von Kickers Offenbach.
Offenbach. 

Der Neue ist 38 Jahre jung: Daniel Steuernagel unterschrieb beim Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach einen Vertrag bis 30. Juni 2020. Er bekommt noch Co-Trainer zur Seite gestellt, zudem soll auf Honorarbasis ein Athletik-Trainer verpflichtet werden. „Nach der Niederlage in Saarbrücken stand fest, dass das aktuelle Trainerteam nicht fähig sein würde, uns weiter voran zu bringen und dass der Vertrag mit Oliver Reck nicht verlängert wird. Da haben wir die intensive Suche nach einem Nachfolger gestartet“, berichtete Geschäftsführer Christopher Fiori. Die Analyse der abgelaufenen Saison habe laut Sportdirektor Sead Mehic ergeben, dass der Misserfolg nicht am Etat lag, auch wenn der mit 1,3 Millionen nur ein Drittel des Etats der Saarbrücker betrug. „In der Mannschaft steckt viel Qualität. 16 Spieler haben schon Verträge für die kommende Saison, die Kontinuität ist also gewährleistet. Nun galt es, den passenden Mann für die Kommandobrücke zu finden“, sagte Mehic.

Fünf Kandidaten

Die Anforderungen: Der neue Mann sollte jung sein und erfahren im Aufstiegskampf, zudem ein Kenner der Regionalliga und der OFC-Mannschaft. Und er müsse sich mit der Philosophie des Vereins identifizieren. Dem hätten fünf Kandidaten entsprochen, mit drei davon seien Gespräche geführt worden.

Schnell habe sich kristallisiert, dass Daniel Steuernagel dem Anforderungsprofil perfekt entspricht. Mehic war der neue Mann nicht unbekannt. Schließlich hatte er von ihm im September 2013 das Traineramt beim Verbandsligisten SSV Lindheim (Wetteraukreis) übernommen. Schon die ersten Gespräche hätten gezeigt, dass sich der Kandidat und die Vereinsführung verstehen. „Ich sah sofort große Schnittmengen“, sagte Steuernagel. „Man muss im Verein etwas bewegen können. Ich bin ein Freund davon, Ziele klar zu formulieren. Ich spürte gleich, dass wir bezüglich des Kaders, der Ziele, des Trainings und der Art Fußball zu spielen einer Meinung waren.“

So wurde man sich schnell einig. Steuernagel bringt die Empfehlung von fünf Aufstiegen mit. Der in Laubach bei Gießen geborene Grundschullehrer war in den letzten 18 Jahren Trainer bei Viktoria Nidda, dem SSV Lindheim und bei Teutonia Watzenborn-Steinberg, die er zwischen 2014 und 2016 aus der Verbands- in die Regionalliga führte. Dort trat er nach nur wenigen Spielen wegen der beruflichen Doppelbelastung, die im bezahlten Fußball nicht unter einen Hut zu bringen war, zurück.

Jetzt hat er sich entschieden, vom Fußball zu leben. 2017 gab er seinen Lehrer-Beruf auf, hospitierte acht Wochen lang bei Eintracht-Trainer Niko Kovac. Im März schloss er den Fußballlehrer-Lehrgang des DFB ab. „Die dort gewonnenen Erkenntnisse werden für mich sicher nützlich sein“, sagt Steuernagel, der auch gleich seine Fußball-Philosophie preisgab. „Wir müssen attraktiv mit viel Tempo und Emotionen spielen, die Fans begeistern. Das Spiel muss zielgerichtet am Ballbesitz orientiert sein, wichtig ist aggressiv gegen den Ball zu spielen. Das Spiel ist nicht nur Technik und Taktik, sondern auch eine gesunde Ernährung und vor allem Athletik. Die Fitness ist die Grundvoraussetzung für den Erfolg.“ Also gibt es heute und morgen gleich Laktattests und danach Hausaufgaben für die Spieler, die bis zum 17. Juni Urlaub haben.

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