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Eintracht Frankfurt: Adler gewinnen Testspiel beim SV Wehen mit 6:2

Sechs Tore und eine Schrecksekunde: Der DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt hat am Samstag das Testspiel beim SV Wehen Wiesbaden mit 6:2 (1:1) gewonnen. Mijat Gacinovic ging kurz vor Abpfiff verletzt vom Platz.
Symbolbild Symbolbild
Wiesbaden. 

Als Nicolai Müller drei Minuten vor dem Abpfiff für die Frankfurter Eintracht im Testspiel beim SV Wehen Wiesbaden zum 6:2 (1:1)-Endstand einschoss, da fixierten die meisten Beobachter nicht den Torschützen. Vielmehr ruhten die Augen auf Mijat Gacinovic. Der Serbe hatte kurz vor der Mittellinie den Angriff eingeleitet und war dann schreiend zu Boden gesunken. Das Gesicht schmerzverzerrt, die Hände ums linken Knie greifend. Die Helfer eilten herbei, kurz darauf humpelte der Mittelfeldspieler vom Platz und kam nicht mehr wieder. Eine halbe Stunde nach Spielschluss, in der Kabine wurden einige medizinische Test durchgeführt, gab Gacinovic mit einem Verband ums lädierte Knie Entwarnung: „Keine Sorge, alles stabil.“

Bilderstrecke Gerüchteküche: Wer verstärkt und wer verlässt die Eintracht?
Allan (FC Liverpool U23): Der Brasilianer reiste mit der Eintracht ins Trainingslager in die USA und wollte sich für einen Vertrag empfehlen. Trainer Adi Hütter attestierte ihm eine ordentliche Leistung, er will ihn aber noch einige Tage im Training beobachten um eine endgültige Entscheidung zu treffen, wie der Wiesbadener Kurier berichtet. (Stand: 16.07.2018)Chico Geraldes (Sporting Lissabon): Die Eintracht ist stark interessiert an Chico Geraldes. Deroffensive Mittelfeldspieler war in der vergangenen Saison von Sporting Lissabon an Rio Ave ausgeliehen. Der 23-Jährige Geraldes soll sich laut Frankfurter Rundschau bereits einig sein mit der Eintracht, es ginge nur noch um die Ablösesumme, die zwischen fünf und sechs Millionen Euro liegen soll. (Stand: 12.07.2018)Ante Rebic (Eintracht Frankfurt): Der Kroatische Nationalspieler und Frankfurter Pokalheld wird mit einem Wechsel in die Englische Premier League in Verbindung gebracht. Tottenham und Huddersfield sollen Interesse am 24 Jahre alten Stürmer haben. Damit ein Wechsel zustande kommt, müssten Vereine wohl eine stattliche Ablöse auf den Tisch legen, der Vertrag des Kroaten gilt noch bis 2021.

Stabil war auch die Leistung der Eintracht, der Sieg auch in der Höhe verdient. „Es war ein guter Test, eine gute Leistung“, sagte Adi Hütter. Vor 4000 Zuschauern in Wiesbaden hatte der Eintracht-Trainer auf Jan Zimmermann, Taleb Tawatha, Branimir Hrgota, Max Besuschkow und Daichi Kamada verzichtet, dennoch wechselte er zur Pause alle zehn Feldspieler aus. Nur Felix Wiedwald spielte im Tor 90 Minuten durch. In der Startelf begannen mit Verteidiger Evan Ndicka, Mittelfeldspieler Lucas Torro und Angreifer Goncalo Paciencia drei Neuzugänge. Und sie trugen ihren Teil zu einer guten Anfangsphase bei. In der fünften Minuten wurde erst ein Kopfball von David Abraham auf der Linie geklärt, dann zischte ein Volleyhammer von Allan nur knapp über den Kasten.

Bilderstrecke Adi Hütter - 10 Wünsche an den neuen Eintracht-Trainer.
Kulturen im Kader weiterhin verbinden, und zu Top-Leistung bringen.
Die Hauptaufgabe wird es sein, den Teamspirit der vergangenen Saison beizubehalten und Grüppchenbildung verhindern. Das letztjährige, erfolgreiche Experiment aus 17 Nationen nachhaltig weiterentwickeln.
Wir wünschen uns, dass diese Truppe weiterhin beweist, dass der bunt gemischte Kader kein Nachteil, sondern ein Vorteil ist.Stars der vergangenen Saison von eigenen Werten überzeugen, die Kovac-Jünger halten.
Ante Rebic und Kevin-Prince Boateng gelten als Kovac-Fans. Um sie zu halten muss sie der neue Trainer zeitnah von sich überzeugen. Wir wünschen uns, dass es ihm gelingt und die Leistungsträger bleiben.Mögliche weitere Abgänger gut kompensieren, Team für Europa breit aufstellen.
Lukas Hradecky, Marius Wolf und Alex Meier stehen als erste Abgänge fest. Sollten weitere hinzukommen, wünschen wir uns, dass das Team an diesen Schlüsselpositionen, wie bereits durch Torwart-Neuzugang Frederik Rönnow ausgebessert wird und es wieder eine schlagkräftige Mannschaft ergibt.

Die Eintracht ließ den Drittligisten anfangs dem Ball hinterherlaufen, vor allem Torro schwang sich als einziger Sechser zum spielbestimmenden Mann auf. Allerdings: In der 17. Minute ging Wehen Wiesbaden mit der ersten Gelegenheit direkt in Führung. Nachdem Eintracht-Verteidiger Jetro Willems seinem Gegenspieler auf der linken Seite zu viel Raum zum Flanken gelassen hatte, verlor Danny da Costa in der Mitte das Kopfballduell gegen Torschütze Simon Brandstetter.

Doch die Eintracht schlug sehenswert zurück. Dem 1:1 (22.) von Paciencia waren gleich sechs Stationen vorausgegangen, der Porto-Zugang musste nur noch ins leere Tor einschieben. Den letzten Querpass hatte Sebastien Haller, der überhaupt im Angriffszentrum mit viel körperlicher Präsenz einen guten Eindruck machte, an den Mitspieler gebracht. Weniger auffällig agierte dagegen der Test-Brasilianer Allan hinter den beiden Spitzen. Zwar mit einer feinen Technik gesegnet, unterliefen ihm jedoch zu viele einfache Fehler – für einen Vertrag konnte er sich in Wiesbaden nicht empfehlen. „Das entscheiden wir nächste Woche“, sagte Hütter.

Bilderstrecke Alex Meier - Vom Stürmertalent zum Frankfurter Fußballgott
Wie alles anfing: Vor 14 Jahren wechselte Alexander Meier vom Hamburger Sportverein und wurde bei der Eintracht zur Ikone. Der schlacksige Angreifer erreichte schnell Legenden-Status durch seinen Torriecher und seine Loyalität zum Verein. Meier steigt nach seinem Wechsel zur Eintracht als junges Talent sofort in die 1. Liga auf. Zusammen mit Ari van Lent sorgt er mit 9 Saisontoren bereits im ersten Jahr für Aufsehen in Frankfurt.Auch in der ersten Liga kann Meier sich gegen Niko Kovac und Co durchsetzen und seine Form bestätigen. Er erzielt 7 Tore und bereitet 9 weitere Tore vor. Außerdem erreicht die Eintracht das DFB-Pokalfinale. Trotz der 1:0 Niederlage gegen die Bayern, spielt die Eintracht in der nächste Saison international. Auch wenn Frankfurt bereits in der Gruppenphase ausscheidet, hatte Meier nach seinen ersten 3 Jahren bei der Eintracht bereits 3 Meilensteine erreicht: Aufstieg, DFB Pokalfinale und internationaler Wettbewerb.Danach folgte der erste tiefe Schlag für die Adlerikone. In den Spielzeiten 2007/08 und 2008/09 kommt er zusammen gerade mal auf 30 Einsätze bei insgesamt 7 Treffern. Grund dafür sind andauernde Kniebeschwerden.

In der zweiten Hälfte stachen aus einer nun um Tempo bemühten Eintracht-Mannschaft vor allem die beiden Serben heraus. Gacinovic, der zum 4:2 (69.) und 5:2 (79.) traf, sowie WM-Fahrer Luka Jovic, der nicht nur das 2:1 (52.) selbst erzielte, sondern auch seine Mitspieler immer wieder exzellent in Szene setzte. „Wir haben in der zweiten Hälfte vertikal, mit mehr Speed gespielt“, sagte Hütter. Dabei ließen sich die Frankfurter auch vom zwischenzeitlichen 2:2 (62.) durch Wiesbadens Sascha Mockenhaupt - er hatte bei einer Ecke viel zu viel Platz - nicht verunsichern. Danny Blum (64.) und Müller (87.) erzielten die weiteren Eintracht-Tore.


Eintracht (1. Hälfte): Wiedwald – Abraham, Russ, Ndicka – Torro – da Costa, Cavar, Allan, Willems – Paciencia, Haller. Eintracht (2. Hälfte): Wiedwald – Chandler, Knothe, Falette, Beyreuther – Stendera, de Guzman – Müller, Gacinovic, Blum - Jovic. Tore: 1:0 Brandstetter (17.), 1:1 Paciencia (22.), 1:2 Jovic (52.), 2:2 Mockenhaupt (62.), 2:3 Blum (64.), 2:4 Gacinovic (69.), 2:5 Gacinovic (79.), 2:6 Müller (87.)

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