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Eintracht Frankfurt: Alex Meiers Weg zum Comeback

Meier sitzt auf dem Fahrrad, strampelt an gegen den Frust, gegen eine Verletzung, gegen eine Krankheit. Dass bei ihm die Infektionskrankheit „Borreliose“ festgestellt worden ist, hat ihn total überrascht.
Alex MeierEr absolviert derzeit seine Reha: Eintracht-Profi Foto: Huebner/Herkert (Jan Huebner) Alex MeierEr absolviert derzeit seine Reha: Eintracht-Profi
Neu-Isenburg. 

Montagvormittag, Reha-Studio „R 2“ in Neu-Isenburg: Alexander Meier sitzt auf dem Fahrrad, strampelt an gegen den Frust, gegen eine Verletzung, gegen eine Krankheit. Er fühle sich „ganz normal“, sagt er, dass bei ihm die Infektionskrankheit „Borreliose“ festgestellt worden ist, habe ihn total überrascht. Niemand habe daran gedacht, auch er nicht.

Eine Blutuntersuchung hat die tückische Krankheit bei dem Profi des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt dann am letzten Freitag zutage gefördert. Womöglich war die Borreliose auch schuld an Meiers Fußverletzung, die im Frühjahr dieses Jahres so viele Rätsel aufgegeben hatte. Nun muss er einen Monat Antibiotika einnehmen und hoffen, dass die Behandlung anschlägt und sich die Werte deutlich verbessern. Danach wird umgestellt auf ein anderes Medikament, schließlich wird in zwei Monaten noch einmal eine Woche Antibiotika verabreicht. Das ist die normale Vorgehensweise bei dieser Erkrankung. Und es wird neue Blutuntersuchungen geben, die zeigen, ob die Krankheit schon überwunden ist. Bis dahin darf Meier trainieren, mit angezogener Handbremse zwar, aber immerhin.

Bilderstrecke Abgänge: Diese Spieler verlassen die Eintracht
Bastian Oczipka zieht es ein Jahr vor Vertragsende zum Ligakonkurrenten FC Schalke 04.Fukan Zorba zieht es zum Drittligisten Vfl Osnabrück. Dort unterschreibt der 19 Jahre Innenverteidiger einen Vertrag bis 2019. Über die Details des Wechsels ist nichts bekannt.Michael Hector. Der kantige Innenverteidiger war nur auf Leihbasis in Frankfurt und geht wieder zurück zum FC Chelsea.

Am gestrigen Montag hat er an die Viertelstunde auf dem Ergometer noch eine Viertelstunde Joggen in einem nahe gelegenen Waldstück angefügt. Das tut der Seele gut und es tut dem operierten Knöchel gut. Die Rehamaßnahmen nach der Entfernung eines Knochenstückchens im rechten Sprunggelenk will Meier ohne Einschränkung in aller Ruhe fortsetzen.

Dies sei „das einzig Gute“ an der Krankheit. Und natürlich denkt er schon an sein Comeback in der Bundesliga. September oder Oktober könnte es vielleicht so weit sein. Wenn denn alles gut geht mit der so unberechenbaren Borreliose.

Die anderen Gäste im Rehastudio fühlen mit. „Gute Besserung Herr Meier“, sagt eine ältere Dame, „ich drücke ganz fest die Daumen, dass sie bald zurückkommen, wir brauchen sie.“ Mit „wir“ meint sie natürlich die Frankfurter Eintracht. Meier verschwendet keinen Gedanken an ein Ende seiner Karriere. „Ich werde alles dafür tun, um wieder vollständig gesund zu werden“, sagt der 34 Jahre alte Kapitän des hessischen Bundesligisten, „vielleicht wird es jetzt ein wenig länger dauern, aber es wirft mich nicht um.“

Bilderstrecke Trainingsauftakt der Adler: Der Ball rollt wieder
34 Tage sind seit dem Pokalfinale von Berlin vergangen: Am Samstag (01.07.) ging es wieder los. Die erste öffentliche Trainingseinheit der Eintracht fand im Hahn-Air-Sportpark in Dreieich statt, ab Sonntag wird dann an der Wintersporthalle auf dem Gelände der Arena trainiert.Mehr als ein Monat hatten die Frankfurter Zeit, die Niederlage gegen Borussia Dortmund zu verdauen, die Seele baumeln zu lassen, den Körper zu regenerieren, Verletzungen auszukurieren.Mehr als ein Monat Zeit auch für die Verantwortlichen in der Führungsebene, eine neue Mannschaft zusammenzubauen, schmerzliche Verluste wie zum Beispiel Jesus Vallejo oder Ante Rebic mit hoffnungsvollen Neuzugängen auszugleichen.

(pes)
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