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Eintracht Frankfurt: Adlerauge: Deshalb hat die Eintracht Europa vergeigt

Von Durch die Niederlage auf Schalke und den gleichzeitigen VfB-Sieg bei Bayern hat die Eintracht den 7. Platz und damit die Europa-League-Quali verpasst. Bei der siebten Auswärtsniederlage in Folge zeigte die SGE eine schwache, ja bisweilen lustlose Vorstellung. Ein Kommentar von Dieter Sattler.
Frankfurts Kevin-Prince Boateng diskutiert nach dem 0:1 mit Schiedsrichter Frank Willenborg. Foto: Bernd Thissen/dpa Foto: Bernd Thissen (dpa) Frankfurts Kevin-Prince Boateng diskutiert nach dem 0:1 mit Schiedsrichter Frank Willenborg. Foto: Bernd Thissen/dpa

Wie so oft in den vergangenen Jahren hat die Eintracht in der Rückserie (mit 23 Punkten) schlechter abgeschnitten als in der Vorrunde (mit 26 Zählern) und damit die 50-Punkte-Marke verpasst. Wenn man bedenkt, dass die SGE nach 27 Spieltagen schon 45 Punkte hatte, ist das schwach.  Zugegeben: Verglichen mit früher ist das Jammern auf relativ hohem Niveau. Während die SGE in der vergangenen Saison nach noch besserer Hinrunde durch einen Einbruch in der Rückserie fast noch in die Abstiegszone hineingerutscht wäre, hatte sie diesmal zeitweise die Champions League im Visier. Aber gerade auch weil der Kader deutlich breiter und besser aufgestellt war als in den Jahren zuvor, ist kaum nachvollziehbar, dass nach der Chance auf die Champions League sogar auch noch die Europa League leichtfertig verspielt wurde.

War die Eintracht in der Vorrunde nach den Bayern noch die zweitbeste Auswärtsmannschaft, schlitterte sie in der Rückrunde - schon vor den Wechsel-Gerüchten um Trainer Kovac und dessen unrühmlichen Abgang  - ohne Not in eine Auswärtskrise. Dennoch bewegte sich die SGE dank der durchweg klaren Heimsiege zu Beginn der Rückrunde  bis zur unglücklichen Niederlage in Dortmund noch auf Augenhöhe mit dem BVB.

Schalkes Weston McKennie (l) und Frankfurts Mijat Gacinovic versuchen an den Ball zu kommen. Rechts Leon Goretzka. Foto: Bernd Thissen/dpa
Eintracht Frankfurt Frankfurt verspielt Europa League: 0:1 bei Vizemeister ...

Die Frankfurter Eintracht rutscht nach dem 0:1 beim FC Schalke 04 in der Tabelle der Fußball-Bundesliga auf Platz acht ab. Jetzt muss die Kovac-Elf das DFB-Pokalfinale gewinnen, um in der kommenden Saison international zu spielen.

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Am Ende fehlten der Eintracht vor allem die Punkte, die man in Augsburg, Stuttgart  und bei der C-Elf von Bayern München liegengelassen hat. Dazu kam dann noch die Heimpleite gegen Hertha BSC. Gemessen an den rosigen Aussichten zu Jahresanfang wäre schon der siebte Platz, der in die Euro-Quali geführt hätte fast nur noch als Pflichterfüllung zu werten gewesen. Doch als Kovac seinen Wechsel zu Bayern verkündete, war der Stecker gezogen. Spieler wie Wolf oder da Costa, die der Trainer aus der Versenkung geholt hatte, waren fortan nur noch ein Schatten ihrer selbst, auch Boateng fing an zu schwächeln. 

Die Saison kann zwar theoretisch noch durch den Pokalsieg gegen die Bayern und damit die  reguläre Teilnahme an der Europa League gerettet werden, aber die Chance ist eher klein.

Bilderstrecke So haben sich die Adler auf Schalke geschlagen
Die Eintracht unterlag am letzten Spieltag der Bundesligasaison 2017/08 dem FC Schalke 04 mit 0:1. Die Einzelkritik unseres Sportredakteurs Christian Heimrich.In diese Kategorie hat es keiner der Eintracht-Spieler geschafft.

Der einzige Trost: Wenn es nach Platz sieben mitten in der Saisonvorbereitung unter neuem Trainer und möglicherweise ohne einige Leistungsträger (wer weiß schon, wer außer Torwart Hradecky noch alles den Klub verlassen wird) in die Europa-League-Quali gegangen wäre, hätte die SGE möglicherweise wertvolle Kraft gelassen, die sie für die Bundesliga braucht.

Denn die Eintracht sollte gewarnt sein. Die durchweg knappen Ergebnisse in der Vorrunde zeigten, wie eng es in der Bundesliga zugeht. Das Nachlassen der Frankfurter  in der Rückrunde wurde mit teils deutlichen Niederlagen bestraft. Der neue Trainer sollte wie Kovac auf Mentalität und Fitness achten, das Management muss das Team klug verstärken. Selbst unter Kovac, der insgesamt ein guter Eintracht-Trainer war,  ließen die beiden schwächeren Rückrunden erahnen, wie schnell der Weg wieder nach unten führen kann. Also heißt es: Aufpassen  Eintracht!

Aber zunächst dürfen sich die Adler und ihre Fans trotz  des übermächtigen Gegners am nächsten Samstag auf die Reise zum Pokalfinale nach Berlin freuen. Denn wie heißt es so schön? Im Fußball ist alles..., wenn man es sich nach diesem Spiel auf Schalke auch nur schwer vorstellen kann, dass es keine deftige Packung setzt.
 

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