2:0 in Hamburg - Lakic mit Doppelpack

Der Hamburger SV wollte mit dem fünften Heimsieg in Serie zum oberen Tabellendrittel aufschließen. Stattdessen untermauerte Eintracht Frankfurt mit einem Auswärtserfolg seinen vierten Platz. Bester Mann war Neuzugang Lakic mit zwei Treffern.
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Hamburg. 

Winter-Neuzugang Srdjan Lakic hat Eintracht Frankfurt vier Tage nach seiner Verpflichtung auf Champions-League-Kurs geschossen. Nach zuvor 1083 Bundesliga-Minuten ohne Treffer sorgte der frühere Stürmer des VfL Wolfsburg mit einem Doppelpack (22./36. Minute) für den 2:0 (2:0)-Sieg der Hessen beim Hamburger SV. Mit nun 36 Punkten festigte die Eintracht am Samstagabend Platz vier in der Tabelle. In Hamburg hatte Frankfurt zuletzt vor 14 Jahren gewonnen. Für Trainer Armin Veh war es die erstmalige Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte.

«Ich genieße einfach den Moment, natürlich bin ich glücklich, dass alles so angefangen hat. Wir haben gewonnen, ich habe zwei Tore geschossen, alles ist super», sagte Lakic. «Ich will einfach nach vorne schauen, die Vergangenheit ist nicht mehr wichtig. Hier herrscht eine sehr gute Atmosphäre, wir werden versuchen, weiter so erfolgreich zu spielen.»

HSV bleibt blass

Beim Überraschungsteam aus Frankfurt kam der Wolfsburger Zugang Lakic für Karim Matmour im Angriff zum Zug. Sebastian Jung durfte nach überstandener Grippe für Stefano Celozzi beginnen. Lakic zeigte schon nach sieben Minuten seine Torgefährlichkeit, als ein Kopfball nur ganz knapp am Gehäuse von René Adler vorbeiging. Genau richtig stand der Kroate, als er nach einem Angriff über Jung und Stefan Aigner den Ball über die Linie drücken konnte. Seit der Saison 2010/2011 hatte er nicht mehr getroffen.


«Es ist schwer für ihn, er hat jetzt drei Einheiten mit uns mitgemacht. Ich weiß schon, dass er normalerweise mehr Zeit braucht, um Dinge zu automatisieren und die Laufwege auch zu kennen. Ein gewisses Risiko ist das natürlich, aber das Risiko gehe ich gerne ein», sagte Frankfurts Coach Armin Veh vor der Partie dem Pay-TV-Sender Sky.

Risiko zahlt sich aus

Das Risiko zahlte sich aus, zumal es so wirkte, als habe er die Laufwege mit seinen Mitspielern schon länger geübt. Wieder war es Aigner, der ihm beim zweiten Treffer mit einer langen Flanke auflegte. Lakic traf mit einem Kopfballaufsetzer. Adler war ohne Chance, konnte sich aber nur drei Minuten später auszeichnen, als der zweimalige Vorlagengeber Aigner es einmal selbst versuchte.

Seine erste Möglichkeit hatte der blasse HSV, der aus seinen Spielvorteilen vor 52 523 Zuschauern zunächst kein Kapital schlagen konnte, durch seinen treffsichersten Torjäger. Artjoms Rudnevs' (26.) Schuss landete aber in den Armen von Kevin Trapp. Die beste Möglichkeit vergab Tolgay Arslan (45.), der den Vorzug vor Per Skjelbred erhalten hatte, als er vor dem gegnerischen Tor Rudnevs anschoss. Schon nach wenigen Minuten hatte Milan Badelj die fünfte Gelbe Karte erhalten und fehlt den Hanseaten am kommenden Wochenende bei Borussia Dortmund.

«Frankfurt hat eine starke erste Hälfte gespielt. Wir haben viel zu wenig investiert in der ersten Halbzeit», kritisierte Hamburgs Heiko Westermann und vermisste «grundlegende Dinge» wie Laufbereitschaft.

Trapp ausgezeichnet

Fink wechselte nach der Pause zwar den offensiven Maximilian Beister für Arslan und Tomas Rincon für Badelj ein, das Spiel machten aber zunächst wieder die Gäste. Der frühere HSV-Spieler Alexander Meier traf sogar das Aluminium. Heung-Min Son fand nach einem Kopfball (51.) seinen Meister in Trapp, den den Ball über die Latte lenkte. Nationaltorhüter Adler verhinderte dann einen höheren Rückstand, als er sich in einen Schuss von Meier (54.) warf. Kurz vor Schluss parierte der Keeper mit der Fußsohle erneut stark gegen Meier (87.), auch sein Gegenüber Trapp zeichnete sich noch mehrfach aus.

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