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Eintracht Frankfurt: Der junge Nelson Mandela Mbouhom hat endlich einen Profivertrag erhalten

Von Es war nicht immer leicht für Nelson Mandela Mbouhom, der seit dem Vorbereitungsstart im Bundesligakader von Eintracht Frankfurt trainiert und jetzt einen Profivertrag unterschrieben hat.
Der mit dem Ball tanzt: Nelson Mandela Mbouhom hat gestern bei der Frankfurter Eintracht einen Profivertrag erhalten. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Der mit dem Ball tanzt: Nelson Mandela Mbouhom hat gestern bei der Frankfurter Eintracht einen Profivertrag erhalten.
Frankfurt. 

Wegen fehlender Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland war der Traum des Jungen aus Kamerun vom Profifußball in Europa zwischenzeitlich fast schon geplatzt. Doch jetzt gehört Nelson Mandela Mbouhom offiziell zum Bundesligakader von Eintracht Frankfurt.

Es war kurz nach dem bisher aufsehenerregendsten Spiel des heute 18-Jährigen, der die Eintracht im Mai 2014 am letzten Spieltag mit drei Toren zum 4:3 über Bayern München und damit zum Titelgewinn in der U 15-Regionalliga Süd führte. 15 Jahre war Mandela damals jung und lebte im Jugendinternat der Eintracht am Riederwald – wo sich kurz darauf die Polizei meldete mit dem Hinweis, Nelsons Papiere seien ungültig, die Aufenthaltserlaubnis nicht gegeben und somit drohe eine Abschiebung. Das erste B-Jugendjahr versäumte er, weil er für die U17-Bundesliga unter diesen Umständen keine Spielberechtigung erlangen konnte.

Die Geschichte von Nelson Mandela Mbouhom war schon bis dahin eine, die kein gutes Licht auf die Machenschaften im „großen“ Fußball wirft. Als Achtjähriger wurde er auf der Straße angesprochen, bekam das Paradies in Form eines Probetrainings in der Talentschmiede des FC Barcelona versprochen und seine Eltern mussten dafür das Sorgerecht an einen Vermittler abtreten. Es klappte zwar zunächst tatsächlich und Nelson spielt zwei Jahre in La Masia, also dort, wo Barca seinen Nachwuchs heranzieht. Dann aber eröffnete man ihm, dass es für ihn nicht weiter gehe. Er war gerade elf Jahre alt. Mandela landete in Paris bei einem älteren Bruder und hatte mit verschiedenen Beratern zu tun, die ihn hierhin und dorthin vermitteln wollten. Über Konstantinos Spanoudakis, dessen Sohn Georgios einen Jahrgang über Nelson in Barcelona gespielt hatte, kam er schließlich zur TSG Hoffenheim und dann zur Eintracht.

Am Riederwald fand Nelson ein Zuhause. Ein Bruder, angebliche Onkels und Berater zerrten aber weiter an dem Jungen und versuchten, Rechte geltend zu machen. Auch andere Vereine – aus England, Italien und Deutschland – waren damals noch im Spiel. „Das Ganze war eine Zeit lang ganz schön diffizil – für Nelson war es ein langer Weg“, sagt Armin Kraaz, der Leiter des Leistungszentrums am Riederwald, aus dem Nelson Mandela diesen Sommer ausgezogen ist, obwohl er noch ein Jahr A-Jugend spielen kann und sehr wahrscheinlich auch wird. Viel mehr will Kraaz aus Rücksicht auf die Privatsphäre des jungen Mannes nicht dazu sagen. Nur so viel noch: „Schön für ihn, dass er jetzt volljährig ist und seine eigenen Entscheidungen treffen kann. Und schön, dass er als Profi jetzt einen Arbeitsvertrag hat und damit auch der Aufenthalt geregelt ist.“ Bis Juni 2019 ist der Vertrag des Offensivspielers mit der Eintracht datiert. „Ich bin sehr glücklich, dass ich diese Möglichkeit bekomme. Bei der Eintracht fühle ich mich total wohl und bei den Profis dabei sein zu können, erfüllt mich mit großem Stolz“, sagte er am Rande der Vertragsunterzeichnung. Man merkt, dass er in den Jahren in Deutschland schon einiges gelernt hat.

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