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Der nächste Dreier dank Alexander Meier

Von Zweimal schlug der "Lange" gegen Freiburg eiskalt zu. Trainer Armin Veh freut sich über den Reifeprozess des Mittelfeldspielers.
Alexander Meier.	Foto: Klein Alexander Meier. Foto: Klein
Frankfurt. 

Nach dem Schlusspfiff drehte sich natürlich vieles, wenn nicht alles um Alexander Meier. "Wir gehören alle dazu, es geht nie um einzelne", wollte der Matchwinner nichts von zu viel Lob hören. Trainer Armin Veh sah das etwas anders: "Der Junge weiß manchmal gar nicht, was er alles kann."

Und lange Zeit wollte der "Lange" auch nicht gerne darüber reden. Der 29-Jährige, 2004 als Leihgabe vom Hamburger SV zur Eintracht gestoßen, galt als großer Schweiger mit phlegmatischen Tendenzen. Seine Fähigkeiten als Vorbereiter und Vollstrecker waren dennoch nie umstritten. Veh: "Er ist ein toller Spieler. Ich wollte ihn damals nach Stuttgart holen, als ich dort Trainer war."

Aus diesem Deal ist dann nichts geworden. Zusammengefunden haben Veh und Meier ein paar Jahre später dann doch noch – in Frankfurt. Für die Eintracht ein großer Glücksfall, wie sich immer mehr herausstellt. "Er hat im vergangenen Jahr einen großen Sprung nach vorne gemacht", lobt Veh seine kreative Kraft im offensiven Mittelfeld: "Sowohl als Fußballer als auch als Persönlichkeit."

Geholfen hat dabei sicherlich, dass der Trainer Meier zum Kapitän beförderte, als Pirmin Schwegler wegen seiner Zehenverletzung wochenlang ausfiel. Mit jetzt vier Treffern steht der Mann des Tages gegen Freiburg zusammen mit Thomas Müller (Bayern München), Marco Reus (Borussia Dortmund) und Dani Schahin (Fortuna Düsseldorf) auf Platz zwei der Torjägerliste hinter dem Münchner Mandzukic (6).

Zweimal schlug der Mittelfeldmann eiskalt zu – erst mit einem sehenswerten Seitfallzieher, dann per Kopf. "Es hat in dieser Saison bisher ganz gut geklappt. Dann glaubt man, dass man es doch wieder schaffen kann", sagte der Matchwinner zur erneuten Willensleistung der Mannschaft. "Das waren zwei Weltklasse-Einzelleistungen", würdigte Teamkollege Sebastian Rode den Doppeltorschützen.

Alexander Meier hat sich vom einsilbigen Genie zu einem der Wortführer der Mannschaft entwickelt. Er kann gut einordnen, was momentan geschieht: "Wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir nach sechs Spieltagen 16 Punkte haben, hätte ich gesagt: Du hast keine Ahnung vom Fußball."

Als Bayern-Verfolger will sich Meier mit seinem Team deshalb nicht sehen. "Wir sind natürlich gut gestartet", sagte er: "Aber wir wissen, wo wir herkommen. Und wir wissen auch, was wir erreichen müssen, um nicht abzusteigen. Es ist noch ein langer Weg. Wir müssen ackern und malochen."

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