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Stadt, Eintracht und Faninitiative sind sich einig: Die Commerzbankarena soll wachsen

Von Tageskarten für Spiele der Eintracht sind schwer zu bekommen. Und wenn, dann kosten sie richtig Geld. Mit einem Ausbau soll sich dies ändern.
Die Commerzbankarena. Die Commerzbankarena.
Frankfurt. 

Man blickt auf die mögliche Fußball-EM 2024, man hat das Ziel, einen Stadionbesuch für möglichst viele Menschen zugänglich und bezahlbar zu machen. Und deshalb wollen die Stadt Frankfurt sowie Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt und die „Initiative Stadionausbau“ das ehemalige Waldstadion, das derzeit als „Commerzbank Arena“ firmiert, wachsen lassen.

Die Diskussion hierüber wurde am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Römer offiziell eröffnet. Hauptsächlich die Anzahl der Stehplätze soll erhöht werden, von derzeit 7000 in der Nordwestkurve auf rund 20 000, insgesamt soll das Fassungsvermögen bei Bundesligaspielen von 51 500 auf 61 000 wachsen. Bei internationalen Spielen sind Stehplätze nicht erlaubt, nach dem Umbau sollen statt bisher 48 500 etwa 53 800 sitzende Zuschauer die Spiele verfolgen können.

Während in Köln derzeit darüber diskutiert wird, das Stadion durch einen weiteren Zuschauerring nach oben zu erweitern, würde sich in Frankfurt durch den Umbau die Grundstruktur des Stadions nicht verändern. In der Nordwestkurve, wo sich die „harten“ Eintracht-Fans tummeln, würden die Sitzplätze entfernt sowie der Oberrang um fünf bis sechs Meter Richtung Spielfeld verlängert werden. Außerdem müssten ein paar Logen sowie Teile der bisherigen Eintracht-Geschäftsstelle daran glauben, um nicht nur mehr Plätze, sondern auch mehr Toiletten und Kioske einbauen zu können.

„Wir hatten in dieser Saison die bisher höchste Auslastung von 97 Prozent“, erklärte Axel Hellmann, der Marketingvorstand der Eintracht. Freie Plätze gab es meistens nur bei den teuren Karten sowie im Gästebereich. Tageskarten für den Stehplatzbereich werden seit Jahren kaum angeboten. Das soll mit der Erweiterung anders werden. „Es ist gut, wenn wir neues und junges Publikum dazubekommen“, so Hellmann weiter. Er versprach, dass nach der Fertigstellung die Stehplatzpreise fünf Jahre lang stabil bleiben und dass je 1000 Tickets für Erwachsene und Kinder sogar vergünstigt angeboten werden (Erwachsene 10 statt 12 Euro, Kinder fünf statt sechs Euro). Egal, ob ein Fußballfan für ein Spiel fünf, 50 oder 500 Euro ausgeben könne, es müsse ihm der Stadionbesuch ermöglicht werden, forderte Henning Schwarz von der Faninitiative Stadionausbau.

„Fußball für alle“, so brachte Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann die Idee auf den Punkt und hob den „sozialverträglichen“ Ansatz der Pläne hervor. In diesem Sommer werde man viele große und kleine runde Tische bilden, um eine transparente Diskussion zu diesem Thema zu führen.

Hans Joachim Paap, der Architekt des Stadions, hat in seiner Machbarkeitsstudie neben der Nordwestkurve noch andere Erweiterungs-Areale gefunden. Neben der „Optimierung“ von Sitzreihen habe man beispielsweise im Bereich der Medientribüne noch Platzreserven.

Klar ist, dass der Umbau spätestens 2024 abgeschlossen sein muss, denn dann soll die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland stattfinden. Frühestens beginnen können die Arbeiten, wenn die Eintracht ihre neuen Räume an der bisherigen Tennisanlage fertiggestellt und bezogen hat. Dies soll 2020 der Fall sein.

Dass die Diskussionen schon jetzt beginnen, finden die Stadt und der Verein gut. Schließlich geht es auch um die Frage, wer die Kosten trägt. Derzeit ist die Stadt der Besitzer, die Eintracht bezahlt eine sehr teure Miete. Da über Landeszuschüsse zumindest derzeit noch nicht gesprochen wurde, müssen Stadt und Eintracht sich wohl die Kosten teilen. Der Bundesligist ist durchaus bereit zu investieren. „Aber dann muss das Gesamtpaket stimmen“, so Hellmann.

Was der Umbau insgesamt kosten würde, wollte noch niemand verraten. Aber rund 20 Millionen Euro dürften es schon werden. Und dann könnte man auch die hässlichen blauen Sitzschalen gleich durch schwarze und weiße – die Eintracht-Farben – ersetzen.

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