Armin Veh fordert Leistungssteigerung

Von Michael Brehme
Bei 1860 München redet inzwischen sogar Investor Hasan Ismaik ganz offen vom Aufstieg - nun wollen sich die «Löwen» ganz oben festbeißen. Die Frankfurter Eintracht will sich dagegen für die Paderborn-Niederlage rehabilitieren.
versenden drucken
München. 

Nur zwei Punkte trennen die fünf besten Clubs in der 2. Fußball-Bundesliga - und von hinten schleicht sich auf leisen Sohlen der TSV 1860 München immer näher an die Spitze heran. Nach fünf Siegen am Stück können die «Löwen» ihren Rückstand am Montagabend im Topspiel des 24. Spieltages daheim gegen den drittplatzierten FC St. Pauli noch weiter verkleinern.

Entsprechend gelöst ist die Stimmung beim Tabellensechsten. Vom Optimismus hat sich sogar Investor Hasan Ismaik beeindrucken lassen. «Mein Bauchgefühl sagt mir, dass die 'Löwen' den Aufstieg schaffen», tönte der Jordanier in der Münchner «tz». Seine Profis nehmen schon die Konkurrenz verstärkt ins Visier: «Eigentlich sollten wir nur auf unsere Ergebnisse achten», meinte Daniel Bierofka, und bekannte dann doch: «Man schaut schon mal, wie die anderen so spielen.»

Sechs Zähler rangieren die Münchner hinter Tabellenführer Greuther Fürth, haben aber noch ein Nachholspiel in der Hinterhand: Durch einen Dreier beim Abstiegskandidaten Erzgebirge Aue am 14. März können sich die aufstiegswilligen «Löwen» ganz oben festbeißen. Zunächst steht die Aufgabe gegen den Lieblingsgegner vom Hamburger Kiez auf dem Programm: In neun Pflichtspielen vor eigenem Publikum gegen St. Pauli gewann der TSV 1860 bis dato immer - neunmal.

Veh fordert Leistungssteigerung

Nicht nur die eigene Stärke lässt die Sechziger auf die ersehnte Bundesliga-Rückkehr hoffen. Auch die schwächelnde Konkurrenz macht Zuversicht: Langzeit-Tabellenführer Fortuna Düsseldorf ist seit sechs Spielen ohne Sieg und will seine schwarze Serie am Samstag in Karlsruhe beenden, Top-Aufstiegsfavorit Eintracht Frankfurt spielt seit Wochen wechselhaft und kam jüngst in Paderborn unter die Räder.

«Nach der Winterpause haben da oben alle Punkte abgegeben. Außer 1860 München hat kein Team Konstanz gezeigt», beklagte Trainer Armin Veh im «Kicker» (Donnerstag) vor dem Duell seiner Eintracht mit Energie Cottbus am Sonntag. Das 2:4 vor Wochenfrist beim Vierten aus Ostwestfalen verärgerte ihn mächtig. Nun pocht Veh auf eine klare Leitungssteigerung, meinte aber einschränkend: «Ich werde jetzt nicht alles durcheinanderschmeißen. Aktionismus bringt überhaupt nichts.»

Fürth will Tabellenführung verteidigen

Erstmals seit dem 12. Spieltag steht Greuther Fürth auf Rang eins, der MSV Duisburg soll für die Franken am Freitag auswärts nicht zum Stolperstein werden. «Wir haben eine Mannschaft, die bereit ist, für das Ziel alles zu geben», versprach Fürths Linksaußen Stephan Schröck. Bei einem Ausrutscher könnte die Spielvereinigung am Wochenende gleich von fünf Teams an der Spitze abgelöst werden - darunter auch die starken Paderborner, die am Samstag auf Aachen treffen.

Am Tabellenende steht vor allem das Schlusslicht Hansa Rostock unter Zugzwang. Drei Zähler schon beträgt der Rückstand auf Platz 17, jetzt muss am Sonntag in Braunschweig eine Überraschung her. «Die Truppe trainiert hervorragend, geht mit Leidenschaft und Herzblut zur Sache», schilderte Trainer Wolfgang Wolf - und packte seine Resthoffnungen in den Satz: «Es sind noch elf Spieltage.»

versenden drucken
Jetzt kommentieren

Nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername:
gewünschtes Passwort:
Wiederholung Passwort:
E-Mail:
Kundennummer:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Wieviel ist 2 + 2: 



Videos

MEHR AUS Eintracht Frankfurt

Tops<br><br> 
Amtszeit: 01.06.2011 bis Sommer 2014<br><br>
Armin Veh: Übernahm die Adler nach dem letzten Abstieg im Sommer 2011 und führte die SGE sofort zurück ins Fußball-Oberhaus. Qualifizierte sich in der Folgesaison sensationell mit seiner Mannschaft für den Europapokal und lieferte dort trotz sportlich schweren Monaten in der Fußball-Bundesliga tolle Ergebnisse ab. Schon im Wintertrainingslager teilte er intern mit, seinen Vertrag  nicht zu verlängern.
Eintracht reist ins Kraichgau SGE vs. Hoffenheim: Fakten und Zahlen zum Spiel

Am Samstag reist die Frankfurter Eintracht nach Hoffenheim. Hier finden Sie alles Wissenswerte zum Auswärtsspiel der Hessen. mehr

clearing
Alexander Schur (42): Cheftrainer aus dem eigenen Nachwuchsbereich zu holen, liegt derzeit durchaus im Trend. Und wer zwischen 1996 bis 2006 237-mal im Eintracht-Trikot nicht nur rackerte, sondern auch 23 Tore schoss, darunter das unvergessliche Aufstiegs-6:3 gegen Reutlingen, der hat in Frankfurt sicherlich ein gutes Standing. Seit 2007 anerkannter Eintracht-Trainer der U 17, U 19 und nun der U 23. Die Frage: Kann er sich auch im Profibereich durchsetzen? Also: durchaus möglich.
Sprungbretter oder Geldfresser? U23-Teams am Scheideweg

Frankfurt. Zu teuer und zu schwach: Immer mehr Profivereine melden ihre U23-Teams vom Spielbetrieb ab. Einen wirklichen Nutzen der ... mehr

clearing
clearing

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv Themen Mediadaten Kontakt Impressum Datenschutz AGB

© 2014 Frankfurter Neue Presse