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Temperamentvolle Szenen im SGE-Training: Bei der Eintracht fliegen die Fetzen

Von Auf weitere Neue wartet er noch, sonst aber ist Trainer Schaaf zufrieden: Die Eintracht-Spieler, die schon da sind, ziehen voll mit.
Hiergeblieben: Bamba Anderson (rechts) versucht im Trainingsspiel, Stefan Aigner mit allen Mitteln zu halten.	Foto: Klein Hiergeblieben: Bamba Anderson (rechts) versucht im Trainingsspiel, Stefan Aigner mit allen Mitteln zu halten. Foto: Klein
Donaueschingen. 

Zu Wochenbeginn ging es hoch her auf dem Trainingsplatz der Frankfurter Eintracht. Zunächst Schnellkraftübungen, dann eins gegen eins, zwei gegen zwei und drei gegen drei auf kleinem Feld. Anschließend wieder zwei gegen zwei sowie eins gegen eins. Da flogen die Fetzen, da riss auch schon mal ein Trikot und Trainer Thomas Schaaf musste eher bremsen als antreiben: „Tretet gegen das Runde, sonst muss ich Helme verteilen.“

Bilderstrecke Tag 4 im Eintracht-Trainingslager in Donaueschingen
Am vierten Tag beim Eintracht-Trainingslager in Donaueschingen ging es beim Spiel auf dem Kleinfeld ordentlich zur Sache. Im Bild: Martin Lanig (li.) und Hermann Dörner. Fotos: Klein (20), Jan Hübner (3)Wie Du mir, so ich Dir, denkt sich Martin Lanig, der hier vor den Augen von Trainer Thomas Schaaf beherzt gegen Hermann Dörner durchgreift.Bamba Anderson bremst Stefan Aigner vehement aus...

Noch immer wird zwar auf stürmende Verstärkung gewartet, aber der vorhandene Kader des Fußball-Bundesligisten zieht während des Trainingslagers in Donaueschingen voll mit. „Das war hoch intensiv, das geht gut auf die Pumpe“, grinste der zufriedene Trainer nach der Vormittagseinheit.

Bilderstrecke Dritter Tag im Trainingslager: Timothy Chandler ist an Bord
In Donaueschingen dreht sich heute so manches um den Neuzugang Timothy Chandler.

<br><br>Fotos: KleinUS-Nationalspieler ist nach seinem Urlaub inzwischen im Trainingslager eingetroffen.Sorgfältig wird seine Wade auf die Probe gestellt.

Nicht nur Bastian Oczipka war anschließend platt: „Ich habe in drei Tagen zwei Mal 90 Minuten gespielt, dann die Hitze und das Trainingsprogramm, da geht man auf der Felge oder auf dem was drunter ist.“ Der 25-Jährige hatte in der Rückrunde auch wegen diverser Verletzungen seinen Stammplatz verloren, greift nun wieder an, um Constant Djakpa als linken Außenverteidiger zu verdrängen.

Bilderstrecke Härtetest: Adler scheitern gegen Terek Grosny
Am zweiten Tag in ihrem Trainingslager in Donaueschingen trafen die Frankfurter auf den FC Terek Grosny. Die Adler unterlagen dem russischen Erstligisten im Testspiel mit 1:2.

<br><br>Im Bild: Marco Russ

<br><br>Fotos: KleinDas einzige Tor der Frankfurter besorgte Martin Lanig (im Bild).Takashi Inui (im Bild) spielte in der 20. Minute eine Flanke in die Mitte auf Lanig, der verwandelte per Kopf.

Oczipka ist überzeugt, dass ihm dies auch gelingt, wenn er fit bleibt: „Ich bin während der Pause viel gelaufen, das hat mir geholfen.“ Trotzdem fehle derzeit noch die Kraft für die vielen Flankenläufe, für die er eigentlich bekannt ist.

 

Oczipka stellt sich um

 

Und er muss sich noch umgewöhnen, weil Schaaf im Gegensatz zu Armin Veh seine Außenverteidiger erst einmal etwas weiter hinten positioniert sehen will. „Doch ich glaube nicht, dass deswegen meine Stärken gebremst werden. Das hat mir auch der Trainer gesagt“, berichtet Oczipka. Man müsse sich halt etwas gedulden, bis die taktischen Umstellungen greifen: „Wir haben einen guten Trainer und müssen ihm vertrauen, dürfen nicht denken, bei Armin Veh war es besser. Ich bin sicher, es wird etwas Gutes herauskommen.“

Möglichst schon beim Pokalspiel in Berlin, eine Woche vor dem Bundesliga-Start gegen Freiburg. Derzeit sei es schwer, ein Saisonziel auszugeben, zumal der Kader noch nicht komplett ist. „Aber mit einem guten Start kann man weiter hochkommen als vielleicht gedacht“, glaubt der Ex-Leverkusener.

Die Außenverteidiger-Positionen dürften dabei nicht das Problem sein. Links stehen Oczipka und Djakpa bereit, rechts wurde Timothy Chandler als Nachfolger von Sebastian Jung verpflichtet.

 

Chandler freut sich

 

Am Sonntag hatte Chandler erstmals mit den Eintracht-Profis trainiert, hatte als WM-Teilnehmer verlängerten Urlaub erhalten, hatte sich auf Kreta erholt. Dass ihn US-Coach Jürgen Klinsmann keine einzige Minute hatte spielen lassen, war für den 24-Jährigen keine Enttäuschung: „Das war ein riesiges Erlebnis, ich war froh, dass ich nach drei Monaten Verletzungspause überhaupt noch auf den Zug aufspringen durfte.“

Chandler hatte bis vor vier Jahren für den Eintracht-Nachwuchs gespielt, ehe er als Stürmer zum 1. FC Nürnberg wechselte. Vorgesehen für die zweite Mannschaft, bekam er plötzlich im Bundesliga-Team seine Chance als rechter Außenverteidiger. Nach dem Abstieg der Franken freute er sich riesig über das Angebot aus Frankfurt: „Auch wenn ich in Nürnberg vier tolle Jahre hatte, habe ich die Eintracht natürlich immer verfolgt.“

Und obwohl die Schaaf-Truppe ja noch Offensiv-Spieler sucht, ist für ihn die Rück-Schulung auf Stürmer kein Thema. „Ich bin auf rechter Verteidiger eingestellt“, sagt er grinsend. Sein Ziel ist, mit der Eintracht möglichst viele Punkte zu holen und den Tabellenkeller nicht mehr zu betreten: „Ein zweiter Abstieg steht mit Sicherheit nicht in meinem Karriereplan.“

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