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Eintracht Frankfurt: Boateng denkt an Spieler-Front im Kampf gegen Rassismus und steht hinter Fischer

Kevin-Prince Boateng hat die Bildung einer Art Spieler-Front im Kampf gegen Rassismus angeregt. Außerdem sagte er, dass er hinter Präsident Peter Fischer steht.
Foto: Annegret Hilse (dpa)

„Es reicht jetzt, wir müssen dagegen kämpfen“, sagte der Star der Frankfurter Eintracht nach dem Training am Dienstagnachmittag und ergänzte: „Ich werde das jetzt in die Hand nehmen.“ Zwei aktuelle rassistische Vorfälle hatten Boateng „sauer und traurig“ gemacht. So hatte ein Werbefoto des Modekonzerns H & M einen kleinen schwarzen Jungen  in einem Pullover mit der Aufschrift gezeigt: „Coolest Monkey in the jungle (coolster Affe im Dschungel)“. Inzwischen hat H & M das Foto zurückgezogen und sich entschuldigt, Boateng sagte dazu: „Da reicht mir auch keine Entschuldigung. Auch wenn es nicht mit Absicht passiert: Das ist Rassismus, und das ist auch etwas anderes, als wenn es ein weißes Kind gewesen wäre. Weil wir Schwarzen als Affen beschimpft wurden, ich selbst auch schon.“

Hinzu kamen die Vorfälle um den französischen Nationalspieler Blaise Matuidi von Juventus Turin, der am Wochenende während des Auswärtsspiels in der italienischen Serie A bei Cagliari Calcio von gegnerischen Fans rassistisch beleidigt worden war. „Da muss man sich mal in uns reinversetzen“, forderte Boateng, „wie es sich anfühlt, wenn man sich anhören muss, dass man immer noch anders ist“. Auch zu der Debatte um Vereinspräsident Peter Fischer, der in einem Interview erklärt hatte, keine Wähler der AfD bei der Eintracht haben zu wollen, äußerte sich Boateng. Im Trainingslager der Eintracht vorige Woche hatten die Spieler zu dem Thema noch nichts sagen sollen oder wollen, das war hinterher nicht ganz klar gewesen, auch Boateng jedenfalls hatte auf Nachfrage eines Journalisten nichts dazu gesagt. Nun erklärte der ehemalige Anti-Rassismus-Botschafter der Fifa: „Ich brauche da mit ihm nicht zu reden. Ich stehe hinter ihm. Ich stehe hinter jedem, der gegen Rassismus kämpft.“ mka

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