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Eintracht Frankfurt: Bruchhagen stellt sich hinter Veh

Von Es gibt weiter Unruhe: Eintracht-Boss Bruchhagen stellt sich hinter seinen Trainer: „Er wird seinen Vertrag erfüllen“. Gerüchte sagen aber, dass Ralph Hasenhüttl Vehs Nachfolger werden soll.
Eintracht-Chef Heribert Bruchhagen bleibt auch in turbulenten Zeiten meist gelassen.	Foto: Klein Bilder > Foto: Christian Klein (Foto Klein) Eintracht-Chef Heribert Bruchhagen bleibt auch in turbulenten Zeiten meist gelassen. Foto: Klein
Frankfurt. 

„Veh spätestens im Mai weg!“ Das war die Schlagzeile der „Bild“-Zeitung am Mittwoch, die sich wiederum auf einen Artikel in der „Sport-Bild“ bezog. Bei der Frankfurter Eintracht hat sie für einige Aufregung gesorgt. Und für ein promptes Dementi aller Beteiligten.

Bilderstrecke Eintracht: Bitte noch viel mehr davon, Alex Meier
So wollen die Eintracht Fans ihren Torjäger und Fußballgott Alex Meier sehen: jubelnd nach einem Treffer. Der Kapitän ist Führungsspieler und Hoffnungstraäger in einer Person.  Seine Kaltschnäuzigkeit und Treffsicherheit ist mehr denn je gefragt bei der SGE. Die Tore von Alex Meier könnten der Eintracht die Klasse retten. Wir haben daher seine bisherigen Treffer der Saison zusammengefasst.Die ersten Tore der Saison erzielte Meier nach seinem Comeback am 4. Spieltag gegen den 1. FC Köln. Meier traf nach wenigen Minuten zum 1:0......und erhöhte später auf 3:0.

„Jeden Tag fällt irgendwem etwas anderes ein“, sagte Trainer Armin Veh süffisant, „das kommentiere ich nicht.“ Gegenüber dem Vorstand hat Veh deutlich gemacht, dass er seinen Zweijahresvertrag, der bis zum 30. Juni 2017 läuft, auf jeden Fall erfüllen will. Dementsprechend klar bezog auch Heribert Bruchhagen Stellung. „Armin Veh will und wird seinen Vertrag erfüllen“, sagte der Vorstandsvorsitzende, „ich vertraue ihm total.“ Es gebe keinen Anlass für anderslautende Spekulationen.

Das in den beiden Zeitungen verbreitete Gerücht, der Ingolstädter Ralph Hasenhüttl könne zur nächsten Saison Nachfolger werden, wischte Bruchhagen vom Tisch: „Da ist nichts dran.“ Es sei eine ähnliche Gemengelage wie vor der Saison, als gemeldet wurde, Veh werde im nächsten Sommer sein Nachfolger als Vorstandsvorsitzender. „Auch dies hat sich nicht bestätigt“, sagte Bruchhagen. Genauso verhalte es sich mit den jüngsten Behauptungen.

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Vertrauen

Die Geschichte zeigt, dass ein Eintracht-Trainer nicht unbedingt sicher ist, wenn ihm Heribert Bruchhagen das Vertrauen ausspricht.

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Der Boss der Eintracht, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, hat am Mittwoch zu vielen Problemen klar und deutlich Stellung bezogen. Das Bekenntnis zu Veh hat er betont sachlich begründet. Das Verhältnis vom Trainer zur Mannschaft sei „absolut in Ordnung“, genauso wie das Verhältnis zwischen dem Vorstand und anderen Gremien.

„Das ist ein wichtiges Indiz dafür, dass wir den Kampf erfolgreich bestehen können“, sagte Bruchhagen. Der Verein habe sich unter seiner Führung als sehr „trainerstabil“ gezeigt, dies werde auch so bleiben. Bruchhagen: „Die Autorität des Trainers ist das höchste Gut.“ Deshalb verzichte er ganz grundsätzlich auf „Fensterreden“ vor der Mannschaft, führe lediglich das eine oder andere Einzelgespräch.

Bilderstrecke Eintracht: Diese Dinge machen Hoffnung im Abstiegskampf
Die Eintracht steckt mitten im Abstiegskampf und die öffentliche Kritik an Trainer und Mannschaft wird lauter. Es gibt aber noch jede Menge Hoffnung für die Eintracht. Wir haben euch die Gründe zusammengestellt, die für den den Klassenerhalt der Eintracht sprechen.Torjäger Alex Meier:<br /><br />

Der Torgarant der Eintracht erzielte in dieser Saison 12 Treffer in 18 Spielen - und das obwohl er die ersten Spiele der Runde verletzungsbedingt verpasst hatte. Meier...... werden noch weitere Treffer in den restlichen zwölf Spielen gelingen, die der Eintracht den Klassenerhalt bescheren werden.
Eine Erklärung für die vergiftete Atmosphäre im Verhältnis von großen Teilen der Zuschauer zum Trainer habe er nicht wirklich. Es gebe allerdings Vorurteile, die sich offenbar „nicht ausräumen lassen.“ Im Hintergrund schwele seit Vehs Rückkehr im letzten Sommer immer der Vorwurf, er sei ein „Bonvivant“ (Genussmensch), der sich den angenehmen Seiten des Lebens widmet.

Und dies, so wird es immer wieder vor allem im Internet behauptet, würde dazu führen, dass Veh seinen Job nicht ernsthaft genug ausfüllt. Wer den 55 Jahre alten Trainer seit Wochen und Monaten beobachtet, kann zwar genau das Gegenteil feststellen. Doch dies wird von seinen Kritikern konsequent ausgeblendet. Veh sei in diesen Tagen „sehr kämpferisch“ und von Sorge für den Club getragen, sagt auch Bruchhagen, „an welchen Stellschrauben er drehen kann, das erfasst ihn komplett.“

Eintracht Frankfurts Coach Armin Veh war mit dem Remis zufrieden. Foto: Arne Dedert
Eintracht Frankfurt Muss Trainer Armin Veh im Sommer gehen?

Bei der Eintracht läuft es diese Saison alles andere als rund. Deswegen muss Trainer Armin Veh laut Sport-Bild seinen Stuhl im Sommer räumen. Ein Nachfolger wird auch schon ins Spiel gebracht.

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Dass durch die nach dem Hamburg-Spiel gemachte „unbedachte Äußerung, die uns nicht gefallen hat“ („Dann sollen sie daheim bleiben“), eine Klima-Verschärfung eingetreten ist, wollte der Eintracht-Chef nicht bestreiten. Er bat aber um Verständnis für den Trainer, „der unter Höchstspannung“ gestanden habe. „Da sagt mal einer etwas Unbedachtes und daraus entwickelt sich eine Lawine“, sagt Bruchhagen.

Mit atmosphärischen Störungen beim Heimspiel am Sonntag gegen Schalke rechnet er dennoch nicht. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendeine Aussage dazu führt, dass unsere Fans, und damit meine ich alle 47 000 Zuschauer, die Mannschaft nicht unterstützen“, glaubt er, „die Zuschauer werden wissen, dass wir ihre Unterstützung brauchen und sie werden sie uns auch geben.“ Die Pfiffe der letzten Woche, Auslöser der jüngsten Verwerfungen, sind aus Sicht des Vorstandsvorsitzenden „Ausdruck der Angst“ in Anbetracht der sportlichen Situation. Er habe ähnliche prekäre Situationen schon öfter mitgemacht. Auch negative Einlassungen gegenüber einem Trainer, so einst bei Friedhelm Funkel. Dennoch habe der Club seine Linie nie verlassen.

Taten statt Worte: Alex Meier (links) und Co. bereiten sich auf das Spiel gegen Schalke vor.
Eintracht Frankfurt Jetzt auch noch eine Grippewelle bei der Eintracht

Zum Wochenende stehen wohl einige Umbauten an. Nicht nur aus Leistungsgründen, auch eine Grippewelle zwingt Trainer Veh zu Veränderungen.

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Tag und Nacht würden seine Kollegen im Vorstand und er selbst gemeinsam mit dem Trainer und dem Manager nach Lösungen suchen. „Ich hatte im letzten September auch eine andere Erwartungshaltung und konnte mir nicht vorstellen, dass wir in eine solche Situation geraten“, gibt er zu. Die Mannschaft zeige immer wieder „zwei Gesichter“. Dies zu verändern bleibe der entscheidende Ansatz. „Wir müssen alle daran arbeiten, dass die Spieler bessere Leistungen abliefern“, sagt er, „ich habe keinen Zweifel, dass dies geschehen wird.“ Mit einem Abstieg befasse er sich in diesen schwierigen Tagen jedenfalls nicht. Auch nicht mit Fragen, wie lange der Verein in großer Einigkeit hinter dem Trainer stehen werde. Bruchhagen: „Ich trage in höchstem Maße Verantwortung und sie können davon ausgehen, dass ich dieser auch weiter gerecht werde.“

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