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Tennis: Vorteil Niemeier

Von Als Tennis-Spieler ist Alexander Waske seit fünf Jahren nicht mehr aktiv. Bei den US Open in New York ist der ehemalige Daviscupspieler aus Frankfurt dennoch dabei. Als Coach und Betreuer seiner Schützlinge aus der Waske Tennis-Akademie.
Letztmals schlägt sie bei den US Open im Juniorinnen-Wettbewerb auf: Jule Niemeier. Foto: Juergen Hasenkopf (imago sportfotodienst) Letztmals schlägt sie bei den US Open im Juniorinnen-Wettbewerb auf: Jule Niemeier.
New York. 

Alexander Waske hat bei den am Montag beginnenden US-Open drei heiße Eisen im Feuer. Andrea Petkovic, die Wimbledon- und French Open-Achtelfinalistin Petra Martic aus Kroatien, sowie den Doppel-Spezialisten Philipp Petzschner. Zwei, drei weitere Spieler aus der in Offenbach seit 2010 beheimateten Akademie versuchen, sich durch die Qualifikation in das Hauptfeld zu spielen.

Den längsten Verbleib im Wettbewerb traut Alexander Waske einer Juniorin zu: Die in der Damen-Regionalliga Südwest für den TC Bad Vilbel spielende Jule Niemeier ist als bestplatzierte Deutsche die Nummer 33 der Juniorinnen-Weltrangliste. In Wimbledon erreichte sie im Juniorinnen-Einzel die Runde der besten 32 und im Doppel das Viertelfinale – exakt die gleichen Platzierungen wie bei den Australian Open im Januar. Die gerade 18 Jahre alt gewordene Internationale Deutsche Junioren-Meisterin kam erst gestern vom Turnier in Washington (Aus im Achtelfinale) nach New York, gemeinsam mit Coach Bastian Suwanprateep, einem der Trainer der Waske Tennis-Akademie. „Die langfristige Betreuung unserer Spieler ist uns für den nachhaltigen Erfolg besonders wichtig. Nicht nur während des Trainings daheim. Bei den Turnieren stehen den Akademie-Spielern unsere Trainer als Berater, Coaches und Unterstützer bei“, erklärt Alexander Waske, der mit dem Sportlichen Leiter der Akademie, Sascha Nensel, ebenfalls in New York ist, um seine Schützlinge zu betreuen.

Petkovic führt ein Quartett im Hauptfeld an

Vier Spieler aus der Waske Akademie werden im Hauptfeld der US Open zu sehen sein. Der vom Chef persönlich betreute Japaner Tatsuma Ito ohne Ambitionen.

clearing

Jule Niemeier trainiert im dritten Jahr in der Tennis-Akademie. Sie gilt als eine der größten Hoffnungen im deutschen Nachwuchs. 2011 wurde die gebürtige Dortmunderin Deutsche U 12-Meisterin. 2015 traf sie bei einem Turnier in Nürnberg Alex Waske, der ihr nach einer gemeinsamen Trainingseinheit anbot, bei ihm in Offenbach vorbeizukommen. Einen Monat später war sie fest dabei. In Offenbach profitiert sie nach eigenen Angaben nicht nur von dem Training mit den Ausbildern, sondern auch von den Trainingsspielen mit Profis wie Petzschner oder Petkovic. „Wenn man sie privat kennt, merkt man, dass sie sehr bodenständig und super nett sind“, sagt Jule Niemeier. Bald schon feierte sie mit den Turniersiegen in Berlin, beim Weltranglistenturnier in Offenbach sowie bei den Deutschen U 16-Meisterschaften ihre ersten großen Triumphe im Doppel. „Jule ist sehr talentiert, hat einen starken Aufschlag, eine schnelle Vorhand und verfügt über ein sehr gutes Netzspiel. Dank der intensiven Arbeit mit unserem Athletik-Coach Daniel Beck hat sich ihre Fitness stark verbessert. Ich traue ihr schon den baldigen Durchbruch im Damen-Bereich zu“, sagt Alexander Waske über Niemeier, die ein großer Fan von Borussia Dortmund ist.

Der Sprung zu den Damen steht unmittelbar bevor. „Die US Open sind mein letztes Turnier bei den Junioren. Dann starte ich ausschließlich bei den Damen“, sagt Niemeier, die in New York auf einen erfolgreichen Abschluss ihrer Junioren-Karriere hofft.

Im Damen-Bereich ist sie nicht ganz ohne Erfahrung. 2016 in der Hessenliga für den Offenbacher TC sowie in diesem Jahr in der Regionalliga im Team des TC Bad Vilbel, jeweils an Position zwei, gewann sie bis auf ein Match alle Spiele. „Ich hoffe, der Sprung gelingt mir schnell. In zwei, drei Jahren würde ich gern die Grand Slams bei den Damen erfolgreich bestreiten. Mein Traum? Irgendwann ganz oben zu stehen, in Richtung Top Ten der Welt.“ Bis dahin will sie auf alle Fälle im nächsten Jahr ihr Abitur machen. Das sei wichtig, um im Falle einer Verletzung und eines frühen Karriereendes eine zweite Option zu haben. „Klar denke ich so etwas nicht. Ich konzentriere mich in erster Linie auf Tennis. Will auch den Schritt zu den Profis wagen. Aber wenn man sein Abitur hat, ist es einfacher“, sagte sie in einem Interview mit einem Fachmagazin vor den US Open.

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