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Zum Handkäs’ nach Wiesbaden

Nico Rosberg wird in Wiesbaden mit einem Empfang geehrt. Die Hessen hielten seine Kontaktaufnahme über Facebook zunächst für eine Fälschung.
Erster PR-Termin als Weltmeister: Nico Rosberg gestern in Kuala Lumpur. Foto: Ahmad Yusni (EPA) Erster PR-Termin als Weltmeister: Nico Rosberg gestern in Kuala Lumpur.
Kuala Lumpur. 

Nico Rosberg lud sich einfach selbst nach Wiesbaden ein. Der Empfang des neuen Formel-1-Weltmeisters an diesem Mittwoch (9.30 Uhr) in seiner Geburtsstadt hat mit einer gehörigen Portion Eigeninitiative zu tun. Ich würde gerne „bei Ihnen im Rathaus auf einen Handkäs mit Musik vorbeikommen. Mit meiner Familie. Geht das?“, schrieb Rosberg gestern den Oberbürgermeister seiner Geburtsstadt bei Facebook an.

In Hessen reagierte man erst einmal mit Skepsis. „Nico hat soeben mit dem Protokoll telefoniert, sie wollten wissen, ob es sich um einen Fake handelt“, schrieb Rosbergs Manager bei Twitter. Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) hakte dann aber nach. „Lieber Nico Rosberg, bitte um pn (persönliche Nachricht), damit wir etwas ausmachen können. Ich freue mich. LG.“

Nach seiner Krönungsfahrt am Sonntag in Abu Dhabi kommt der dritte deutsche Formel-1-Weltmeister nach Michael Schumacher und Sebastian Vettel also erstmals nach Deutschland.

Unter riesigem Beifall absolvierte Rosberg gestern zunächst in Malaysia seine ersten PR-Auftritte als neuer Champion. „Ich fürchte, ich hatte nicht genug Schlaf“, meinte er schmunzelnd vor frenetischen Mitarbeitern bei Titelsponsor Petronas in Kuala Lumpur. Mit Ausdauer gab Rosberg, dem eine wilde Partynacht nach dem Titelgewinn in den Knochen steckte, aber Interviews und posierte immer wieder geduldig für Fotos.

Im 206. Grand Prix seiner Karriere hatte der nach zwei bitteren WM-Niederlagen gegen seinen Mercedes-Kontrahenten Lewis Hamilton gereifte 31-Jährige endlich sein Ziel erreicht. „Es ist besonders, ihn jetzt zu schlagen, weil das Niveau so hoch war. Ich habe gegen ihn die Weltmeisterschaft gewonnen, es war ein phänomenales Jahr“, sagte Rosberg bewegt. Es werde sicher einige Tage dauern, bis er die Ausmaße dieses Triumphs wirklich verarbeiten könne.

Lange Ehrenrunden

An Durchschnaufen ist bei Rosbergs engem Terminkalender erst mal nicht zu denken. Der Weltmeister geht auf seine langen Ehrenrunden. „Ich werde über die nächsten zwei oder drei Wochen keinen Tag zum Entspannen haben, das wird ziemlich verrückt“, sagte der Sohn des finnischen Formel-1-Weltmeisters Keke Rosberg.

Am Freitag erhält der in Monaco und auf Ibiza aufgewachsene Rosberg bei der Saisonabschluss-Gala des Internationalen Automobilverbands FIA in Wien den WM-Pokal. Ein Eintrag ins Goldene Buch der Landeshauptstadt ist mit dem Empfang in Wiesbaden indes nicht verbunden. Rosberg hatte sich hier bereits 2012 verewigt.

Hamilton setzte sich derweil gestern wieder hinters Steuer seines Formel-1-Dienstwagens. Der dreimalige Weltmeister absolvierte in Abu Dhabi Reifentests.

(dpa)
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