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Eintracht: Das ist Aymen Barkok: Das breite Grinsen eines 18-Jährigen

Debüt, Tor, Freude: Aymen Barkok erlebte beim Last-Minute-Sieg gegen Werder Bremen wohl den denkwürdigsten Abend seiner jungen Karriere. Und viele fragen sich: Wer ist eigentlich dieser Barkok?
Aymen Barkok Bilder > Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Aymen Barkok
Bremen.  So unmittelbar nach dem Spiel hatte Aymen Barkok noch keine Zeit gehabt, seinen SMS-Speicher und seine Mailbox zu checken. „Ist bestimmt randvoll“, meinte der 18-Jährige mit breitem Grinsen. „Es ist ein unglaubliches Gefühl“, sagte der junge Mann über seinen Siegtreffer in Bremen. Was für ein Tag für den in Frankfurt geborenen Sohn marokkanischer Eltern. Eingewechselt in der 75. Minute, danach nicht besonders aufgefallen und dann in der Schlussminute der Mann des Abends.
Aymen Barkok (m.) schoss Eintracht Frankfurt bei seinem Bundesliga-Debüt zum Sieg. Foto: Carmen Jaspersen
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Es war ein Erfolg in letzter Minute. Aymen Barkok traf für die Eintracht zum 2:1. Doch es war auch etwas Glück im Spiel.

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Es sind aufregende Zeiten für Barkok. Vor vier Wochen erst hat der in der A-Jugend spielende Teenager einen Profivertrag erhalten. Auf den ersten Blick als Notlösung, damit zwölf Deutsche auf der Kader-Liste stehen. Aber Trainer Niko Kovac und Sportdirektor Bruno Hübner hatten sich mehr dabei gedacht. „Wir haben ihn in der A-Jugend beobachtet, und in der U-Nationalmannschaft spielt er ja auch“, sagte Kovac gestern: „Er hat sich den Einsatz verdient, auch weil er während der zweiwöchigen Länderspielpause sehr gut gearbeitet hat.“ Der Trainer wollte den groß gewachsenen Mittelfeldspieler schon bei den letzten beiden Spielen bringen. Am Ende hatten taktische Erwägungen seinen Einsatz vereitelt.

Doch zurück zu Barkok, dem das Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht weichen wollte. Aufgewachsen in Frankfurt, fußballerisch „sozialisiert“ auf einem Bolzplatz in der Nordweststadt, Intermezzi bei Rot-Weiss Frankfurt, der SG Praunheim und den Offenbacher Kickers. Und nun der Held des Weserstadions. „Am Anfang bin ich schwer reingekommen“, gab Barkok zu, was an der Zahl seiner Ballverluste erkennbar war: „Ich war nervös, aber dann habe ich mich dran gewöhnt.“ Das erste Tor bei den Profis war ein feiner Schlenzer mit dem linken Fuß. Auch bei der U 19 hatte er erst zweimal getroffen: „Jetzt bin ich einfach nur überglücklich.“ Dass der junge Mann abhebt, ist laut Kovac nicht zu befürchten: „Er hat eine absolute Demut und wird bodenständig bleiben. Wenn es nicht so kommen sollte, wird es Mittel geben, ihn zu erden.“

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Einer, der nicht geerdet werden muss, ist Alexander Meier. Der von den mitgereisten Fans mit lauten Gesängen gefeierte „Fußball-Gott“ hatte das Spiel gedreht, obwohl er erst auf der Bank gesessen hatte. „Natürlich ärgert man sich. Jeder will spielen“, meinte Meier hinterher: „Aber ich gebe immer alles“. Das schätzt Niko Kovac an Meier. Das schätzt er aber auch an allen anderen Spielern. „Wir brauchen alle, das habe ich heute noch einmal in der Besprechung gesagt“, verriet Kovac. Die Spieler auf der Bank seien für die gute Stimmung in der Mannschaft verantwortlich. „Alex hat seine Aufgabe sehr gut gemacht“, sagte der Trainer. Und es sind ja auch noch einige Spieltage zu absolvieren.
(rich)

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