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Eintracht Frankfurt: Adlerauge: Undankbare Aufgabe souverän gelöst

Von Am Ende war das Erreichen des DFB-Achtelfinales für die Eintracht eine klare Kiste. Und dafür gebührt den Adlern Respekt, findet unser Kommentator Michael Forst.
Spielszene mit Marius Wolf (links) und seinem Schweinfurter Gegenspieler Herbert Paul. Foto: Huebner/Blatterspiel (Jan Huebner) Spielszene mit Marius Wolf (links) und seinem Schweinfurter Gegenspieler Herbert Paul.
Sind wir doch ehrlich: Als gestandener Bundesliga-Profiverein gegen einen unterklassigen Gegner zu glänzen, ist auch im Fußball nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Ein deutlicher Sieg wird von Fans und Fachwelt eher schulterzuckend quittiert. "Standesgemäß" heißt es dann im Sportjargon schön abgeklärt. Doch wehe, der Favorit tut sich schwer oder gerät gar ins Straucheln gegen den Underdog: Dann ist ihm die Häme der Fußball-Welt gewiss.
Michael Forst Bild-Zoom Foto: (FNP)
Michael Forst


Mit anderen Worten: Die Ausgangsposition der Eintracht beim Pokalauftritt in Unterfranken war eine denkbar undankbare Aufgabe. Unterfränkische Dorfdisco statt wie eben noch Bundesliga-Ballsaal gegen den BVB. Pflichtaufgabe statt Kür.

Aber auch solche, nein: gerade solche Spielen gehören gewonnen, will man im harten Profigeschäft kontinuierlich Erfolg haben. Zumal die Schweinfurter sich gut und leidenschaftlich verkauften.

Umso mehr gilt den Adlern der Respekt dafür, dass sie diese Pflichtaufgabe angenommen und souverän gelöst haben.

Dass das 4:0 ein wenig zu hoch ausfiel: Geschenkt. Dass den Frankfurtern in der ersten Halbzeit ein Tick mehr Ambition, ein bisschen weniger Ergebnis-Verwaltung gut gestanden hätte: Jammern auf hohem Niveau.

Man könnte auch stattdessen sagen: Die Kovac-Jungs haben in der zweiten Hälfte souverän ihre starke Kondition ausgespielt und erneut erfolgreich auf ihren kalt-wie-eine-Hundeschnauze-Haller gesetzt.

Mehr als nur ein netter Nebeneffekt: Das Pokal-Erfolgserlebnis stellt sicher, dass die Eintracht ihr motivatorisches Momentum behält und gleich am nächsten Freitag gegen die Mainzer mitnehmen wird. Wir freuen uns auf den nächsten Tanz im Bundesliga-Ballsaal!

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