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Eintracht Frankfurt: Bruno Hübner: „Niko Kovac ist immer begehrt“

Von Absage an Österreich, Kandidat in München? Immer wieder gibt es Gerüchte um Niko Kovac, und manchmal auch mehr. Angst, den Trainer zu verlieren, hat Eintracht-Sportdirektor Hübner aber nicht. Und bleibt auch in anderen Fragen gelassen.
Haben sich schon gemeinsam über den einen oder anderen Erfolg freuen können: Bruno Hübner (links) und Niko Kovac. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Haben sich schon gemeinsam über den einen oder anderen Erfolg freuen können: Bruno Hübner (links) und Niko Kovac.
Frankfurt. 

Immer wieder fällt der Name von Eintracht Frankfurts Niko Kovac, wenn Trainerstellen im In- und Ausland frei werden. Die Qualitäten des 46 Jahre alte Kroaten haben sich herumgesprochen und Begehrlichkeiten geweckt. So hat sich der Österreichische Fußball-Verband mit Kovac als Nachfolger für Marcel Koller beschäftigt. „Niko hatte einen Anruf aus Österreich“, bestätigte Manager Bruno Hübner die Kontaktaufnahme, „aber er hat sofort gesagt, das komme für ihn nicht in Frage“. Und nicht nur die Österreicher wollten Kovac, auch im Süden Deutschlands soll es großes Interesse geben. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Niko Kovac und sein Bruder Robert beim FC Bayern München als Nachfolger für Jupp Heynckes zur nächsten Saison ganz oben auf der Kandidatenliste stehen sollen. Als ehemaliger Bayern-Spieler hat Kovac noch viele Freunde in München. Zudem wird er ja beraten vom früheren Bayern-Mediendirektor Markus Hörwick, der ihn womöglich platziert hat.

Am Dienstagabend war Kovacs Meinung über die Bayern schon mal gefragt. Der Pay-TV-Sender Sky hatte ihn als Experte für die Champions-League im Allgemeinen und das Münchner Spiel in Glasgow im Speziellen eingeladen. Für Hübner ist das alles keine große Überraschung. „Niko Kovac ist immer begehrt“, sagt der Sportdirektor, der Kovac im März 2016 nach dem Abschied von Armin Veh zur Eintracht gelotst hatte, „das hat er sich erarbeitet“. Große Angst aber, den Trainer zu verlieren, haben sie in Frankfurt nicht. Zum einen steht Kovac bis 2019 unter Vertrag, zum anderen hat er nicht erkennen lassen, diesen Vertrag früher beenden zu wollen. „Seine Mission bei der Eintracht ist noch lange nicht erfüllt“, sagt Hübner.

Die Eintracht will die Bremer Verunsicherung nutzen ...

Strahlender Sonnenschein beim Training der Frankfurter Eintracht am Mittwoch. Da hat sich auch Bruno Hübner aus dem Büro aufgemacht hinunter an den Spielfeldrand und genau hingeschaut bei den Vorbereitungen

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Ähnlich deutlich hat sich der Eintracht-Manager zur Personalie Omar Mascarell geäußert. Der 24 Jahre alte Spanier war ja im Sommer von der TSG 1899 Hoffenheim umworben. Ein Wechsel aber war wegen Mascarells Achillessehnenoperation bald kein Thema mehr. Nun ist Mascarell auf dem Weg zurück in die Eintracht-Mannschaft, könnte bei einem weiteren optimalen Heilungsverlauf vielleicht noch in diesem Jahr sein Comeback feiern. Am Mittwoch hat der Mittelfeldspieler, dessen Ballsicherheit und Kampfkraft der Trainer zuletzt vermisst hatte, nach einer intensiven Laufeinheit auch ein paar erste Bälle getreten. Hübner: „Omar liegt gut in der Zeitschiene, aber wir wollen auf keinen Fall, dass er einen Rückschlag erleidet.“ Man werde für die Rückkehr ins Mannschaftstraining kein Risiko eingehen.

Mascarell ist eingeplant

Und einen Wechsel im Winter nach Hoffenheim soll es auch nicht geben. „Die Frage ist doch, wollen wir ihn überhaupt abgeben?“, sagte Hübner und ließ keinen Zweifel, dass dies nicht die Idee sei. „Wir planen mit Omar“, sagt er.

Gerüchte, die Eintracht sei aus vertragstechnischen Gründen bei Mascarell nicht Herr des Verfahrens, seien falsch. Häufig wurde in der Öffentlichkeit vermittelt, Real Madrid habe ein Rückkaufsrecht für den Spieler in Höhe von angeblich vier Millionen Euro, könne ihn dementsprechend zurückholen und ihn teurer weiter verkaufen. Was in der winterlichen Transferperiode sowieso nicht möglich wäre. Hübner: „Das stimmt nicht, die Entscheidungen treffen wir alleine.“

Durchaus mit Wehmut verfolgen sie in Frankfurt die Entwicklung von Jesus Vallejo. Der spanische Innenverteidiger, der in der vergangenen Saison als Leihspieler von Real Madrid so überzeugt hat, kommt nach seiner Rückkehr zu den Königlichen auf keinen grünen Zweig. Ein einziges Mal hat er bislang in einem Pflichtspiel im Aufgebot gestanden, das war letzte Woche in einem Pokalspiel gegen den Drittligisten Fuenlabrada. Vallejo wurde kurz vor dem Ende vom Platz gestellt. Im Grunde spielt er bei Trainer Zinedine Zidane keine Rolle.

Kontakt zu Vallejo

Ob das die Chance wäre, das 20-jährige Talent zurückzuholen an den Main, wie die Sport-Bild bereits spekuliert? Natürlich habe man noch „Kontakt“ zu Vallejo, räumt Hübner ein, „aber Real ist sein Lebenstraum. Er wollte die Chance dort unbedingt wahrnehmen und wird jetzt nicht so schnell aufgeben“. Außerdem sei die Eintracht inzwischen in der Innenverteidigung auch gut aufgestellt. Eine Rückholaktion ist also eher nicht geplant, wenn auch nicht völlig unmöglich.

Dagegen hoffen sie bei der Eintracht weiter auf die Rückkehr ihres Kapitäns. Alex Meier ist inzwischen nach einer weiteren Behandlung bei einem Spezialisten in München zurück in Frankfurt und arbeitet an seinem Comeback. „Wir warten auf ihn“, versichert Hübner, „wir wünschen uns, dass er wieder hundertprozentig fit wird“. Wie lange der 34-Jährige, der trotz einer Operation weiter Probleme am Fuß hat, bis zur Rückkehr auf den Platz brauchen wird, ist noch offen.

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