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Eintracht Frankfurt: Blick auf den Gegner: Überlebenskampf am Rhein

Die Saison neigt sich dem Ende entgegen. Die Eintracht trifft am 33. Spieltag auf Mainz 05. Wie ist die Lage bei den Rheinhessen? Wir haben den FSV unter die Lupe genommen.
Foto: Marc Schüler
In Mainz ist aktuell die Nervosität greifbar. Das Team von Trainer Martin Schmidt spielt eine ganz schwache Rückrunde und ist tief im Abstiegskampf. Das hätten sich die Mainzer nach der Hinserie wohl anders vorgestellt. Trotz der 0:3-Niederlage kurz vor Weihnachten gegen die Eintracht, rangierte der FSV auf Tabellenplatz zehn, mit 20 Punkten und sieben Zählern Vorsprung auf die gefährdeten Plätze. Mit einem nicht nachvollziehbaren Transfer in der Winterpause fing der Absturz dann an.

Yunus Malli ging für einen zweistelligen Millionenbetrag nach Wolfsburg. Viel Geld für einen kleinen Verein, keine Frage. Aber ist solch ein Wechsel sinnvoll, gerade im Winter? Mainz gibt seine stärkste Waffe in der Offensive, seinen Spielgestalter und Topscorer ohne Not ab, dazu noch an einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Eine Maßnahme, die den Rheinhessen teuer zu stehen kommen könnte. Ein Abstieg aus der Bundesliga würde immensen finanziellen Schaden anrichten - deutlich mehr als das Geld, dass für Malli in die Kassen gespült wurde.

Vor der Saison hatten viele Anhänger Angst, dass die Dreifachbelastung mit Europa-League, Bundesliga und DFB-Pokal das Team in arge Abstiegsnöte bringen könnte. Kurioserweise fing der Abwärtstrend erst an, als die Mannschaft bereits aus dem internationalen Geschäft und dem Pokal ausgeschieden war. Was ist also der Grund für die Misere der Rheinhessen?

Auf den ersten Blick spricht nichts für den Tabellenstand der Mainzer. Das Team hat einige Spieler in den eigenen Reihen, die vier oder mehr Tore erzielten. Erfahrene Leute und Führungsspieler sind mit Donati, Frei, de Blasis und Bungert auch vorhanden. Beim Blick auf den Spielplan der Mainzer fällt auf, dass es außer dem 0:4 in Hoffenheim keine richtige Abreibung für den FSV gab. Die Rheinhessen mussten sich wenn dann knapp geschlagen geben. Mangelnde Motivation und fehlende Einstellung kann den Spielern auch nicht vorgeworfen werden - sie holten ein Remis bei den Bayern und schlugen die Hertha im heimischen Stadion.

Der Abwärtstrend der Mainzer ist mehr ein schleichender Prozess, ohne wirkliches negatives "Highlight". Von Krise redet aber seltsamerweise trotz der prekären Lage in Mainz niemand. Trainer Schmidt ist fest im Sattel, von Vorstand und Aufsichtsrat sind keine negativen Äußerungen zu hören. Es scheint fast so, als nimmt Mainz die momentane Situation zu leicht. In den letzten beiden Spielen muss die Mannschaft aber liefern und Punkte einfahren. Sonst steigt Mainz am Ende ab und merkt erst in der Sommerpause, dass das Abenteuer Bundesliga vorbei ist.
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