E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 17°C

Eintracht Frankfurt: Die Eintracht muss wieder an die Grenzen gehen

Von Kevin-Prince Boateng ist gesperrt, Mascarell fällt weiter aus. Eintracht-Coach Niko Kovac will trotzdem auch beim VfB Stuttgart punkten.
Der Weg nach ganz oben ist weit. Das weiß Eintracht-Trainer Niko Kovac, und das vermittelt er der Mannschaft immer wieder. Foto: imago Der Weg nach ganz oben ist weit. Das weiß Eintracht-Trainer Niko Kovac, und das vermittelt er der Mannschaft immer wieder.
Frankfurt. 

Seine Antennen sind fein. Bei so viel Lob wird bei Niko Kovac direkt der Alarmknopf gedrückt, denn es kann zu Selbstzufriedenheit führen und die ist bei ihm tabu. „So ist das halt in der Bundesliga. Man bekommt vom Gegner vorher immer Anerkennung. Und ich kenne den Michael ja noch aus meiner Leverkusener Zeit“, sagt der Trainer der Frankfurter Eintracht mit wissendem Lächeln.

Michael Reschke ist mittlerweile Sportvorstand beim VfB Stuttgart. In der „Bild“ hat er vor dem heutigen Spiel gegen die Eintracht (15.30 Uhr) viele freundliche Worte über die Gäste gefunden: „Frankfurt ist für mich bislang die Mannschaft der Saison“, sagt Reschke. Für Stuttgart sei das Spiel am Samstag „die mächtigste Aufgabe in der bisherigen Rückrunde“.

Die Eintracht muss in Stuttgart ran.
Eintracht Frankfurt Quiz: Wie fit sind Sie für die Partie gegen den VfB ...

Am Samstag muss die Eintracht in Stuttgart ran. Sind Sie fit für die Partie? Testen Sie ihr Wissen in unserem Quiz zum Spieltag.

clearing

Kovac kontert mit dem Selbstbewusstsein eines Trainers, der dank harter, kontinuierlicher Arbeit das Momentum und Tabellenplatz drei auf seiner Seite hat: „Wir wollen dort auf jeden Fall punkten.“ Er nimmt den Mund sicherlich nicht zu voll. Die Eintracht ist nach den Über-Bayern aus München die zweiterfolgreichste Mannschaft der Rückrunde. Was seine Gründe hat: „In der Hinrunde haben wir noch viel über den Willen erreicht. Jetzt haben wir auch die spielerische Komponente.“

Kovac muss beim Gastspiel im Schwabenland auf den zuletzt bärenstarken Kevin-Prince Boateng verzichten, der nach der im Spiel gegen Leipzig kassierten fünften Gelben Karte gesperrt ist. Omar Mascarell wäre prädestiniert, diese Lücke im Mittelfeld zu schließen. Doch der Spanier wird nach seiner Fußprellung nicht rechtzeitig fit. „Er hat versucht, zu laufen. Das ist nicht geglückt. Es ist keine Fraktur und keine Fissur. Aber die Flüssigkeit kriegen wir nicht raus. Es ist ärgerlich, aber wir gehen kein Risiko ein“, sagte Kovac. Erste Option ist daher wieder Routinier Makoto Hasebe. Mijat Gacinovic dürfte zudem in die Startelf rotieren. Jetro Willems fehlt aus privaten Gründen: „Er hat von mir drei, vier Tage freibekommen“, erläuterte der Trainer.

Marco Fabián, der nach seiner Rücken-Operation hochmotiviert in die Startelf zurück wollte, war gegen Leipzig ganz außen vor. „Ich bewerte, was ich im Training sehe. Und ich habe Spieler gesehen, die es besser gemacht haben“, sagte Kovac gestern kühl. Der Mexikaner soll auf seine Nichtberücksichtigung verärgert reagiert haben. Auch hier ein klarer Kovac-Konter: „Dieser Club ist so alt, er wird uns alle überleben, Trainer wie Spieler. Es wird sich keiner über die Mannschaft stellen dürfen. Es geht um die Gesamtheit. Jeder muss sich unterordnen. Jeder kann traurig sein und kann seine Trauer artikulieren. Aber so, dass es okay ist. Und wenn etwas nicht okay ist, dann handeln wir.“

Trotz der Tabellensituation sieht Kovac sein Team in Stuttgart nicht in der Favoritenrolle. „Das ist ein ernst zunehmender Gegner, wo wir wieder an unsere Grenzen gehen müssen. Der VfB hat sehr gute Spiele abgeliefert, außerdem hat der Trainerwechsel gefruchtet. Ich sehe uns auf Augenhöhe“, sagte der Coach.

Um die Köpfe seiner Spieler frei zu bekommen, hatte er nach dem Montagsspiel einen Tag frei gegeben. Das habe die Mannschaft zum Abschalten gebraucht. „Das Spiel gegen Leipzig war sehr intensiv, körperlich und auch mental“, erklärte der 46-Jährige. Die Frankfurter werden in der Stuttgarter Arena mit einem Trauerflor im Gedenken an den am Montag beim 2:1 gegen Leipzig nach einer Herzattacke gestorbenen Fan auflaufen.

Zur Startseite Mehr aus Eintracht Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen