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Eintracht Frankfurt: Bloß keine Panik vor dem Heimspiel gegen Stuttgart

Von Klappt es heute gegen den VfB Stuttgart endlich wieder einmal mit einem Heimsieg? Makoto Hasebe wird wohl nicht mithelfen können. Kovac kritisiert vor dem Heimspiel gegen Stuttgart eine zu große Erwartungshaltung.
Nach vorne spielen, aber kein Hurra-Fußball: So stellt sich Niko Kovac das gegen Stuttgart vor. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Nach vorne spielen, aber kein Hurra-Fußball: So stellt sich Niko Kovac das gegen Stuttgart vor.
Frankfurt. 

Er sagt, dass er sehr wenig liest. Und doch muss sich bei Niko Kovac in den zurückliegenden Tagen tief drinnen einiges aufgestaut haben. Der Eintracht-Trainer gab sich beim Ausblick auf das heutige Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (15.30) weniger leutselig und betont optimistisch als sonst. Die in vielen Medien formulierte Kritik an seiner Mannschaft und ihrer Spielweise stört Kovac offensichtlich. „Das wurde mir zugetragen“, meinte er gestern knapp: „Jeder hat seine eigene Wahrnehmung. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“

Was es für Kovac nicht einfacher macht: Als öffentliche Kritiker betätigen sich momentan ausgerechnet ehemalige Eintracht-Größen wie Thomas Berthold („Fußball zum Abgewöhnen“), Andreas Möller oder Karl-Heinz Körbel (lesen Sie dazu auch „Charlys Blickwinkel“) auf dieser Seite. „Wir können sicherlich besser werden“, gibt der Frankfurter Coach zu: „Aber so wie es dargestellt wird, ist mir das zu simpel.“ Sicherlich habe das neu zusammengestellte Team noch Potenzial nach oben: „Aber es ist nicht alles so schlecht, wie es suggeriert wird.“

Bilderstrecke Eintracht vs. Stuttgart: Die Spieler im Vergleich
Gegen den VfB Stuttgart soll für die Eintracht wieder ein Sieg her. Wir haben die Spieler beider Mannschaften im Vergleich Mann-gegen-Mann unter die Lupe genommen.<b>Lukas Hradecky</b>:<br><br> Schon unzählige Male hat der Finne Punkte für die Eintracht gerettet. Dass es nicht immer geht, zeigte etwa das Spiel gegen Augsburg (1:2), wo der Torwart bei beiden Toren zwar nicht unbedingt einen groben Fehler machte, seiner Mannschaft aber auch nicht half, die Null zu halten. Gegen Köln und Leipzig war auf Hradecky Verlass.<b>Ron-Robert Zieler</b>:<br><br> Der Weltmeister von 2014 wurde diesen Sommer vom englischen Club Leicester City verpflichtet und verdrängte den bisherigen Stammkeeper Mitch Langerak aus dem VfB-Tor. Im vergangenen Sommer war Zieler von Hannover 96 zum englischen Überraschungsmeister von 2016 gewechselt. Da er sich nicht gegen den Dänen Kaspar Schmeichel durchsetzte, hatte er seinen Platz in der Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw verloren. Langerak ist mittlerweile zum spanischen UD Levante abgewandert. <br><br><b>Unentschieden: 1:1</b>

Und dann wurde Kovac grundsätzlich und gesellschaftskritisch: „Ich kann diese Hektik, diese Panik, die Unzufriedenheit nicht nachvollziehen. Und dabei rede ich nicht nur über die Eintracht, sondern über ein gesellschaftliches Problem. Wir müssen uns alle fragen, ob die Erwartungshaltung von uns Menschen nicht zu hoch ist.“

Ob die zahlende Kundschaft sich diese Frage wohl auch so stellt? Aus den letzten zehn Heimspielen verbuchte die Eintracht nur einen Sieg. „Das könnte mehr sein, das ist ja auch richtig“, gibt Kovac zu. „Aber es ist doch noch gar nichts passiert“, kontert er und verweist auf drei Punkte Abstand zum Sechsten in der Fußball-Bundesliga. Bis zur Abstiegszone sind es allerdings auch nur drei Punkte.

Dass sich seine Mannschaft auswärts leichter tut als zu Hause, dass die beiden bisherigen Heimspiele gegen Wolfsburg und Augsburg so enttäuschend verliefen und sogar dass sich die deutschen Vereine im Europapokal so schwer tun: Das alles hängt nach Meinung von Kovac mit der großen Leistungsdichte innerhalb der Bundesliga zusammen.

„Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die Bundesliga in der Breite jemals so ausgeglichen war wie in diesem Jahr“, sagt der Frankfurter Trainer. „Das ist im Moment die Charakteristik der deutschen Bundesliga: Viele Vereine sind erst einmal darauf bedacht, hinten gut zu stehen und wenig zuzulassen.“ Deshalb müsse man in dieser Liga „jede Woche 90 Minuten lang 120 Kilometer abreißen. Es geht jedes Mal ums Überleben.“

Und deshalb wird Kovac auch gegen die Schwaben, die auswärts bislang noch keinen Punkt eingefahren haben, wohl nur wenig an der grundsätzlichen taktischen Ausrichtung ändern. „Hurra-Fußball“ mit fünf Stürmern werde es gegen Stuttgart nicht geben. Im Gegenteil: Frankfurts Coach mahnt Geduld beim Anspielen gegen den VfB-„Beton“ an.

Einer seiner Besten wird Kovac heute möglicherweise fehlen: Makoto Hasebe hat wegen seiner Knieprobleme auch am Freitag nicht mittrainiert. Da auch Gelson Fernandes nicht als „Sechser“ zur Verfügung steht, muss der Trainer wahrscheinlich bei der Aufstellung Umbauarbeiten leisten. Boateng dürfte auf die „6“ rücken und Slobodan Medojevic oder Marc Stendera als Nebenmann erhalten.

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