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Eintracht Frankfurt: Unser Reporter in Abu Dhabi: Das Trainingslager-Tagebuch: Halsbrecherische Taxi-Fahrten im Nebel

Im sonnigen Abu Dhabi bereitet sich die Eintracht auf die Rückrunde vor. Unser Sport-Reporter Klaus Veit ist live dabei. Was er dort auch abseits des Fußballplatzes erlebt, schreibt er in sein Tagebuch. Heute: Taxi fahren? Anschnallen!
Bilder > Foto: Klaus Veit
Abu Dhabi. 

Spaß am Drive-in

Ich habe es noch mal gemacht. Ich bin wieder in meine „Foodstreet“, suchte mir aber ein anderes einheimisches Lokal aus. Es hatte den Vorteil, dass man auch draußen sitzen konnte. Ganz ohne Klimaanlage. So bekam ich auch mit, warum diese kleine Gasse ohne Durchgangsverkehr immer so verstopft ist. Es handelt sich um die arabische Version eines Drive ins.

Langsam fahrende Autos werden mit kostenlosen kleinen Spießchen zum Halten gebracht, zeitgleich wird die Speisekarte in den Innenraum gereicht. Der Fahrer schaut, der Hintermann hupt, der Fahrer überlegt, der Hintermann hupt, der Fahrer trifft seine Wahl und fährt los. Einmal um den Block. Nö, Essen ist noch nicht fertig. Also noch mal um die vier Ecken, meist im Schneckentempo. Dann kommt er wieder, der Vordermann bekommt aber gerade sein Spießchen. Also hupt er erst mal ungeduldig, bis er an der Reihe ist. Er bekommt sein Essen in einer Plastiktüte, reicht ein paar Scheine raus und will dann schnell nach Hause.

Denkste! Zehn Meter weiter liegt das nächste Restaurant. Und da bekommt gerade einer kleine Spießchen. . .

müsiert wende ich mich meinem Abendessen zu. Hummus mit Fladenbrot, ein Lammspieß mit Gemüse und Fladenbrot. Deutlich größer als vorne an der Straßenkante, aber auch nicht ganz umsonst. Doch erschwinglich. Keine 15 Euro.
Danach mache ich mich zu Fuß auf den Heimweg. 30 Minuten, zuerst durch einen Park, in dem diverse Familien auf dem Rasen sitzen, ihren eigenen Holzkohlegrill mitgebracht haben und nebenbei ein Wasserpfeifchen rauchen. Dann hat mich das „normale“ Abu Dhabi wieder. Die Etihad Towers mit der Bar im 67. Stockwerk lasse ich dabei diesmal links liegen. Wegen der Klimaanlage und der Preise.

Weiß wie Schnee

Der Schreck war groß, als am Mittwoch die Augen erstmals aufgingen. War das Weizenbier (!) am Abend zuvor schlecht? Hatte ich den Rückflug verpasst? Bin ich wieder in der Heimat? Draußen war alles weiß! Beruhigung erst, als ich die Balkontüre aufschiebe: Wärme schlägt mir entgegen. Doch ich sehe nichts, Nebel hüllt Abu Dhabi total ein. Die Gartenanlage neun Stockwerke tiefer ist lediglich schemenhaft zu erkennen. Das Meer, höchstens 30 Meter entfernt, überhaupt nicht.

Hochherrschaftlich Wasserlassen im Hotel. Bild-Zoom Foto: Klaus Veit
Hochherrschaftlich Wasserlassen im Hotel.

Den Taxifahrer stört das wenig später gar nicht. Er gibt wie gewohnt Gas, 60 Sachen sind erlaubt, er braust sicherlich mit 80 über die breiten Straßen. Warum auch nicht? Denn die Polizei drückt in den Vereinigten Arabischen Emiraten bei der Geschwindigkeit mehr als ein Auge zu. Sozusagen sind es 20.

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Bei Radarmessungen gibt es eine Toleranz von 20 km/h. Wenn 60 erlaubt ist, wird man also erst bei 81 vom Radar erfasst und damit zum Verkehrssünder. Dann ist man allerdings nicht nur einen, sondern 21 Kilometer zu schnell und muss die entsprechend saftige Geldstrafe bezahlen. Doch viele stört das nicht, sie zahlen das aus der Portokasse. Oder sie haben gute Verbindungen und bezahlen überhaupt nichts.

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Eine ähnliche Regelung gab es übrigens zumindest früher in Portugal. Bei der Fußball-EM 2004 in Portugal lag das Limit auf Autobahnen offiziell bei 120. Aber portugiesische Kollegen erklärten uns, dass wir ohne Strafe ruhig 140 fahren dürfen. Besonders wenn Deutschland in Porto spielte und wir in der Nacht wieder an die Algarve mussten, empfand ich das als sehr angenehm. Keine Ahnung, ob es diese Regelung in Portugal noch gibt.

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