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FC Bayern München: Vor dem Umbruch

Spieler wie Kapitän Lahm und Xabi Alonso, die im Sommer aufhören, sind nur schwer zu ersetzen – auch für die Bayern.
Enttäuscht: Franck Ribery nach dem Schlusspfiff. Foto: Andreas Gebert Enttäuscht: Franck Ribery nach dem Schlusspfiff. Foto: Andreas Gebert
Madrid/München. 

Philipp Lahm hatte schon vor Monaten festgestellt, dass bei Bayern München „einige Spieler in einem Alter sind, wo man nicht mehr lange auf diesem Niveau Fußball spielen kann“. Deswegen werde irgendwann „ganz klar ein Umbruch anstehen“. Darauf müsse sich der Rekordmeister vorbereiten. Präsident Uli Hoeneß sprach von einer „Umbruchphase, die muss man halt hinbekommen“.

Doch genau diese Phase gestaltet sich nicht ganz so einfach. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge betonte zwar am Rande der Champions-League-Partie bei Real Madrid am Dienstag (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet), der Club sei da „geduldig genug“. Doch Spieler wie Kapitän Lahm und Xabi Alonso, die im Sommer ihre Karrieren beenden werden, sind nur schwer zu ersetzen. Auch die Nachfolge für die beiden Superstars Arjen Robben und Franck Ribéry, die ihre Verträge unlängst noch einmal um ein Jahr bis 2018 verlängert hatten, erweist sich als problematisch.

Douglas Costa hat nach fulminantem Start in München zuletzt nicht mehr den Beweis antreten können, ein geeigneter Ersatz für „Robbéry“ zu sein. Auch Kingsley Coman ist weit davon entfernt, darf aber jüngsten Aussagen von Rummenigge zufolge bleiben. Bis Ende April müssten die Bayern die Option in Höhe von 21 Millionen Euro für den von Juventus Turin ausgeliehenen 20-Jährigen ziehen.

Doch schon länger halten sich Gerüchte, dass die Münchner für die Außenpositionen auch den Leverkusener Julian Brandt und den Bremer Serge Gnabry im Visier haben.

Für Lahm soll künftig Joshua Kimmich wie in der Nationalmannschaft auf rechts verteidigen. Man habe „Großes“ mit Kimmich vor, hatte Rummenigge zuletzt angekündigt, „er wird, das ist ziemlich klar, Nachfolger von Philipp Lahm. Und ich weiß nicht, ob Philipp in dem Alter schon so weit war“.

Einziges Problem: Kimmich selbst sieht sich eher im zentralen Mittelfeld. Alternativen sind Rafinha (31) – und Sommerzugang Sebastian Rudy. Der spielt aber ebenfalls lieber weiter vorne – dort, wo derzeit noch Alonso die Fäden zieht. Doch Rudy, der von Hoffenheim kommt, wird von Rummenigge und Hoeneß gar nicht genannt, wenn es um die künftige Alonso-Rolle geht. Hoeneß will, dass ein anderer ins Mittelfeld rückt. „In der Abwehr haben wir Mats Hummels, Jerome Boateng und Niklas Süle in Zukunft – dann kann Javi Martínez ins Mittelfeld“, sagte er zuletzt.

Es bleibt also abzuwarten, ob die Bayern ihrem vorhandenen Personal vertrauen oder im Sommer noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden. Immerhin hat der Rekordmeister schon einige Weichen für die Zukunft gestellt. In Manuel Neuer, David Alaba, Jerome Boateng, Mats Hummels, Martínez, Sanches, Thomas Müller und Robert Lewandowski sind acht Spieler aus dem aktuellen Kader bis 2021 an den Verein gebunden, Thiago soll folgen. Bis 2020 laufen die Verträge von Kimmich, Costa und Rudy. Das Arbeitspapier von Süle, der für 25 Millionen aus Hoffenheim kommt, ist sogar bis 2022 datiert.

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