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Eintracht Frankfurt: Bastian Oczipka ist schon so gut wie weg

Von Auch wenn es (noch) keine Bestätigung dafür gibt, scheint ein Wechsel von Bastian Oczipka immer wahrscheinlicher. Und jetzt gibt es auch noch Gerüchte, Arsenal London sei an Aymen Barkok interessiert.
Nach dem Pokalfinale in Berlin feierten sie noch mit der Eintracht auf dem Römer-Balkon: Aymen Barkok (2. von links) und Bastian Ozcipka (2. von rechts). Foto: Marc Schüler (imago sportfotodienst) Nach dem Pokalfinale in Berlin feierten sie noch mit der Eintracht auf dem Römer-Balkon: Aymen Barkok (2. von links) und Bastian Ozcipka (2. von rechts).
Frankfurt. 

Sportvorstand Fredi Bobic hat seit seinem Amtsantritt vor etwas mehr als einem Jahr nie einen Hehl daraus gemacht, dass ein Teil der zukünftigen Geschäftspolitik auch der Verkauf von Spielern sein müsse. Dieser Weg sei für die Frankfurter Eintracht vorgezeichnet. Andere Vereine wie der Nachbar FSV Mainz 05 haben es vorgemacht. Und auch bei der Eintracht hat es vor zwei Jahren geklappt, als Torwart Kevin Trapp für neun Millionen Euro nach Paris verkauft wurde. Damals ist der Idealfall eingetreten, denn Trapps Nachfolger Lukas Hradecky, für 2,5 Millionen Euro aus Bröndby geholt, war für weniger Geld ein gleichwertiger Ersatz.

Nun stehen die Frankfurter wieder vor der Entscheidung, Spieler zu verkaufen und damit die Mannschaft vordergründig zunächst einmal sportlich zu schwächen. Das Interesse des FC Schalke 04 an Bastian Oczipka ist verbürgt, angeblich haben sich Spieler und Verein bereits geeinigt. Der 28 Jahre alte Oczipka könnte auf Schalke deutlich mehr verdienen als in Frankfurt, von einer halben Million Euro plus pro Jahr ist die Rede. Zudem soll sich Arsenal London um Nachwuchsmann Aymen Barkok bemühen.

Bilderstrecke Eintracht-Gerüchteküche: Wer wird als Neuzugang gehandelt?
Die Planungen für die kommende Spielzeit sind in vollem Gange. Niko Kovac und Fredi Bobic sind auf der Suche nach neuen Verstärkungen für die Eintracht. Wer wird bei den Adlern aus Neuzugang gehandelt? Wir geben einen Überblick über die Gerüchte.<br/><br/>
<b>Luka Jovic (Benfica Lissabon)</b><br/><br/>
Luka Jovic kommt. Das bestätigte jetzt Bruno Hübner. Der Wechsel stehe kurz vor dem Abschluss. Zu den Details schwieg er. (Stand 20.06.2017) Laut BILD-Zeitung soll der 19 Jahre alte Jovic für 100.000 Euro Leihgebühr von Benfica Lissabon für zwei Jahre ausgeliehen werden. Der Mittelstürmer kam mit vielen Vorschusslorbeeren nach Portugal und galt als "Super-Talent". Benfica zahlte 6,5 Mio. Euro für ihn an Limassol. Durchsetzen konnte sich der junge Mann aus Bosnien-Herzegowina aber bislang nicht.<b>Daichi Kamada (Sagan Tosu)</b><br/><br/>
Die japanische Redaktion von Football Tribe will erfahren haben, dass die SGE ein offizielles Angebot für Daichi Kamada von Sagan Tosu abgegeben hat. Der 20 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler spielt mit seinem Verein in der ersten japanischen Liga. Er ist Stammspieler und konnte in dieser Saison in 15 Spielen 6 Scorerpunkte sammeln. (Stand: 20.06.2017)<b>Andre Hahn (Borussia Mönchengladbach)</b><br/><br/>
Wird Hahn neue Offensivkraft bei der Eintracht? Ein Wechsel sei nicht realistisch, verkündete zuletzt Bruno Hübner. (Stand: 20.06.2017) Laut BILD hatte die SGE lange Interesse am Gladbacher, der keine Stammkraft unter Dieter Hecking ist. Hahn hat aber einen Marktwert von 6 Mio. Euro. Aufgrund des womöglich hohen Preises hat die Eintracht Abstand von einem Transfer genommen, verriet Hübner nun.
Die Eintracht muss also nun abwägen, wie sie mit diesen Angeboten umgeht. Bei Oczipka wäre ein Verkauf nach Bobics klaren Ansagen und der Vertragskonstellation, dass der Spieler nächstes Jahr ablösefrei gehen könnte, fast logisch. Vorausgesetzt, die Ablösesumme stimmt und würde die Eintracht in die Lage versetzen, wenigstens für einen halbwegs gleichwertigen Ersatz zu sorgen. Die zunächst kolportierten 3,5 Millionen Euro kann bei der heutigen Preisentwicklung niemand wirklich ernst nehmen. Da sind jene zuletzt in den Medien genannten fünf bis sieben Millionen Euro schon realistischer in Anbetracht der Leistungsstärke des Spielers.

Für Bobic und die Eintracht ist es aber in jedem Fall eine schwierige Entscheidung. Denn Oczipka ist nicht irgendein Spieler auf irgendeiner Position. Er spielt seit fünf Jahren für die Adler, er ist längst eine der wenigen Identifikationsfiguren geworden und er hat eine sehr gute Saison hinter sich. Selbst als viele andere in der Rückrunde der letzten Spielzeit nicht gut gespielt haben, gehörte Oczipka immer zu den Besseren. Und er war der „Dauerbrenner“. 33 von 34 Bundesligaspielen hat er bestritten, nur einmal hat er wegen einer Gelbsperre gefehlt. Also im Gegensatz zu vielen Kollegen ein Profi ohne größere Verletzungsprobleme.

Bilderstrecke Abgänge: Diese Spieler verlassen die Eintracht
Bastian Oczipka zieht es ein Jahr vor Vertragsende zum Ligakonkurrenten FC Schalke 04.Fukan Zorba zieht es zum Drittligisten Vfl Osnabrück. Dort unterschreibt der 19 Jahre Innenverteidiger einen Vertrag bis 2019. Über die Details des Wechsels ist nichts bekannt.Michael Hector. Der kantige Innenverteidiger war nur auf Leihbasis in Frankfurt und geht wieder zurück zum FC Chelsea.

Und er ist ein gelernter linker Verteidiger. Auf dieser Position gibt es nicht wirklich viele gute Spieler, schon gar keine deutschen. Nicht zuletzt deshalb bemühen sich ja die Schalker um ihn. Blickt man auf die aktuelle Frankfurter Mannschaft, die Mitte August in die Saison gehen könnte, wäre bei einem Verkauf von Oczipka Timothy Chandler der letzte deutsche Spieler in der vermeintlichen Stammelf. Sportlich gibt es im aktuellen Kader für Oczipka keine wirkliche Alternative. Taleb Tawatha, der zweite linke Verteidiger, ist ein ganzes Stück von Oczipkas Leistungsniveau entfernt.

„Sind auf alles vorbereitet“

Und deshalb hängt die Antwort auf die Schalker Anfrage sicher auch mit möglichen Alternativen zusammen. Trainer Niko Kovac hat gerade in einem Interview erklärt, „dass wir für jede Position immer zwei, drei Möglichkeiten haben“. Die Eintracht sei inzwischen im Scouting so gut aufgestellt, „dass wir immer auf alles vorbereitet sind“. Oczipka ist nicht der einzige, der von einem anderen Klub umworben sein soll. Hartnäckig halten sich die Gerüchte, dass Arsenal London sich um Aymen Barkok bemüht. Bestätigt wird dies von keiner der drei Seiten.

Bilderstrecke Die zehn teuersten Eintracht-Einkäufe aller Zeiten
Fredi Bobic und Bruno Hübner haben in der Sommerpause schon einiges an Geld in die Hand genommen, um die Eintracht zu verstärken. Doch welche Spieler sind die teuersten Einkäufe, die die Eintracht jemals getätigt hat?Auf Platz 10 liegt Eintracht-Torwart Lukas Hradecky. Er wechselte in der Saison 2015/2016 vom dänischen Erstligisten Bröndby IF für 2, 5 Millionen Euro an den Main. Hradecky hat noch einen Vertrag bis 2018 bei der Eintracht.Auf Platz 9 liegt der Innenverteidiger Habib Bellaid. Er wechselte in der Saison 2008/2009 vom französischen Erstligisten Straßburg ebenfalls für 2, 5 Millionen Euro nach Frankfurt. 2012 zog es ihn dann wieder nach Frankreich zum CS Sedan.

Der 19 Jahre alte Barkok spielt zurzeit mit der deutschen U 19-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Georgien. Bei ihm könnte sich für die sportliche Leitung der Frankfurter Eintracht ein Gewissenskonflikt ergeben. Zum einen wäre Barkok genau jener Typ Spieler, den es sich zu verkaufen lohnt: Aus der eigenen Jugend, ohne Ablöse gekommen, für Millionen Euro abgegeben, dazu kein Stammspieler in der letzten Saison und auch nicht unbedingt in der kommenden. Das hört sich für jeden Verein ganz gut an.

Die andere Seite: Barkok gilt als eines der größten Talente und wenn die Eintracht ihre jungen Spieler abgibt, könnte das dem Anspruch, gerade die Jungen zu entwickeln, auch widersprechen. Keine einfachen Aufgaben also für Sportvorstand Fredi Bobic und Manager Bruno Hübner

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