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Eintracht Frankfurt: Abstiegskrimi: Die Eintracht rückt zusammen

Von Vor dem Keller-Duell gegen Hannover 96 werden Mannschaft und Fans in die Pflicht genommen. Alex Meier fällt weiter aus. Von einem Schicksalsspiel will Trainer Niko Kovac nicht sprechen.
Gruppenbild mit Trainer: Niko Kovac (Mitte) schwört die Eintracht auf die heutige Partie gegen Hannover ein. Foto: Christian Klein ( FotoKlein) Gruppenbild mit Trainer: Niko Kovac (Mitte) schwört die Eintracht auf die heutige Partie gegen Hannover ein.
Frankfurt. 

In diesen schwierigen Zeiten will Niko Kovac in jeder Beziehung wichtige Zeichen setzen. Die Worte Abstieg oder Abstiegskampf vermeidet der neue Trainer der Frankfurter Eintracht konsequent. Für ihn geht es darum, in der Fußball-Bundesliga „den Klassenerhalt zu schaffen“. Da ist es nur folgerichtig, dass Kovac auch mit dem „Abstiegsgespenst“, das vor dem heutigen Keller-Duell gegen Hannover 96 (18.30 Uhr) viele durch die Stadt spuken sehen, nichts zu tun haben will. „Abstiegsgespenst? Ich kenne nur das kleine Gespenst. Das Buch haben meine Frau und ich früher meiner Tochter vorgelesen“, berichtete der Trainer gestern. Und weiter: „Wichtig ist nur die Realität.“

Info: Schaaf freut sich auf seine Rückkehr und sortiert ...

Eintracht Frankfurt und Thomas Schaaf: Diese ohnehin schon bizarre Geschichte wird heute noch einmal um ein neues und spannendes Kapitel reicher.

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Aber die ist auch ohne Gespenster ziemlich beunruhigend. Kovacs Team, seit acht Spielen ohne Sieg, steht auf dem Relegationsplatz, nur ein Tor vom ersten Abstiegsrang entfernt und drei Punkte vom rettenden Ufer. Mit Hannover kommt heute der abgeschlagene Tabellenletzte, ausgerechnet mit Frankfurts Ex-Trainer Thomas Schaaf auf der Bank (lesen Sie dazu auch „Info“). Drei Punkte sind dringend nötig – da ist man geneigt, von einem Schicksalsspiel zu sprechen. Aber auch in diesem Punkt bevorzugt Niko Kovac die eigene Sprachregelung: „Es ist ein wichtiges Spiel. Wir wollen natürlich unbedingt gewinnen. Aber sollten wir das nicht schaffen, was ich nicht hoffe und nicht glaube, haben wir danach immer noch genug Spiele, um den Klassenerhalt zu schaffen. Hannover ist da in einer ganz anderen Situation.“

Vor Kovacs Heimpremiere hat die Eintracht unter dem Motto „Auf jetzt!“ eine Mobilisierungskampagne gestartet. Sie reicht bis hinein ins Stadion. Auswechselspieler, Betreuer- und Trainer-Team werden nicht wie üblich auf der linken Bank Platz nehmen, sondern auf der von der Haupttribüne aus gesehen rechten Bank.

„Da sind wir unseren Fans in der Kurve näher. Das ist ein Zeichen, ich erhoffe mir dadurch einen Impuls“, sagt Kovac: „Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo wir alle Kräfte bündeln müssen.“ Da kommen dann auch mal altbekannte fußballerische Weisheiten auf den Tisch: „Jeder muss sich für den anderen zerreißen. Wir müssen über den Kampf zum Spiel finden, und das geht nur, wenn wir auf dem Platz elf Freunde sind.“

Die Eintracht muss erneut auf den am Knie verletzten Torjäger Alexander Meier verzichten. „Er ist noch nicht so weit, dass er schmerzfrei trainieren kann. Deshalb werden wir auch kein Risiko eingehen“, sagt Kovac am Freitag. Mittelfeldspieler Slobodan Medojevic wird aufgrund von Achillessehnenproblemen ebenfalls ausfallen. Im Vergleich zur 0:3-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach kehren die genesenen Marc Stendera und Carlos Zambrano in die Mannschaft zurück. „Wir wollen das Publikum schnell auf unsere Seite ziehen“, kündigt der Trainer an. Dazu muss die Mannschaft aber endlich auch die lange vermisste Siegermentalität demonstrieren. „Siegen muss man lernen“, zitierte der ehemalige Leverkusener Profi Kovac gestern seinen damaligen Trainer Christoph Daum. Hoffentlich kein schlechtes Omen. Mit Daum ist die Eintracht 2011 zum letzten Mal abgestiegen.

Eintracht: Hradecky – Regäsel, Zambrano, Russ, Djakpa – Hasebe, Reinartz – Aigner, Stendera, Ben-Hatira – Seferovic.

Bilderstrecke Eintracht vs. Hannover: Faktencheck vor dem Abstiegskrimi
Showdown im Abstiegskampf für die Eintracht: Gegen Hannover 96 am Samstag (Anpfiff: 18.30 Uhr) müssen die Adler dringend drei Punkte einfahren, wenn sie nicht noch tiefer in den Abschiedsstrudel geraten wollen. Ob ein Blick in die Statistik der bisherigen Begegnungen beider Teams Hoffnung macht, verrät unser Fakten-Check.Wie oft standen sich die Eintracht und Hannover bereits gegenüber?<br><br>Insgesamt 53 Mal trafen die beiden Teams aufeinander. Das Foto zeigt den Hannoveraner Klaus Bohnsack im Zweikampf mit Jürgen Grabowski bei der Begegnung im April 1970.Wie sieht die Adler-Bilanz gegen die 96er aus?<br><br>Relativ ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für die Niedersachsen. Sprich: In 53 Spielen fuhr die Eintracht 16 Siege ein, trennte sich 17 mal Unentschieden und verließ 20 mal als Verlierer den Platz.
Bilderstrecke Schleudersitz: Die Eintracht-Trainer der letzten 25 Jahre
Sie kamen und sie gingen – und blieben oft nicht lange, wie Temperamentsbündel Christoph Daum (März bis Mai 2011): Die Rede ist von der langen Riege der Eintracht-Trainer in den letzten 25 Jahren. Wissen Sie noch, wie viele Coaches hinter der Bande standen? In unserer Fotostrecke zeigen wir Ihnen noch einmal die wackeren Herren auf dem Frankfurter "Schleudersitz." Zählen sie durch!Jörg Bergers erste Amtszeit bei der Eintracht beginnt am 02.01.1989 und endet am 13.04.1991. In der Saison 1990/91 landen die Adler unter seiner Leitung auf dem 4. Tabellenplatz. Der mittlerweile verstorbene Fußballlehrer wechselt nach diesem Erfolg zum FC Schalke 04."Lebbe geht weider!" Dragoslav Stepanovic genießt in Frankfurt Kultcharakter. In seiner ersten Amtszeit am Main führt er die SGE beinahe zur Meisterschaft. Eine knappe Niederlage . . .
Bilderstrecke Eintracht-Training: Kovac-Brüder trimmen die Adler für Hannover
Carlos Zambrano und Marc Stendera waren mitten drin beim Training am Dienstag. Der große Hoffnungsträger Alex Meier aber war in der Kabine geblieben. Zumindest sein Einsatz ist beim Heimspiel gegen Hannover 96 ist fraglich. Es folgen weitere Bilder vom Training.Trainer Niko Kovac bei seiner Ansprache
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