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Eintracht Frankfurt: Die Eintracht-Abwehr steht nicht

Mit Yanni Regäsel hat Eintracht Frankfurt zwar eine Baustelle geschlossen. In der Frankfurter Defensiv-Abteilung fehlen allerdings Tempo und Konstanz.
Angekommen: Bei seinem Debüt für die Eintracht bekam Yanni Regäsel „eins auf die Socken“. Foto: Christian Klein ( FotoKlein) Angekommen: Bei seinem Debüt für die Eintracht bekam Yanni Regäsel „eins auf die Socken“.
Frankfurt. 

Auch in dieser Saison ist es wieder so in der Bundesliga: Der Abstiegskampf ist die wahre Meisterschaft. Während oben alles für den FC Bayern München entschieden scheint, geht es im Tabellenkeller so eng zu wie in den letzten Jahren. Für die Frankfurter Eintracht bedeutet dies, so auch Trainer Armin Veh, „dass es bis zum Schluss eng bleiben wird.“ Rund 35 Punkte werden wohl für den Klassenerhalt gebraucht. Heißt für die Frankfurter: Sie müssen noch etwa 14 Punkte aus den restlichen vierzehn Spielen holen. Nebenbei: Fast schon aussichtslos ist der Kampf für Hannover und Hoffenheim, sie müssten schon sieben Spiele, also die Hälfte, gewinnen. Zurück zur Eintracht: Die spielt besser im neuen Jahr, tritt aber auf der Stelle. Einige Probleme wurden gelöst, andere belasten den Club unverändert.

Denn die Abwehr steht nicht. Die Frankfurter bekommen zu viele Gegentore, gerade im eigenen Stadion, zuletzt sechs in den Spielen gegen Wolfsburg (3:2) und Stuttgart (2:4). Das liegt in erster Linie daran, dass sich nach mehr als der Hälfte der Saison keine feste Formation herauskristallisiert hat. Da ist auch Pech im Spiel, immer wieder fallen Verteidiger verletzt oder wegen Sperren aus. Auch jetzt wieder: Carlos Zambrano erhielt gegen den VfB „Gelb-Rot“ und wird in Köln am Samstag fehlen. Für ihn kehrt dann Abraham wieder zurück. Die Abwehr muss wieder umgestellt werden, Russ wird aus dem defensiven Mittelfeld in die Innenverteidigung rücken, nachdem Kaan Ayhan seine Chance nicht hat nutzen können. Ein vierter erfahrener Innenverteidiger fehlt. Dies hat etwas mit der Personalpolitik zu tun. Die sportliche Leitung hat es nicht geschafft, diesen Mann zu finden. Vielleicht wäre es doch ganz gut gewesen im letzten Sommer Alexander Madlung zu behalten.

Ganz ähnlich verhält es sich beim rechten Außenverteidiger. Da hat der Trainer monatelang experimentieren müssen. Meist hat er sich für Makoto Hasebe entschieden, weil Aleksandar Ignjovski und Timothy Chandler nicht seinen Ansprüchen gerecht wurden. Jetzt wurde mit Yanni Regäsel endlich ein „gelernter“ rechter Verteidiger geholt. Dessen Einstand macht Hoffnung, dass diese Lücke gestopft werden kann. Hasebe wird aufatmen, „muss“ er doch nicht mehr rechts verteidigen, sondern kann im Mittelfeld aufgestellt werden. Und doch bleibt auch das defensive Mittelfeld eine Baustelle. Es fehlt nach wie vor ein schneller „Sechser“, Hasebe ist es nicht, Marc Stendera auch nicht, Russ sowieso nicht.

Es klemmt also weiter in der Defensive. Dafür wurden Baustellen in der Offensive geschlossen. Vor allem durch Marco Fabian, der mit seiner Technik, seinem Mut und seinem Durchsetzungsvermögen ein festgefahrenes Spiel auch mal wieder auflösen kann. Szabolcs Huszti tut dem Team ebenfalls gut, auch wenn bei ihm wie bei so vielen anderen die Geschwindigkeit fehlt. Stefan Aigner hat wieder zu einer „normalen“ Form gefunden. Mit Mijat Gacinovic lauert ein junger Mann auf seine Chance, bei Änis Ben Hatira muss abgewartet werden, ob er im Abstiegskampf wirklich helfen kann. Allen Mittelfeldspielern geht freilich die Torgefahr ab. Aigner hat ein Tor erzielt, Huszti jetzt auch, Stendera zwei. Das ist zu wenig.

Abgesehen von Alexander Meier. Und das ist das nächste Problem. Wenn Meier nicht trifft, gewinnt die Mannschaft nicht. Gegen Wolfsburg hat er aus drei halben Chancen drei Tore gemacht, gegen Stuttgart aus vier guten nur eins. Zum Vorwurf kann dies dem Kapitän aber keiner machen. Und was ist, wenn Meier mal ausfällt? Der Trainer hofft, dass Luc Castaignos, der in dieser Woche mit Lauftraining beginnen soll, bald wieder dabei ist. Und da wäre ja noch Haris Seferovic. Doch dessen Leistungskurve ging steil nach unten. Kaum vorstellbar, dass er zur Form der letzten Saison zurück findet. (pes)

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