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Kommentar zum Eintracht-Spiel in Dortmund: Adlerauge: Vorsicht vor dem Momentum der Negativ-Serie!

Wieder anständig verkauft. Wieder gut gespielt und stark gekämpft. Und wieder verloren. Warum es mit Eintracht momentan zum Mäusemelken ist, ergründet Michael Forst in seinem Kommentar.
Foto: SASCHA SCHUERMANN (AFP)
Dortmund.  Es ist zum Mäusemelken mit der Eintracht in diesen Wochen: Zum zehnten Mal in Folge bleibt die Kovac-Truppe ohne Sieg. Dabei kann man ihr, wie so oft zuvor, gar kein schlechtes Zeugnis ausstellen. Die Moral war intakt, sieht man einmal davon ab, dass sich die Hessen in den ersten 20 Minuten und durch das Blitztor von Reus von den schwarz-gelben Hausherren hilflos überrennen ließen.
Bilderstrecke Eintracht kann auch in Dortmund nicht gewinnen: 1:3-Niederlage
Dieses Blitztor vom wieder genesenen Goalgetter Marco Reus nach nur zwei Minuten erwischte die Eintracht eiskalt. Und auch wenn sich die Hessen zwischenzeitlich wieder berappelten und durch Marco Fabian (29. Minute) wieder zurück kamen: Weitere BVB-Treffer von Sokratis (34.) und Aubameyang (86.) machten die 1:3 (1:2)-Niederlage gegen Dortmund perfekt. Unsere Bilder zeigen Szenen des temporeichen Matches.15.04.2017, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt, emspor, v.l. Marco Reus (Borussia Dortmund) celebrate the goal, Torjubel zum 1:015.04.2017, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt, emspor, v.l. Shinji Kagawa (Borussia Dortmund), Lukas Hradecky (Eintracht Frankfurt)

Aber die Eintracht zeigte mit Fabians Traumtor, dass sie Rückstände verkraften können – wie schon gegen Bremen eine Woche zuvor.

Bitter nur: Gerade hatten sich die Kovac-Schützlinge gut in das schnelle und attraktive Spiel hineingefunden und sich mit bissiger Zweikampfführung gewehrt – kassierten dann den Treffer von Sokratis. Von da an dominierten die Dortmunder wieder.

In der zweiten Hälfte nahmen die Frankfurter dann zumindest phasenweise wieder das Heft in die Hand. Doch dabei fehlte der letzte Drive, zumal zu diesem Zeitpunkt beide Teams schon dem irren Tempo der ersten Spielhälfte Tribut zollen müssen.

Michael Forst Bild-Zoom Foto: (FNP)
Michael Forst

Wir konstatieren also: Erneut viel richtig gemacht. Wieder eine keinesfalls klägliche Leistung der Eintracht. Stattdessen: Starke Momente und viele gute Ansätze. Spitzfindige Beobachter sprechen deshalb auch gerne davon, dass wir es nicht mit einer Leistungs- sondern mit einer Ergebnis-Krise zu tun haben.

Marco Reus (l) von Dortmund erzielt das 1:0 gegen Frankfurt.
Eintracht Frankfurt Eintracht verliert emotionales Match in Dortmund mit 1:3

Die Eintracht hat ihr Spiel in Dortmund trotz ansprechender Leistung mit 1:3 (1:2) verloren – und bleibt damit im zehnten Spiel in Folge ohne Sieg.

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Leider aber ist es immer noch eine Krise – und führt allmählich dazu, dass wir uns um die Frankfurter sorgen müssen. Denn die Erfahrung lehrt, dass das Momentum einer Serie nicht nur im Positiven eine enorme Sogwirkung entwickeln kann. Oder, in den Worten des großen Fußball-Philosophen Andreas Brehme: „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß“.

Dass dieser Sog die SGE-Kicker in die Abstiegszonen-Hölle driften lassen könnte, ist dank des Punkte-Polsters der fulminanten Hinrunde zwar eher unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Doch weiter nach unten durchgereicht werden könnten sie in den noch ausstehenden Matches schon. Und das wäre, nach dem aussichtsreichen dritten Platz nach der Hinrunde, schon eine herbe Enttäuschung für die Eintracht-Fanseele.

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