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Applaus für Rob Friend nach der Aufholjagd gegen Ulm

Von Susanne Müller Nach zwölf sieglosen Spielen in Folge beendete Eintracht Frankfurts U23 gestern Abend mit dem 4:3 gegen den SSV Ulm ihre Negativserie in der Fußball-Regionalliga Südwest.

Frankfurt. 

Die Partie begann denkbar schlecht für die Gastgeber, die bereits nach drei Minuten einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Nach einem Ulmer Eckball hatte die Frankfurter Defensive den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekommen und Sebastian Griesbeck zum 1:0 eingeschossen. In der Folge ließ Ulm die Eintracht spielen, die den Ball jedoch durch viele individuelle Fehler und unnötige Einzelaktionen immer wieder schnell an die Gäste zurückgab. Zudem wirkte die Defensive der Frankfurter immer wieder ungeordnet, so dass Ulm zu weiteren Chancen kam. Fabio Kaufmann scheiterte gleich mit zwei guten Möglichkeiten an Schlussmann Marvin Schwaebe (11./15.), machte es kurz darauf aber besser, als er nach einem Eckball zum 2:0 für die Ulmer traf (16.).

Auf der Gegenseite blieb die Eintracht harmlos – einzig Sven Hassler setzte seine Möglichkeit aus sieben Metern weit über die Latte (20.). Nur eine Minute später wurde es zum ersten Mal gefährlich im Ulmer Strafraum, als der überraschend aufgebotene Rob Friend aus dem Profikader vor Torhüter Holger Betz an den Ball kam, das Spielgerät jedoch knapp vorbei köpfte. Nachdem Moussa Touré den Ball ganz frei ebenfalls nur neben das Tor nickte, vergab André Fliess die große Frankfurter Chance zum Anschlusstreffer, als er einen Abpraller vorbeischoss (26.). Den Willen konnte man den Frankfurtern nicht absprechen, jedoch fehlte es in vielen Aktionen an der letzten Konsequenz. So waren es erneut die Gäste, die auf 3:0 erhöhten: Eine Flanke von Rouben Rodriguez Garcia konnte Touré vollkommen ungestört einköpfen (27.).

Der bis dahin unauffällige Friend, der jedoch als einziger Frankfurter den Ball auch mal über längere Zeit halten konnte, leitete nach 34 Minuten mit einem Seitfallzieher zum 1:3 die kaum für möglich gehaltene Wende ein. Zunächst kam aber wieder Ulm besser aus Kabine und hätte durch Elyes Seddiki beinahe das vierte Tor erzielt (55.). Die Eintracht übernahm in der Folge die Initiative, vorne fehlt es jedoch sowohl am entscheidenden letzten Pass sowie an der Kreativität. Als kaum einer damit rechnete, zappelte der Ball plötzlich Netz – Friend hatte erneut getroffen (65.). Nun wurde die Eintracht immer zielstrebiger. Nach einem Foul an Kadimli köpfte Modica den folgenden Freistoß zum 3:3 ein (68.). Den Schlusspunkt der erfolgreichen Frankfurter Aufholjagd setzte schließlich Erik Wille mit einem Schuss aus der Nähe der Eckfahne, der sich über Betz ins Ulmer Tor senkte (83.).

"Wir Trainer haben immer an die Mannschaft geglaubt, aber die Jungs haben ständig an sich gezweifelt. Dass wir dieses Tal der Tränen jetzt hinter uns haben, macht mich glücklich. Ich muss die Jungs wirklich loben", freute sich Trainer Alexander Schur. "Dass die Mannschaft in der Kabine für einen Profi applaudiert, der in die Zweite Mannschaft kommt und eine überragende Leistung zeigt – so etwas habe ich noch nie erlebt. Rob war die Gallionsfigur im Sturm", lobte Schur zudem den Erstligaprofi.

Auf der nächsten Seite: Die Statistik zum Spiel

Eintracht Frankfurt II: Schwaebe – Groeger, Modica, Dudda, Belegu (46. Denefleh)– Kadimli, Hassler, Pintol (60. Öz), Fliess (54. Ehlert) – Friend.

SSV Ulm: Betz – Ludmann, Reichert Reith, Gebert – Kaufmann, Seddiki (72. Scholz), Griesback, Rodriguez – Agro (72. Garcia), Toure (82. Baka).

SR: Meisberger (Schmelz).

Zuschauer: 100.

Tore: 0:1 Griesbeck (3.), 0:2 Kaufmann (16.), 0:3 Toure (27.), 1:3 Friend (34.), 2:3 Friend (65.), 3:3 Modica (68.), 4:3 Wille (84.).

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