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Eintracht Frankfurt: David Abraham: Der Unersetzbare fehlt weiter

Von In Wolfsburg wird die Eintracht auf jeden Fall auf ihn verzichten müssen. Wie lange David Abraham noch ausfällt? Eine Prognose gibt es da nicht. Dabei ist der Abwehrspieler eigentlich unersetzbar.
Kann die Kollegen derzeit nur am Rande unterstützen: David Abraham (links) nach dem Spiel gegen Freiburg mit Timothy Chandler. Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Kann die Kollegen derzeit nur am Rande unterstützen: David Abraham (links) nach dem Spiel gegen Freiburg mit Timothy Chandler.
Frankfurt. 

Wenn vor der Rückrunde bei der Frankfurter Eintracht darüber gesprochen wurde, welche Spieler nun keinesfalls ausfallen dürften, sind immer vier Namen gefallen. Torhüter Lukas Hradecky gilt als unersetzbar, Abwehrchef David Abraham, Spielmacher Kevin-Prince Boateng und natürlich Torjäger Sébastien Haller. Das ist die Achse der Frankfurter Mannschaft, das Herzstück. Die freilich schon vor dem ersten Spiel zum Neustart der Fußball-Bundesliga am vergangenen Samstag gegen den SC Freiburg gesprengt worden ist. Kapitän Abraham hat gefehlt. Und, das ist die schlechte Nachricht: Er wird weiter fehlen.

Auch am Dienstag, als die Vorbereitungen auf das Auswärtsspiel am nächsten Samstag (15.30 Uhr) beim VfL Wolfsburg begonnen haben, war auf dem Platz weit und breit von Abraham nichts zu sehen. Wie schon so oft in den letzten Wochen lautete das offizielle Statement, er würde „individuell“ trainieren. Nach der Übungseinheit präzisierte Assistenztrainer Armin Reutershahn. Abraham habe im Kraftraum auf dem Ergometer gesessen, ganz so wie in den drei Wochen seit dem Start nach der kurzen Winterpause. Und so schnell wird der Argentinier das Fahrrad nicht gegen den Fußball eintauschen können. Es gehe zwar voran, sagte Reutershahn, „aber er braucht noch Zeit“.

Beim Spiel in Wolfsburg kommt ein Einsatz Abrahams jedenfalls nicht in Frage. Und, beachtet man die Zwischentöne, könnte es noch länger dauern mit der Rückkehr des Abwehrchefs. Auf Nachfrage sagte Reutershahn: „Wir wollen keine Prognosen abgeben, ob er in zwei Wochen oder wann wieder dabei ist.“

Abraham wird seit gut einem Monat von einer Wadenverletzung an der Ausübung seines Berufs gehindert, die er sich beim Auswärtsspiel in Hamburg am 12. Dezember zugezogen hat und die als „Hämatom“ diagnostiziert worden ist. Eine an sich nicht dramatische, nichtsdestotrotz aber schmerzhafte Verletzung. „Wir müssen Geduld haben“, sagt Reutershahn im Namen des Trainerteams, „die Heilung kann nicht beschleunigt werden.“ Das tut nicht nur Abraham, sondern der ganzen Eintracht weh. Denn Innenverteidiger sind eher rar gesät in diesen Tagen und Wochen im Aufgebot der Frankfurter.

Russ droht auszufallen

Marco Russ, der noch am Samstag gegen Freiburg achtzig Minuten seinen Mann gestanden hatte, droht auch auszufallen. Den Routinier plagt schon seit geraumer Zeit eine Fersenentzündung. Die Verletzung sei „leider wieder aufgebrochen“, berichtete Niko Kovacs Assistent. Mit intensiver ärztlicher und physiotherapeutischer Behandlung wird versucht, Russ wieder spielfähig zu bekommen. Ob das bis Wolfsburg reicht, ist fraglich. Für Russ wird wohl Simon Falette nach abgelaufener Gelbsperre ins Team zurückkehren.

Die Dreierkette wird dann mit Carlos Salcedo, Makoto Hasebe und Falette gebildet. Mehr gelernte Innenverteidiger gibt es dann nicht mehr im Kader der Eintracht. Und so wäre es durchaus keine Überraschung, wenn Sportvorstand Fredi Bobic bis zum Ende der winterlichen Transferperiode Ende des Monats noch einen neuen Abwehrspieler verpflichten würde. Handlungsbedarf besteht durchaus, vor allem, nachdem sich Abrahams Verletzung als doch ziemlich langwierig herausgestellt hat.

Mit Fabián nach Wolfsburg?

Auf anderen Positionen sieht es bei der Eintracht deutlich besser aus, ganz einfach, weil die Auswahl größer ist. Stürmer Ante Rebic wird ziemlich sicher ins Team zurückkehren. Der kroatische Nationalspieler hat seine Erkältung überwunden und steht wieder im Training. Auch Mittelfeldspieler Marco Fabián arbeitet sich immer näher an die Mannschaft heran. Der Mexikaner, der im Sommer eine Bandscheibenoperation über sich ergehen lassen musste, könnte schon für Wolfsburg eine Alternative sein. „Wir schauen ganz genau hin und überlegen, ob er schon eine Option sein kann“, sagt Reutershahn, „wir wollen bei ihm keinen Druck aufbauen und erstmal sehen, wie er sich bewegt.“ Immerhin habe Fabián die Angst vor Zweikämpfen abgelegt und sprühe vor Spielfreude.

Alle anderen Blessuren sind leichterer Art. Kevin-Prince Boateng war am Dienstag nicht auf dem Platz, er hatte gegen Freiburg einen Schlag auf die Hüfte bekommen. Spätestens am Donnerstag soll er wieder im Mannschaftstraining einsteigen. Danny Blum war vorzeitig in die Kabine gehumpelt, er hat Probleme mit der Wade.

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