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Eintracht Frankfurt: DFB-Pokal: Keine Angst vor der Auslosung

Vor einem Jahr stand Eintracht Frankfurt schon einmal im Endspiel des DFB-Pokals. Da will die Mannschaft von Niko Kovac jetzt unbedingt wieder hin.
Frankfurts Danny da Costa (r) und der Mainzer Daniel Brosinski kämpfen um den Ball.  Foto: Arne Dedert/dpa Foto: Arne Dedert (dpa) Frankfurts Danny da Costa (r) und der Mainzer Daniel Brosinski kämpfen um den Ball. Foto: Arne Dedert/dpa

Niko Kovac war mächtig stolz. Bayern München, Bayer Leverkusen, Schalke 04 und seine Frankfurter Eintracht - diese vier Clubs machen den neuen DFB-Pokal-Sieger unter sich aus. «Die Elite des deutschen Fußballs ist in diesem Halbfinale vertreten», sagte der Frankfurter Trainer nach dem ungefährdeten 3:0 (1:0)-Viertelfinal-Sieg gegen den FSV Mainz 05. «Das ist ein sehr elitärer Kreis, in dem wir uns als Eintracht da befinden.»

«In dem wir uns befinden», sagte Kovac also. Und nicht: «Zu dem wir gehören.» Denn eines hat der 46-Jährige auch in den erfolgreichen Bundesliga-Wochen im Dezember und Januar immer wieder betont: Auf Augenhöhe mit Clubs wie Schalke oder Leverkusen sieht man sich in Frankfurt noch lange nicht. Beim Budget nicht und auch nicht bei der Qualität des Kaders.

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Umso bemerkenswerter ist, was die Eintracht jetzt vor dem Beginn des letzten Saisondrittels darstellt. In der Bundesliga ist sie ein Europa-League-Kandidat, im DFB-Pokal schon wieder ein Halbfinalist. Diese Bilanz entfaltet noch einmal eine besondere Wirkung, wenn an diesem Samstag der ehemalige Trainer Armin Veh als Sportdirektor seines neuen Vereins 1. FC Köln in die Commerzbank Arena zurückkehrt. Denn als Veh in Frankfurt vor knapp zwei Jahren am 6. März 2016 für Kovac Platz machen musste, war die Eintracht noch Tabellen-16. und wirkte als Verein auf allen Ebenen wie ausgezehrt und erschlafft.

Am Mittwochabend aber stand Kevin-Prince Boateng nach dem Mainz-Spiel vor den TV-Kameras von Sky und sprach so selbstbewusst wie kämpferisch über das DFB-Pokalfinale am 19. Mai Berlin. «Ich will dahin. Ich muss dahin. Das ist meine Heimat», sagte er. «Wenn wir nicht dahin kommen, bin ich sauer.»

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Die Eintracht mag neben den Bayern, den Schalkern und der gewaltigen Offensivpower aus Leverkusen zwar nur der Außenseiter unter den letzten Vier sein. Aber sie ist auch der einzige Halbfinalist, der es schon vor einem Jahr ins Pokalendspiel geschafft hat (1:2 gegen Borussia Dortmund) und daraus nun eine besondere Motivation schöpft.

«Die Fans träumen wieder von Berlin - und wir tun das auch», sagte Verteidiger Marco Russ in einem ARD-Interview. «Jeder, der letztes Jahr dabei war, hat gesehen, was für ein Wahnsinns-Highlight das für die ganze Mannschaft und die ganze Region war. Jetzt sind wir nur noch einen Schritt von diesem Finale entfernt. Und wir werden alles dafür tun, um da wieder hinzukommen.»

Vor der Auslosung an diesem Sonntag haben die Frankfurter jedenfalls keine Angst. Sie sagen das, was alle immer sagen in so einem Moment: Bloß nicht die Bayern und bitte ein Heimspiel. Nur Kovac sagte dann noch: «Im letzten Jahr hatten wir im Halbfinale auswärts in Gladbach auch ein schweres Spiel - und haben es trotzdem geschafft. Entscheidend ist, dass die Mannschaft immer an sich glaubt.»

Von Sebastian Stiekel und Eric Dobias, dpa

 

 
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