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Eintracht im Trainingslager: Armin Veh: "Es bleibt spannend"

Von Der Trainer des Fußball-Bundesligisten sieht Huszti als besten von drei guten Neuzugängen an – und nimmt auch Stellung zu vielen anderen Themen - auch der verkorksten Vorrunde.
Greift in diesen Tagen öfter als sonst ins Training ein: Armin Veh. Foto: Heiko Rhode ( Greift in diesen Tagen öfter als sonst ins Training ein: Armin Veh.
Abu Dhabi. 

Am Donnerstag stand Eintracht-Trainer Armin Veh in Abu Dhabi den mitgereisten Journalisten zur Verfügung. Er ließ sich über (fast) alles rund um sein Team aus. Das waren die Themen:

Die Vorrunde: Ein Knackpunkt sei die Niederlage gegen Darmstadt 98 gewesen: „Hätten wir das gewonnen, wäre bei 20 Punkten alles in Ordnung.“ So ist die Lage ernster, zeige aber auch, wie „verrückt eng“ die Liga sei.

Die Neuen: Von Szabolcs Huszti erhofft er sich, dass der Ungar, der sich in China nie habe hängen lassen und kein Spiel versäumt habe, mit seiner Erfahrung ein Führungsspieler wird: „Er ist eine Verstärkung, da bin ich mir ganz sicher. Er kann vorne alles spielen.“ Sogar als „aggressiver Sechser“ sei er vorstellbar. Huszti könne auch Pässe in die Spitze spielen: „Das ist ganz wichtig, denn wir brauchen Chancen.“ Bei Marco Fabian könne die Integration etwas länger dauern: „In Mexiko wird ein anderer Fußball gespielt.“ Da werde auch mal ein gedeckter Spieler angespielt: „Marco kann mit solchen Anspielen etwas anfangen. Das müssen wir lernen.“ Kaan Ayhan sei ebenfalls eine ganz wichtige Verpflichtung: „Bei den Innenverteidigern mussten wir etwas tun.“ Der ausgeliehene Schalker sei ein „Riesentalent“. Allerdings wohl eher in der Mitte als auf der Außenverteidiger-Position.

Die Spielidee: Ein Mittelfeld mit Raute hat er „derzeit nicht im Kopf“. Den „Mauermist“ auch nicht, die Eintracht soll wieder offensiv auftreten. Mit den Neuen könne das Team variabler auftreten.

Junge Spieler: Luca Waldschmidt und Joel Gerezgiher seien die Leidtragenden der schwachen Vorrunde gewesen: „Natürlich kann man junge Spieler reinwerfen, auch wenn es nicht läuft.“ Geht’s aber schief, seien sie „verbrannt.“ Marc Stendera sei ein anderer Fall: „Er hat Klasse und ist mental stärker.“ Ausleihen an einen Zweitligisten sei zumindest bei Gerezgiher sicher ein Thema: „Aber nur, wenn es eine Win-win-Situation ist. Wenn der Junge dort spielt und dann stärker zu uns zurückkommt.“ Andererseits sei der Eintracht-Kader nicht zu üppig besetzt. Er müsse auch darauf achten, dass bereits im Training ein guter Konkurrenzkampf existiere.

Gestandene Spieler: Noch immer sind die diversen Formtiefs ein Rätsel. Aber Veh sieht bei allen einen Aufwärtstrend. Bei Alex Meier sei das Tor gegen Bremen „kein Zufall“ gewesen, sondern Zeichen der wieder vorhandenen Fitness: „Er ist wieder viel besser als nach seiner Verletzungspause.“ Auch Stefan Aigner sei dank seines ersten Saisontores wieder „ganz anders drauf. „Aiges“ habe mit sich selbst gehadert und sei „wie im Tunnel“ gewesen, weil er mit sich unzufrieden war: „Da war er schwer anzusprechen.“ Makoto Hasebe sei „total überspielt“ gewesen, erst nachdem ihm ein Kurzurlaub verordnet worden war, sei die Formkurve gestiegen. Und bei Marco Russ müsse man sehen, ob man ihm nach der Trennung von seiner Frau helfen könne: „So etwas kann natürlich auch die Leistungen beeinflussen.“

Die Rückrunde: Veh prophezeit: „Es bleibt spannend.“ Im letzten Tabellendrittel stünden viele Teams, die deutlich größere Ambitionen hätten. Auch die beiden Aufsteiger könnte es noch erwischen oder gar ein Team von „weiter oben, das jetzt noch gar nicht damit rechnet.“

Kittel und Flum: Bei Sonny Kittel müsse man abwarten, wie das Knie auf die Trainingsbelastung reagiere: „Erst einmal bin ich froh, dass er dabei ist.“ Sowohl Kittel als auch der schwer verletzte Johannes Flum müssten sich aber keine Gedanken über ihre auslaufenden Verträge machen: „Ein Verein wie die Eintracht lässt sie nicht hängen.“

Die Trainerfrage: Es sei inzwischen leider normal, „dass du dich von jedem anpissen lassen musst, wenn du nur 13, 14 Punkte hast“. Im Gegensatz zur Europa-League-Saison könne er aber keine Fehler erkennen, die er in der Sommer-Vorbereitung gemacht habe. Er habe sich auf die neue Situation eingestellt, greift aktiver ins Training ein: „Normalerweise will ich, dass die Assistenten Verantwortung übernehmen. Aber ich glaube, es ist jetzt besser, wenn ich näher dran bin.“ Er habe eine „schlechte Richtung gesehen. Da wollte ich ein paar aufrütteln.“

Abu Dhabi: Natürlich genieße man die vorhandenen Möglichkeiten, glaubt an eine gute und erfolgreiche Vorbereitung am Persischen Golf, aber er habe noch nie von einem Trainer gehört: „Das ist ein scheiß Trainingslager.“ Entsprechend müsse man vorsichtig mit Prognosen sein. Darüber, dass am Sonntag ein Team aus Saudi-Arabien der Testspielgegner sei, wollte er sich nicht äußern.

Carlos Zambrano: Es sei nicht außergewöhnlich, dass Verletzungen nach einer Pause nicht auskuriert sind. Der Peruaner habe über Weihnachten einen individuellen Reha-Plan mit in die Heimat genommen, „ob er allerdings alles befolgt hat, kann ich nicht wissen.“ Nachgefragt hat der Trainer nicht: „Dieses Blabla schenke ich mir.“ Immerhin konnte der Verteidiger am Donnerstag erstmals um den Platz joggen: „Damit hatten wir erst einen Tag später gerechnet.“

Noch ist ein Offensivmann zu viel auf dem Feld

Am Donnerstag, dem dritten Tag des Trainingslagers der Frankfurter Eintracht in Abu Dhabi, stand bereits am Vormittag ein Spiel Elf gegen Elf auf dem Programm.

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