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Eintracht Frankfurt: Auf einer Welle der Euphorie nach Augsburg

Von In Augsburg will die Eintracht Tabellenplatz vier verteidigen. Und dann gibt es ja noch die Diskussion um die Zukunft von Trainer Kovac.
Foto: dpa
Frankfurt. 

Man könnte doch tatsächlich meinen, der Flirt wird immer heißer. Und man könnte auch den Eindruck gewinnen, dass Jupp Heynckes inzwischen so sakrosankt ist, dass er seinen Nachfolger auf dem Trainerstuhl bei den Münchner Bayern selbst aussuchen darf. Heynckes betont immer wieder, dass er nach der Saison aufhören wird. Und an der Säbener Straße war Eintracht Frankfurts Trainer Niko Kovac gestern ein großes Thema.

„Um es ganz kurz zu sagen: Niko macht das sehr gut in Frankfurt, er ist ein ehemaliger Aktiver und wie er seine Mannschaft führt, ist einfach sehr gut“, lobte Heynckes den Kollegen. Der Aufschwung der Eintracht sei im Zusammenhang mit seinem Namen zu nennen: „Es ist erfreulich zu sehen, dass sich eine Mannschaft wie Frankfurt nach oben orientiert. Das ist auch gut für die Liga.“ Inzwischen ist man auch per Du.

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Da stürmt momentan einiges ein auf den Erfolgscoach der Eintracht: Champions-League-Tabellenplatz vier nach 20 Spieltagen in der Fußball-Bundesliga. Und nun schon seit einiger Zeit im Gespräch für den renommiertesten Club-Job, den es im deutschen Fußball gibt: Viel mehr geht eigentlich nicht.

Aber Kovac tut alles, um diese Diskussionen zu ersticken. „Jupp Heynckes ist eine Erscheinung im deutschen Fußball“, bedankte er sich gestern artig: „Es ist schön, wenn man ein Lob aus so einem Mund bekommt.“ Er wolle dieses Lob aber schleunigst an die Mannschaft weitergeben: „Denn die müssen es ja auf dem Platz umsetzen.“

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Er selbst spricht über seine Zukunft vorwiegend in Dementis. Kovac bestreitet, dass sein bis 2019 laufender Vertrag in Frankfurt zeitnah verlängert wird. Der Besuch seines Beraters im Winter-Trainingslager habe keine besondere Bedeutung gehabt, erklärte der Trainer gestern: „Wir haben überhaupt nicht gesprochen, und das ist auch nicht nötig. Fredi Bobic weiß, wie ich denke, ich weiß, wie er denkt. Wir wollen jetzt erst einmal erfolgreich sein.“

Das ist der Club momentan. Seit fünf Spielen ist die Eintracht ungeschlagen. Und auswärts ist sie in dieser Saison eine Macht. Keine schlechte Ausgangsbasis vor dem unangenehmen Auswärtsspiel am Sonntag (15.30 Uhr) beim FC Augsburg. „Wir wollen die tolle Atmosphäre, die im Moment im Club, in der Stadt und in der Mannschaft herrscht, auf den Platz bringen“, sagt Kovac.

Gegenüber seinem Amtsantritt in Frankfurt vor eineinhalb Jahren habe sich viel verändert: Aber der Trainer lebt so sehr nach den Prinzipien von Bescheidenheit und Demut, dass er auch gestern wieder den Mahner gab: „Alle beobachten uns, alle wollen uns verfolgen oder sogar überholen. Gerade deshalb müssen wir jetzt noch mehr tun.“

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Auf den vierten Tabellenplatz „dürfen wir uns nichts Falsches einbilden.“ Für Kovac ist die Champions League weit weg. „Visionen, die Zukunft, das ist das eine – ich muss das Jetzt leben“, sagt er klipp und klar: „Ich will die Spieler nicht bremsen, aber ich will ihnen auch immer wieder die Realität vor Augen führen. Sie sollen daran glauben, aber sie sollen dafür auch arbeiten.“ Und in Augsburg wartet eine schwere Aufgabe. „Das ist eine Mannschaft, die in allen Belangen richtig gut Fußball spielt“, sagt Kovac. Schon das Hinspiel endete für die Eintracht mit einer bösen Überraschung und einer 1:2-Heimniederlage. „Wir sind die beiden Überraschungsmannschaften der Saison“, meinte Kovac gestern: „Wenn man sich die ersten Neun der Tabelle anschaut, dann sind wir die beiden Vereine, die da eigentlich nicht hingehören. Am Anfang der Saison hieß es noch: Die haben überhaupt keine Chance. Jetzt schwimmen wir beide da oben mit.“ Beide Vereine hätten gezeigt, was man durch gute, kontinuierliche Arbeit erreichen kann.“

Allzu große Personalprobleme hat der Frankfurter Coach nicht. Stürmer Ante Rebic ist zwar gesperrt. Probleme sieht Kovac darin nicht: „Heute waren beim Training 21 Feldspieler auf dem Platz. Wir gehen mit voller Kapelle auf die Reise nach Augsburg“, sagte er am Freitag. Als Rebic-Ersatz kommen Branimir Hrgota und Luka Jovic infrage.

Und auch Mittelfeldstratege Marco Fabián dürfte während der anstehenden „englischen Woche“ mit dem Pokalspiel gegen Mainz sein Comeback feiern. „Bei ihm sieht es von Tag zu Tag besser aus“, sagte Kovac. „Was er im Training zeigt, ist schon sehr vielversprechend.“

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