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Wettkampf gestrichen: Wind verhindert auch Olympia-Riesenslalom der Damen

Auch das erste olympische Ski-Rennen der Damen ist dem Sturm zum Opfer gefallen. Der Riesenslalom um Favoritin Rebensburg wurde auf Donnerstag verschoben und findet damit am selben Tag statt wie die Herren-Abfahrt. Für das deutsche Team wird es intensiv.
Auch der Riesenslalom der Damen ist wegen starken Winds abgesagt worden. Foto: Michael Probst Auch der Riesenslalom der Damen ist wegen starken Winds abgesagt worden.
Pyeongchang. 

Der anhaltend heftige Wind hat die Skirennfahrer bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang vorerst um ihren nächsten Wettkampf gebracht. Wie schon die Herren-Abfahrt musste auch der Damen-Riesenslalom mit Gold-Favoritin Viktoria Rebensburg verschoben werden.

Als Ersatztermin setzten die Organisatoren den Donnerstag fest, an dem es nun zu zwei Rennen kommt: Zwischen den zwei Riesentorlauf-Durchgängen soll nämlich die Abfahrt stattfinden. „So macht Rennen fahren keinen Sinn”, sagte Rebensburg der Deutschen Presse-Agentur nach der Absage. „Es sind Olympische Spiele, da ist es wichtig, dass die Verhältnisse fair sind und kein Gambling.”

Die beste deutsche Skirennfahrerin hat nun drei weitere Tage, um sich auf ihren ersten Auftritt vorzubereiten. Einen Trainingsplan wollte sie mit Chefcoach Jürgen Graller im Laufe des Tages ausarbeiten. „Wir haben ein bisschen Zeit gewonnen”, sagte Graller. „Zu viel trainieren ist auch nicht gut, weil es brutal viel Energie kostet. Ich glaube, dass die Vicky gut vorbereitet ist und das im Griff hat.”

Am Donnerstag steht ein intensiver Ski-Tag an, vor allem für das deutsche Team, finden doch die beiden wichtigsten Rennen im Kampf um Medaillen binnen weniger Stunden statt. Um 01.30 Uhr MEZ (09.30 Uhr Ortszeit) ist der erste Durchgang des Riesenslaloms geplant, um 03.00 Uhr MEZ (11.00 Uhr Ortszeit) dann die Abfahrt der Herren und um 05.15 Uhr MEZ (13.15 Uhr Ortszeit) das Finale im Riesentorlauf.

Den Olympia-Auftakt bestreiten damit nun am Dienstag die Herren mit der Alpinen Kombination (3.30/7.00 Uhr MEZ), sollte der Wind eine Abfahrt zulassen. Für die Frauen steht tags darauf der Slalom an.

Die Verschiebung der olympischen Herren-Abfahrt und des Damen-Riesenslaloms auf Donnerstag beunruhigt das Internationale Olympische Komitee derzeit nicht. „Es ist noch genügend Zeit. Alle Wettbewerbe lassen sich abwickeln”, sagte IOC-Sprecher Mark Adams in Pyeongchang. „Es wäre verfrüht, über eine mögliche Verlängerung der Spiele zu sprechen.”

Adams sprach davon, dass bei den Winterspielen 1998 in Nagano die Herren-Abfahrt „fünf Minuten vor der Schlussfeier stattfand”. Tatsächlich wurde das Rennen um fünf Tage verschoben und neun Tage vor Ende der Spiele in Japan gestartet. Insgesamt fanden vor 20 Jahren sieben Rennen wegen des Wetters an einem anderen Tag als zunächst geplant statt.

Laut Wettervorhersage wird der starke Wind noch bis Mittwoch anhalten. Über einen Zeitraum von mehr als drei Tagen lasse sich der Wind aber nicht prognostizieren, sagte Sung Baik You, der Sprecher des Organisationskomitees.

(dpa)

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