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FSV Frankfurt: Wie ein Fels in der Brandung

Von Abwehrchef und als Kapitän auch der verlängerte Arm von Cheftrainer Alex Conrad: Alban Sabah hat seinen Wechsel zum Fußball-Regionalligisten FSV Frankfurt nicht bereut.
Alban Sabah Foto: Peter Hartenfelser (Peter Hartenfelser) Alban Sabah
Frankfurt. 

Als Alexander Conrad im Frühsommer des vergangenen Jahres die schwierige Aufgabe übernommen hatte, beim gerade aus der Dritten Liga abgestiegenen FSV Frankfurt den sportlichen Neuaufbau einzuleiten, war der Fußball-Lehrer bei der Suche nach neuen Spielern auch auf Alban Sabah gestoßen. Conrad kannte zwar das Profil des Innenverteidigers, beschäftigte sich aber zunächst nicht mit einer Verpflichtung des beim FC Schalke 04 ausgebildeten Spielers, weil er vornehmlich Fußballer mit einem Bezug zur Region zu dem langjährigen Zweitligisten lotsen wollte. Dann aber kam die Liebe ins Spiel. Conrad erfuhr nämlich, dass die Freundin von Sabah, der zuletzt bei den Sportfreunden Siegen (Regionalliga West) gespielt hatte, in Dietzenbach vor den Toren Frankfurts lebt. Und schon war der regionale Bezug hergestellt. Der FSV Frankfurt stattete den wuchtigen und äußerst kopfballstarken Mann für die Defensive – 189 Zentimeter groß und 93 Kilogramm schwer – mit einem Vertrag bis zum Saisonende aus. Und Conrad beförderte ihn gleich noch zum Kapitän seiner jungen und völlig neu zusammengestellten Mannschaft.

Eine Partnerschaft, die sich für beide Seiten bislang ausgezahlt hat. „Der Wechsel war genau der richtige Schritt für mich, ich fühle mich beim FSV Frankfurt sehr wohl“, sagt Sabah, der nach seiner Schalker Zeit unter anderem bei Dynamo Dresden und Waldhof Mannheim unter Vertrag stand. Und auch sein sportlicher Vorgesetzter hat es nicht bereut, den 25-Jährigen, der sich zum unumstrittenen Abwehrchef entwickelt hat, zu verpflichten. „Er ist wie ein Fels in der Brandung und ein absoluter Leader. Auch abseits des Platzes. Er holt die Jungs immer runter, wenn es nötig ist“, lobt Conrad seinen Kapitän, der in dem jungen Team des Drittligaabsteigers ganz offensichtlich das Sagen hat.

Dabei stand die Saison für Sabah, der in dem westafrikanischen Land Togo das Licht der Welt erblickte, aber auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, unter keinem guten Stern. Gleich im ersten Punktspiel beim Bundesliganachwuchs des FSV Mainz 05 zog er sich eine schwere Verletzung zu. Der Riss des Syndesmosebandes im rechten Fuß setzte Sabah für knapp drei Monate außer Gefecht, und den Bornheimern fehlte in dieser Zeit eine wichtige Stütze in der Defensive. Erst im November, beim 2:0-Heimsieg über Völklingen, jetzt am kommenden Samstag Gastgeber des FSV Frankfurt, wurde Sabah kurz vor Schluss eingewechselt.

Nach der Vorbereitung während der Winterpause („Die war ganz wichtig für mich“) hatte Sabah dann auch seine körperlichen Defizite aufgearbeitet. Fortan bildete er überwiegend mit Nestor Djengoue an seiner Seite eine stabile Abwehrzentrale, die großen Anteil am Aufschwung der Frankfurter in der Rückrunde hatte. Ganz nebenbei hat Sabah, der sieben Länderspiele für die deutsche U 18-Nationalmannschaft sowie zwei Begegnungen für die Auswahl Togos bestritt, auch noch drei Treffer, allesamt per Kopf, für die Bornheimer erzielt.

Zuletzt traf er beim 1:1 am vergangenen Samstag gegen Elversberg und bescherte den Verantwortlichen des FSV Frankfurt ein weiteres Stück Planungssicherheit. Denn mit dem Punktgewinn gegen die Saarländer ist den Bornheimern der Klassenerhalt kaum noch zu nehmen. Mit Sabah wurde schon über eine Verlängerung seines Vertrages geredet. „Es waren gute Gespräche, der FSV Frankfurt ist mein erster Ansprechpartner“, sagt der Kapitän des Regionalligisten. Er scheint nicht abgeneigt zu sein, weiter an Bord zu bleiben.

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