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Fußball: Werder Bremen holt mal wieder Pizarro zurück

Werder sorgt auf dem Transfermarkt wieder für eine Überraschung. Torjäger Pizarro soll Tore schießen und die jungen Spieler führen.
Streift sich erneut das Werder-Trikot rüber: Claudio Pizarro. Foto: Carmen Jaspersen Streift sich erneut das Werder-Trikot rüber: Claudio Pizarro.
Bremen. 

Werder Bremen und Claudio Pizarro können einfach nicht voneinander lassen. Zum fünften Mal nach 1999, 2008, 2009 und 2015 melden die Hanseaten den 39 Jahre alten Peruaner als Neuverpflichtung.

„Ich fühle mich hier wie zu Hause”, sagte der Stürmer nach der Transferüberraschung: „Es ist das Beste, was mir passieren kann.” Der derzeit mit 192 Toren beste ausländische Torjäger der Bundesliga-Geschichte unterschrieb am Sonntag laut Club-Mitteilung einen „leistungsbezogenen Vertrag”. Bereits am Freitag sorgte der Club mit der 15-Millionen-Euro-Verpflichtung von Davy Klaassen für Aufsehen.

Pizarro ist in Bremen eine Ikone. Bislang erzielte der Südamerikaner in 271 Pflichtspielen 144 Treffer für die Hanseaten. Mit 104 Bundesliga-Toren ist er zudem Werders Rekordschütze. „Ich freue mich sehr, hier noch mal die Chance zu erhalten, mich ins Team einzubringen, um bei dem Club meine Karriere zu beenden, bei dem sie in Europa angefangen hat”, erklärte der Stürmer.

1999 kam der damals 20-Jährige von Alianza Lima an die Weser. Dorthin kehrte er nach Stationen FC Bayern München (2x), FC Chelsea und zuletzt 1. FC Köln immer wieder zurück.

Sportlich steht dennoch ein Fragezeichen hinter Pizarro. Für Werder traf der zuletzt verletzungsanfällige Routinier in der Saison 2016/17 in 19 Spielen nur einmal. Danach erhielt er keinen neuen Vertrag und war einige Monate ohne Club.

Auch sein Gastspiel beim 1. FC Köln in der vergangenen Spielzeit war nicht von Erfolg gekrönt: 16 Partien, nur ein Tor. „Sportlich ergibt die Rückhol-Aktion durchaus Sinn”, sagte Werder-Trainer Florian Kohfeldt trotzdem. „Claudio weiß, dass er nicht zwangsläufig ein Startelf-Kandidat sein wird. Aber er wird einen Effekt in der Kabine haben und mit seiner extrem positiven Energie, seiner Überzeugung und seinem Erfolgshunger dieser Mannschaft gut tun.”

Auch Pizarro weiß, dass er seine „Erfahrungen weitergeben” soll. Doch begnügen will er sich damit auf keinen Fall. „Ich will nicht verschweigen, dass ich auch zurückkomme, um Tore zu schießen”, betonte der Bremer Publikumsliebling. Der Coach ergänzte: „Seine Fähigkeiten sind unbenommen. Und er ergänzt vom Typ her unsere Alternativen im Sturmzentrum. Claudio ist eine Legende, und er wird seine Momente in dieser Saison bekommen.”

Der Kontakt zwischen Werder und Pizarro bestand laut Manager Frank Baumann bereits seit einigen Wochen. „Sowohl er als auch wir drückten den Wunsch aus, dass er seine aktive Karriere hier in Bremen, hier im Weser-Stadion beendet”, erklärte Baumann, der drei Jahre mit dem Rückkehrer für Werder spielte. „Wir haben diese Gedanken intensiv durchgespielt, wir haben den Rahmen vorgegeben und dann beschlossen, einmal mehr mit Claudio in eine Saison zu starten.”

(Von Tobias Brinkmann, dpa)

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