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Kommentar zum Eintracht-Spiel gegen Wolfsburg: Adlerauge: Eintracht so richtig schwach

Von Uninspirierter, teils indiskutabler Sommerfußball und in Gedanken offenbar schon in Berlin: Unser Kommentator Dieter Sattler geht mit der Eintracht hart ins Gericht – und zieht eine Parallele zur Ära Schaaf.
Daniel Didavi (11, VfL Wolfsburg) und Timothy Chandler im Luftkampf. Foto: imago sportfotodienst Daniel Didavi (11, VfL Wolfsburg) und Timothy Chandler im Luftkampf.

Die Eintracht hat wohl nur noch das Pokalfinale gegen Dortmund im Kopf. Beim 0:2 gegen den Abstiegskandidaten Wolfsburg zeigte die Mannschaft von Trainer Niko Kovac uninspirierten,  teilweise indiskutablen Sommerfußball. Im Gegensatz zu vielen anderen Partien zuvor versuchte die Eintracht erst gar nicht die vielen verletzungsbedingten Ausfälle durch Kampfgeist zu ersetzen.

Fußballerisch  war der Kick von beiden Seiten über weite Strecken eine Zumutung, aber Wolfsburg war vor dem Tor effizienter.

Dieter Sattler Bild-Zoom Foto: (FNP)
Dieter Sattler

Die ersatzgeschwächte Eintracht verpasste einmal mehr die Chance in der Tabelle weiter nach vorne zu stoßen. So wird man  sich allmählich darauf einstellen müssen, dass die Frankfurter trotz der hervorragenden Vorrunde mit 29 Punkten möglicherweise nicht einmal die 43 Punkte, die die SGE vor zwei Jahren mit Trainer Thomas Schaaf eingefahren  hatte, erreichen.  Mit  dem einstelligen Tabellenplatz wird es so wohl auch nichts werden. Hatte die Eintracht unter Schaaf  von Woche zu Woche geschwankt (nach Sieg zu Hause folgte stets auswärts meist die Niederlage) und so die Europa-Chance mitsamt Millionen für einen besseren Tabellenplatz leichtfertig verzockt, so passierte das diese Saison eben mit zwei komplett verschiedenen Runden. Die tolle Ausgangsposition zu Weihnachten wurde  in einer Mischung aus Pech und Unvermögen verspielt. In der Rückrunde verzeichnet die Eintracht trotz teilweise brauchbarer Leistungen ergebnistechnisch die Bilanz eines Absteigers.

Bilderstrecke Schwache Eintracht unterliegt gegen Wolfsburg mit 0:2
Nach schwacher Leistung hat Eintracht Frankfurt gegen den VfL Wolfsburg mit 0:2 (0:0) vor ausverkaufter heimischer Kulisse in der Commerzbank-Arena verloren. Unsere Bilderstrecke zeigt einige Impressionen von der Partie.Die Eintracht war zunächst die druckvollere Mannschaft, Szenen vor dem Tor der Gäste blieben......allerdings Mangelware. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Wölfe stärker und erzielten...

Die desaströse Rückrundenbilanz mit 12 Punkten aus 15 Spielen wird  lediglich durch das Erreichen des Pokalfinales überstrahlt. Dennoch sollten die Alarmzeichen gehört werden. Hauptgrund für die Punktearmut in der Rückrunde war das Versagen des Angriffs. Auch gegen Wolfsburg zeigte sich, dass Hrgota und Rebic den möglicherweise scheidenden langjährigen Torjäger Alex Meier nicht ersetzen können.

Rebic ist zwar immer ein Aktivposten, aber bisher zwei Saison-Tore sind für einen Mann seiner Klasse zu wenig. Zudem erzielte er seine beiden Treffer praktisch mit dem Schlusspfiff. Sie waren nicht mehr spielentscheidend. Ein Klassemann wie der Berliner Ibisevic markiert dagegen immer wieder das wegweisende 1:0.

Wolfsburgs Philipp Wollscheid (links) ist vor Marco Fabian am Ball. Foto: Thomas Frey
Eintracht vs. Wolfsburg Frankfurt verliert 0:2 gegen Wolfsburg

Jetzt bleibt der Eintracht für den Europa-Traum wohl nur noch der DFB-Pokalsieg in Berlin: Gegen den VfL Wolfsburg setzte es zu Hause eine verdiente 0:2 (0:0)-Niderlage für die Kovac-Truppe.

clearing

Und Hrgota? Es war wohl kein Zufall, dass er die Chance zum Ausgleich vergab und im Gegenzug Gomez das entscheidende 2:0 für Wolfsburg machte. Auch Seferovic vergeigte eine Riesenmöglichkeit. Vor allem hier muss die Eintracht-Führung dringend handeln, sonst wird es nächste Saison eng.

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