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Eintracht Frankfurt: Auch Marco Fabian konnte gegen den VfB Stuttgart nicht helfen

Trotz der Trainer-Kritik bekommt Fabián in Stuttgart eine Chance. Viel bewegen kann er für die Eintracht dort aber noch nicht.
Vorbei: Marco Fabián (links) nutzt seine Chance in Stuttgart nicht. Foto: Huebner/Ulrich (Jan Huebner) Vorbei: Marco Fabián (links) nutzt seine Chance in Stuttgart nicht.
Frankfurt. 

Marco Fabián suchte nicht lange nach Ausflüchten. „Eigentlich ist das genau meine Schussposition. Aber da habe ich versagt“, räumte er ein. In der Nachspielzeit war ihm der Ball über Umwege vor die Füße gefallen, noch einmal aufgesprungen, ziemlich zentral, knapp vor dem Strafraum – eine Gelegenheit wie gemacht für den Spielmacher der Frankfurter Eintracht.

Doch es sollte nicht sein, das hätte auch nicht gepasst zu diesem gebrauchten Samstagnachmittag in Stuttgart: Die Kugel rutschte ihm noch etwas über den Fuß, zischte dann einen knappen Meter am Tor des VfB vorbei. Und das Spiel war für Fabián und Co. verloren, gar nicht unverdient. „Wir haben versucht, Chancen zu kreieren. Aber die wenigen, die wir bekommen haben, haben wir nicht genutzt“, bedauerte er – und wusste, dass er selbst die beste Möglichkeit vergeben hatte.

Eintracht-Abwehrchef David Abraham (links) kommt zu spät, um das Gegentor des Tages durch den Stuttgarter Erik Thommy (2, von rechts) noch zu verhindern.
Eintracht Frankfurt Kommentar: Die Eintracht hat ihre Lektion noch nicht gelernt

In der Vorbereitung auf den Termin beim VfB Stuttgart war immer wieder die Rede gewesen von den jüngsten Reiseerlebnissen im anderen Teil des Schwabenlandes, jenseits der bayerischen Grenzen.

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„Die erste Halbzeit haben wir nicht gut gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir zumindest den Kampf angenommen und versucht, Fußball zu spielen. Aber der Ausgleich ist leider nicht gefallen“, fasste der 28-Jährige das zähe Geschehen zusammen. Auch er konnte nichts dazu beitragen. Immerhin hatte ihn Niko Kovac schon gleich nach der Pause ins Spiel gebracht, um das Ruder nach dem 0:1-Rückstand noch herumzureißen. Eine Art Vertrauensbeweis, nachdem der Trainer Fabián am Montag gegen RB Leipzig gar nicht in den 18-Mann-Kader berufen und das vor dem Besuch in Stuttgart nüchtern erklärt hatte: „Ich bewerte, was ich im Training sehe. Und andere Spieler haben es besser gemacht.“

Der nach langer Zwangspause auf Einsätze brennende Mexikaner soll auf die Nichtberücksichtigung verärgert reagiert haben, was den Verantwortlichen wiederum nicht gefallen haben soll. Wie auch immer: Am Samstag bekam Fabián nach der Pause seine Chance, durch die Sperre von Kevin-Prince Boateng war auch etwas Platz im Mittelfeld und besonderer Bedarf an Spielkultur. Schmerzlich vermisst worden war er in der Hinrunde, als die Eintracht immer wieder Probleme hatte, wenn es galt, Abwehr-Bollwerke zu überwinden. In Stuttgart, wo sie einen Rückfall in solche Muster erlebte, ohne Witz, ohne Esprit, war Fabián indes keine große Hilfe. Fast ein halbes Jahr hatte er nach seiner Rücken-Operation aussetzen müssen. Verständlich, dass er noch nicht wieder in der teilweise herausragenden Form der vorigen Saison sein kann, nach deren Hinrunde ihn die Kicker-Experten als drittbesten offensiven Mittelfeldspieler der Klasse eingestuft hatten und in er mit sieben Treffern bester Eintracht-Schütze war.

Trotz der Niederlage war der Besuch in Stuttgart für ihn ein weiterer Schritt zurück zu alter Stärke, mit etwas Spielpraxis, im dritten Teilzeiteinsatz. Wichtig sein kann er in dieser Saison mit seinen Fähigkeiten in jedem Fall , im Rennen um einen Europacup-Platz. „Man muss den Kampf annehmen, von der ersten Minute an. Gerade, wenn man wie wir eine gute Position in der Tabelle verteidigen will“, mahnte Fabián an, was in Stuttgart nicht gelang. Zumindest für seine vergebene Chance wusste er das Gegenmittel: „Man muss es immer wieder probieren. Irgendwann klappt es auch.“

(mka)

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