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Volleyball: Weltliga: Gelungener Auftritt der jungen Wilden

Von Stell dir vor: Es ist Weltliga – und keiner geht hin. Knapp 1000 Zuschauer verloren sich beim 3:0 (25:17, 25:16, 25:22)-Auftaktsieg der deutschen Volleyballer gegen Kasachstan in der leer wirkenden Frankfurter Ballsporthalle. Im direkt daneben liegenden Silo-Bad war es wesentlich voller.
Blau und weiß – nicht nur die Farben Kasachstans, sondern auch die Farben der Sitzschalen – überwiegt in der Halle. Foto: Wuechner / Eibner-Pressefoto (imago sportfotodienst) Blau und weiß – nicht nur die Farben Kasachstans, sondern auch die Farben der Sitzschalen – überwiegt in der Halle.
Frankfurt. 

Die jungen Wilden – die deutsche Auswahl zählte im Schnitt nur 21,3 Lenze – sorgten für ein Spektakel in der Halle. Ehrlicherweise muss man aber auch sagen, dass Kasachstan nicht mehr als ein guter Aufbaugegner war. Zu viele Fehler machten die Kasachen, zu leicht kamen die vom (noch) Frankfurter Jan Zimmermann sehr gut in Szene gesetzten deutschen Angreifer durch. Dem Steller wurde die Aufgabe durch die gute Annahme erleichtert, in der vor allem der künftig für die United Volleys Rhein-Main spielende 19-jährige Libero Julian Zenger sehr konstant agierte. Beste Angreifer waren die im italienischen Monza spielenden Routiniers Christian Fromm (26) und Simon Hirsch (25). Gut in Szene setzen konnte sich auch der erst 18-jährige Frankfurter Tobias Krick. „Er ist ein Riesen-Talent, der internationale Erfahrungen sammeln muss. Ich war mit ihm zufrieden“, sagte Bundestrainer Andrea Giani. Für Krick selbst war es ein großes Erlebnis. In seinem sechsten Länderspiel stand er vor den Augen seiner Familie und Freunde zum ersten Mal in der Startformation. „In der WM-Quali wurde ich immer nur kurz eingewechselt. Klar war ich nervös. Aber mit den ersten Bällen hat es sich gelegt.“ Krick fühlt sich im Kreis der Nationalmannschaft wohl. „Ich wurde von allen sofort toll aufgenommen. Es ist etwas Besonderes, neben den besten deutschen Spielern auf dem Feld zu stehen. Erleichtert hat es mir, dass ich schon zwei Jahre lang mit Jan Zimmermann eingespielt bin.“

Aufmerksamster Beobachter war Österreichs Trainer Michael Warm, der mit seinem Team heute um 18 Uhr auf Krick und Co. trifft. Für ihn war der Platz auf der Tribüne ungewöhnlich. Sonst tigert er in der Halle als Coach der United Volleys an der Seitenauslinie hoch und runter. Entsprechend stolz war er, dass viele Akteure aus seinem Bundesligateam im deutschen Weltliga-Aufgebot stehen. „Julian Zenger hat richtig stark gespielt. Ich halte ihn trotz seiner Jugend schon für einen der besten Libero in der Bundesliga.“ Gefallen hat Warm auch sein zweiter Youngster. „Tobi Krick hat kein Alibi-Volleyball gespielt, sondern mutig angegriffen und wie in der Bundesliga stark geblockt.“

Für die Leistung der Deutschen fand Warm nur lobende Worte. „Sie haben sehr konzentriert und diszipliniert gespielt. Ich hoffe, wir können bestehen, es wird aber schwer. Unser Nachteil ist, dass das erste Spiel gegen Venezuela ausfiel und wir so zum ersten Mal spielen werden.“ Die Südamerikaner waren, während die deutsche Partie lief, noch hoch über den Wolken. Nachdem sie die vorgesehene Maschine verpasst hatten, trafen sie erst am Abend ein und werden heute um 15 Uhr gegen Kasachstan erstmals auftreten.

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