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Das Märchen geht weiter

Von Der Aufsteiger in die Fußball-Bundesliga verzückt seine Anhänger. Auch wenn er sich beim 2:1 sehr schwer tat.
Jubel und ein freundschaftlicher Tritt: Bamba Anderson tut dem Allerwertesten von Stefan Aigner dabei nicht weh.	Foto: Klein Jubel und ein freundschaftlicher Tritt: Bamba Anderson tut dem Allerwertesten von Stefan Aigner dabei nicht weh. Foto: Klein
Frankfurt. 

Wo soll das noch hinführen mit der Frankfurter Eintracht? Sechs Spieltage sind vorbei. Und es stehen bereits 16 Punkte auf dem Konto. Das hatte zuvor erst ein Aufsteiger geschafft. Es war der 1. FC Kaiserslautern, der am Ende der Saison sensationell die Meisterschale überreicht bekam.

Damit rechnet am Main niemand. Nicht nur wegen des FC Bayern, der souverän seinen Weg zu gehen scheint und das Maximum von 18 Zählern erreicht hat. Man freut sich vielmehr über eine Situation, auf die der Frankfurter Anhang seit fast 20 Jahren warten musste: Die Adlerträger mischen wieder vorne mit.

Wobei Trainer Armin Veh zwar nicht die Euphorie bremsen will, andererseits aber auch sagt: "Diese 16 Punkte sind gut für unser Ziel, das sich auch nicht verändern wird." Es ist der Klassenerhalt, wie sich das für einen Aufsteiger gehört.


Die Freiburger haben das gleiche Ziel und präsentierten sich am Sonntag den 49 300 Zuschauern auch entsprechend. Defensiv eingestellt, aber auch mit spielerischen Mitteln den eigenen Erfolg suchend. Das gelang ihnen über weite Strecken sehr gut, in der ersten Hälfte hatte die Eintracht lediglich eine Konter-Chance, bei der aber Takashi Inui an Torhüter Oliver Baumann scheiterte (27.). Ausgerechnet an diesem Tag ging bei dem Japaner fast alles schief. Ob es an Alberto Zacheroni lag? Der japanische Nationaltrainer war extra wegen Inui nach Frankfurt gekommen. "Ich habe heute nichts geleistet, mit dem ich ihm hätte imponieren können", sagte der Eintracht-Profi zerknirscht.

Er war der einzige im schwarz-roten Dress, der sich am Ende nicht richtig gefreut hatte. Besonders Alexander Meier hatte dagegen allen Grund dazu. Denn der Mittelfeldspieler drehte die Partie nach der Freiburger Führung durch Max Kruse (50.) mit einem Doppelpack. Das 1:1 gelang ihm mit einem sehenswertem Seitfallzieher von der Strafraumlinie nach Bastian Oczipkas Flanke (68.). Den Siegtreffer erzielte er mit dem Kopf nach einem Eckball, den wiederum Oczipka geschlagen hatte (73.). Auf der nächsten Seite: Starke Freiburger

Starke Freiburger

Nur fünf Tage nach dem begeisternden 3:3 gegen Meister Borussia Dortmund stand die diesmal nicht ganz ausverkaufte Arena Kopf, erneut hatten sich die Gastgeber von einem Rückstand nicht kirre machen lassen. Allerdings waren es zwei völlig unterschiedliche Spiele. Während die Dortmunder selbst gerne die Initiative übernommen hatten, lebten die Freiburger, bei denen Guedé wegen groben Foulspiels an Carlos Zambrano noch die Rote Karte sah, hauptsächlich von ihrer guten Defensivtaktik. Trainer Christian Streich hatte sein auch läuferisch sehr starkes Team optimal eingestellt.

Entsprechend hart war die Arbeit, wie auch Sportmanager Bruno Hübner zugab: "Es war die erwartet schwere Aufgabe. Aber es war eindrucksvoll, wie wir noch einmal zurückgekommen sind." Darauf angesprochen, dass die Eintracht bei nur zwei Zählern Rückstand auf den Rekordmeister, aber fünf Punkten Vorsprung auf den Tabellendritten Dortmund noch immer der Bayern-Jäger Nummer eins ist, lachte Hübner: "Das wollen wir noch ein bisschen bleiben."

Tolle Ausgangsposition

Vorstandschef Heribert Bruchhagen wies aber auch darauf hin, "dass wir ein glücklicher Gewinner sind. Die individuelle Klasse von Alex Meier war diesmal entscheidend." Auch er freute sich über "die hervorragende Ausgangsposition, die wir nun haben."


Mal sehen, was die Eintracht am kommenden Sonntag macht, wenn sie bei Borussia Mönchengladbach antreten muss. Veh bleibt bei aller Freude auf dem Boden: "Die Leute erwarten jetzt von uns Zauberfußball, aber den können wir natürlich nicht bieten." Immerhin reichte es auch so zum Arbeitssieg dank toller Moral. Und in Gladbach ist Olivier Occean wieder an Bord. Diesmal wurde der Stürmer noch geschont, weil er nicht ganz sicher war, ob sein Oberschenkel hält.

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