Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Eintracht Frankfurt: Blick auf den Gegner: Herthas Offensive läuft heiß

Die Eintracht ist bei Hertha BSC zu Gast. Wie ist die Lage beim Gegner? Wir haben die Berliner unter die Lupe genommen und geschaut, was auf die Frankfurter Eintracht zukommt.
Foto: Jan Huebner (imago sportfotodienst)

Am Sonntag muss die Eintracht auswärts bei Hertha BSC antreten. Die Berliner spielen bisher eine sehr durchwachsene Saison und können nicht an die Leistungen der vergangenen Spielzeit anknüpfen, als sie sich sogar für die Europa-League qualifizieren konnten. Ein Grund für den mittelmäßigen Start könnte die zusätzliche Belastung durch den internationalen Wettbewerb sein.

Auf dem Transfermarkt hielt sich die Hertha im Sommer zurück. Die erfolgreiche Mannschaft aus der letzten Saison wurde weitestgehend zusammengehalten. Lediglich Ergänzungsspieler wie Sami Allagui (FC St. Pauli), Allan (Leih-Ende), Alexander Baumjohann (FC Coritiba) und Florian Kohls (Würzburger Kickers) verließen den Verein. Einzig der Abgang von Innenverteidiger und Leistungsträger John Anthony Brooks (VfL Wolfsburg) schmerzte die Verantwortlichen in der Hauptstadt.

Bilderstrecke Eintracht: Die Eisenfüße im Lager der Adler
Was haben Carlos Zambrano, Werner Lorant und Uwe Bindewald gemeinsam? Sie alle zählen zu jener seltenen Spieler-Gattung, die sich für ihren Verein zerreißt und dem Gegner das Fürchten lehrt. Wir haben die größten Eisenfüße der Frankfurter Vereinsgeschichte zusammengetragen.Werner Lorant: Spielte von 1978 bis 1982 bei der Frankfurter Eintracht und ging als kompromissloser Abräumer in die Vereinsgeschichte ein. Seinem Spitznamen "Werner Beinhart" machte er alle Ehre. In insgesamt 325 Bundesliga-Spielen erhielt er 67 gelbe Karten und flog zweimal mit Rot vom Platz. Seinen Gegenspieler Jupp Kappelmann beförderte er mit einem schraubstockartigen Griff ins Gemächt ins Krankenhaus. 1974 verletzte er Theo Homann dermaßen schwer, dass dieser wegen einer Knieverletzung seine Karriere beenden musste. Lorant . . .. . . wurde nach Frankfurt geholt, um den drei Musketieren Bernd Hölzenbein, Jürgen Grabowski und Bernd Nickel den Rücken freizuhalten. Die Spielweise des 1948 geborenen Lorants lässt sich mit einem Zitat von Hölzenbein treffend beschreiben: "Wenn mich mal ein Gegenspieler nervte, drohte ich ihm mit Werner. Nach dem Motto: Ich hetz´ den Lorant auf dich. Schon war Ruhe." Lorant erlebte seine erfolgreichste Zeit in Hessen: 1980 gewann er mit den Adlern den Uefa-Cup. 1981 holte die Eintracht mit ihm den DFB-Pokal. Auch . . .

Rekik ein würdiger Brooks-Nachfolger

Nachfolger von Brooks in der Defensive wurde Karim Rekik, der aus Marseille kam. Außerdem kamen noch Mathew Leckie (FC Ingolstadt), Davie Selke (RB Leipzig), Valentino Lazaro (RB Salzburg) und Torhüter Jonathan Klinsmann zur Hertha. Trainer Pal Dardai hatte sein Team gezielt verstärkt und wollte die erfolgreiche Spielzeit bestätigen.

Bisher verläuft die Saison aber gar nicht nach dem Geschmack von Pal Dardai und Michael Preetz. Zwar spielt die Hertha immer gut mit, aber häufig springen keine Punkte heraus. Es gab bisher noch keine hohe Niederlage, aber viele knapp verlorene Spiele. In der Europa-League versagte die Mannschaft aber total. In einer machbaren Gruppe mit den Gegnern Athletic Bilbao, Sorja Luhansk und Östersunds FK ist die Hertha bereits vor dem letzten Spiel ausgeschieden.

Bilderstrecke Die zehn teuersten Eintracht-Abgänge aller Zeiten
Rang 1 schnappt sich eindeutig Kevin Trapp. Der heutige National-Torhüter wechselte im Sommer 2015 für 9,5 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain.Dass Lajos Détári Frankfurt verlassen hat, ist zwar schon einige Jahre her. Trotzdem ist der Ungar bis heute einer der Spieler, der der SGE im Verhältnis am meisten Geld eingespielt hat. Der offensive Mittelfeldspieler und Pokalheld wechselte 1988 für damals etwa 18,5 Millionen D-Mark. Heute läge sein Preis bei knapp 9 Millionen Euro und damit auf Platz 2.Platz 3 geht an Bastian Oczipka. Der Linksverteidiger wechselte im Sommer 2017 für 4,5 Millionen Euro zum FC Schalke 04.

Ebenfalls nicht mit Ruhm bekleckert hat sich Berlin im DFB-Pokal. Gegen Kellerkind 1. FC Köln setzte es vor heimischem Publikum eine 1:3-Niederlage, wodurch die Hertha wieder nicht ins Pokalfinale im eigenen Stadion kommt.

Selke ein wichtiger Baustein

Aktuell scheint sich die Hertha aber etwas zu fangen, was auch einiges mit dem Namen Davie Selke zu tun haben dürfte. Der Stürmer, der zu Beginn der Saison verletzt ausfiel, ist erst seit wenigen Wochen wieder fit und seit vorletztem Spieltag steht er auch wieder in der Startformation. Beim Auswärtssieg in Köln (2:0) zeigte er, wie gut er zu Sturmpartner Vedad Ibisevic passt und dass das Duo noch einige Tore machen wird.

Auf die SGE kommt am Sonntag eine harte Aufgabe zu, denn die Hertha ist ein Team, das nur schwer zu knacken ist. Offensiv ist vor allem das Duo Selke/Ibisevic brandgefährlich und bestraft jeden Fehler, wie die Kölner am Sonntag schmerzvoll erfahren mussten.

Bilderstrecke Eintracht, das wurde aus deinen Talenten
Viele Frankfurter Talente, die wie Patrick Ochs, Sebastian Jung oder Sonny Kittel die SGE verließen, schafften in ihrer weiteren Karriere nicht den Durchbruch im Profifußball. Andere dagegen blicken auf eine tolle Laufbahn zurück. <br><br>
Wir zeigen, was aus den größten Nachwuchsspielern der Hessen wurde, welche Spieler es dabei geschafft haben, wer gescheitert ist, welches Talent verkannt wurde und wer sich erst noch beweisen muss. Alle Fotos: ImagoGeschafft<br><br>
Manfred Binz: „Manni der Libero“ wurde der Abwehrchef der Frankfurter Eintracht liebevoll von den Fans genannt. Spielte in der Jugend für den VfR Bockenheim und die SGE. Der 1965 in der Mainmetropole geborene Verteidiger war ab der Saison 1986/87 fester Bestandteil der Frankfurter Defensive. Zwischen 1984 und 1996 absolvierte er 336 Spiele für die SGE, ehe er nach Italien wechselte und für Brescia Calcio auflief. Gehörte bei der EM 1992 zum Kreis der Nationalmannschaft und absolvierte insgesamt 14 Länderspiele für die DFB-Elf. Wurde 1998 von Borussia Dortmund verpflichtet. Nach Engagements bei den Kickers Offenbach und den Eintracht-Amateuren beendete er  2010 seine Karriere.Gescheitert<br><br>
Michael Anicic: Spielte sich im zarten Alter von 18 Jahren erstmalig ins Rampenlicht der Bundesliga und erhielt sogar ein Angebot vom FC Bayern München, gegen die er unter Trainer Dragoslav Stepanovic auch debütieren dufte. »Ich dachte, ich muss mal wieder einen reinwerfen«, hatte Stepi  die überraschende Aufstellung begründet. Schon am Abend des Debüts war Anicic Gast im Aktuellen Sportstudio. Das kam offenbar zu früh. Anicic ließ nach. Eine  schwere Knieverletzung zwang den «Senkrechtstarter» zu einer längeren Pause. Richtig erholen konnte sich der talentierte Mittefeldspieler davon nie. 1996 zog es ihn Ausland. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland spielte er ausschließlich für unterklassige Vereine. Zur Eintracht kehrte er nie zurück. Am Ende der Spielzeit 2008/09 beendete er seine Karriere. Heute ist er sportlicher Leiter beim SV Fischbach.
Zur Startseite Mehr aus Eintracht Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse