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Eintracht Frankfurt: Beim Lieblings-Auswärtsgegner soll der positive Trend fortgesetzt werden

Adi Hütter hat persönlich nicht die besten Erinnerungen an den Borussia-Park. Heute kehrt der Trainer mit der Eintracht zurück.
Luka Jovic (l) und Cheftrainer Adi Hütter freuen sich nach dem 2:1-Sieg in Marseille. Foto: Arne Dedert (dpa) Luka Jovic (l) und Cheftrainer Adi Hütter freuen sich nach dem 2:1-Sieg in Marseille.
Frankfurt. 

Für Adi Hütter, den neuen Trainer von Eintracht Frankfurt, sind viele Bundesliga-Stadien Neuland. An den Gladbacher Borussia-Park aber kann er sich gut erinnern, auch wenn die Erinnerung nun wahrlich keine sehr gute ist.

„Es war“, entsinnt sich der Österreicher an jenen 24. August 2016, „unangenehm, an der Linie zu stehen.“ Hütter war seinerzeit vor fast genau zwei Jahren noch Coach von Young Boys Bern, und es ging im Rückspiel um den Einzug in die Champions League. Das Hinspiel in der Schweiz hatte YB 1:3 verloren, also „sind wir hohes Risiko gegangen“, erzählt Hütter. Er habe offensiv aufgestellt – doch sein Mut wurde nicht belohnt. Mit 6:1, dreimal Raffael, dreimal Thorgan Hazard, hatten die Gladbacher die Jungs aus der Schweizer Kapitale abgezogen, kein schöner Moment für einen Coach.

Natürlich kam diese Partie jetzt wieder zur Sprache, jetzt, da Hütter, dieses Mal mit Eintracht Frankfurt, erneut im Borussia-Park zu Gast ist, heute um 20.30 Uhr, und ein 1:6 ist definitiv ein Ergebnis, auf das der Frankfurter Fußballlehrer getrost verzichten kann. Dafür ist die Bilanz der Hessen am Niederrhein eher positiv, von den letzten fünf Partien ging nur eine verloren, 0:3, das erste Spiel des Hütter-Vorgängers Niko Kovac. In der letzten Saison gewannen die Frankfurter dort 1:0, als Kevin-Prince Boateng sein erstes Tor für die Eintracht erzielte, zuvor gab es das im Elfmeterschießen gewonnene Halbfinale im DFB-Pokal.

Damals mit Bern war Hütter gezwungen, in die Offensive zu gehen. Wird er dieses Konzept auch mit der Eintracht bei den zuletzt sehr heimstarken Borussen mit fünf Siegen aus den letzten Spielen zu Hause verfolgen?

Er lässt sich nicht in die Karten gucken. „Ich traue mich vieles“, sagt er verschmitzt, um hinzuzufügen, „die Frage ist nur, ob es Sinn macht“. Trotzdem spricht manches dafür, dass die Eintracht auch den Vorwärtsgang einlegen wird. Durchaus mutig hat Hütter seine Teams ja auch gegen Marseille und Leipzig aufgestellt, gegen die Sachsen sogar zwei Spitzen nominiert und den Linksaußen hinten links in die Fünferabwehrkette postiert.

Willems kehrt wohl zurück

Dass Filip Kostic aber erneut hinten aushelfen wird, ist nicht wahrscheinlich, zumal Rotsünder Jetro Willems seine um ein Spiel verkürzte Sperre abgesessen hat und in die Mannschaft rotieren dürfte. Hütter hat den Niederländer nach seinem zweiten Platzverweis nicht noch einmal eigens zur Seite genommen. Willems soll auch sein Spiel nicht groß ändern, er sei ja keiner, der „unanständig“ spielt. Vielmehr gehöre der 24-Jährige zu jenen Profis, die kreativ an die Sache herangehen. „Er hat sicher seine Lehren aus der ersten Roten Karte gezogen und soll jetzt seinen Fußball spielen“, sagt Hütter.

Inwieweit Hütter dem einen oder anderen Spieler angesichts der vielen englischen Wochen eine Ruhepause gönnen mag, wollte er nicht verraten. Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Luca Torro, der sich im Marseille-Spiel leicht verletzt hatte und gegen Leipzig nicht zum Kader zählte, und bei Marco Fabián, der über Kniebeschwerden klagte. Möglicherweise liebäugelt der 48 Jahre alte Fußballlehrer mit einem längeren Einsatz von Ante Rebic, der am Sonntag für 20 Minuten zum Einsatz gekommen war.

Er könnte sogar in der Anfangsformation stehen, meint Hütter. Doch das ist nicht sehr wahrscheinlich, denn der kroatische Nationalspieler ist körperlich noch nicht bei 100 Prozent. „Dass er eine Halbzeit spielen kann, da habe ich keine Sorgen.“ Allerdings habe er, Hütter, eine „Abmachung“ mit dem Spieler getroffen, wonach „wir ihn so aufbauen, dass er fit wird und uns helfen kann“. Und sei es vorerst als Einwechselspieler, der frischen Wind bringt. Angesichts des momentanen kleinen Frankfurter Aufwärtstrends aus dem Sieg bei Marseille (2:1) und dem Remis gegen Leipzig (1:1)wolle ohnehin jeder Spieler „am liebsten jeden zweiten Tag spielen.“

Dessen ungeachtet ist für Eintracht Frankfurt aber das nächste Heimspiel gegen Hannover 96 am Sonntag das sehr viel wichtigere Spiel. Diese Partie sollte gewonnen werden, um in der Liga zumindest ein wenig Ruhe zu haben. Denn danach stehen zwei Brocken an, erst in der Europa League die Heimpartie gegen Lazio Rom, dann das Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim. Da wäre ein Polster ganz schön.

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